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100. Nieren-Lebendspende am UKSH-Transplantationszentrum Campus Kiel

12.02.2018

Zum zweiten Mal Spende und Transplantation mithilfe roboterassistierter Chirurgie – 1111. Nieren-Transplantation am Campus Kiel

Am Transplantationszentrum des Universitätsklinikums Schleswig Holstein (UKSH), Campus Kiel, hat Sven Wachter als einhundertster Patient eine Nieren-Lebendspende erhalten. Es war zugleich die 1111. Nierentransplantation am Campus Kiel und die zweite derartige Operation, bei der das „da Vinci“-Chirurgiesystem eingesetzt wurde. Sein Bruder Bert Wachter hatte dem 48-Jährigen eine seiner beiden Nieren gespendet. „Herr Wachter hat den Eingriff hervorragend überstanden und befindet sich gesundheitlich auf einem guten Wege. Wir freuen uns mit ihm und seinem Bruder, dass die Transplantation erfolgreich verlaufen ist“, sagt Prof. Dr. Thorsten Feldkamp, stellv. Klinikdirektor der Klinik für Innere Medizin IV – Nieren- und Hochdruckkrankheiten. „Meine Erkrankung war ein tiefer Einschnitt und hatte mein Leben und das meiner Angehörigen stark eingeschränkt“, berichtet Sven Wachter. „Ich bin froh und dankbar, dass ich nun mit einem Spenderorgan neue Lebensqualität zurückgewinne. Beispiele wie meines zeigen, wie wichtig und wertvoll die Bereitschaft zur Organspende ist.“

„Trotz der überragenden Erfolge für unsere Patienten nimmt die Anzahl der Patienten, die eine Dialysetherapie benötigen, von Jahr zu Jahr zu und die Organspende-Bereitschaft sinkt“, sagt Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf, Direktor der Klinik für Innere Medizin IV. Um die Bereitschaft zu steigern, werden am UKSH Transparenz und Information, weit über geltende Richtlinien hinaus, sehr ernst genommen. „Wir haben lange vor der Forderung des Gesetzgebers in 2013 das 6-Augen-Prinzip und interdisziplinäre Transplantationskonferenzen etabliert. Mit unserem persönlichen Engagement möchten wir einen Beitrag für das Vertrauen in die Transplantationsmedizin leisten“, erläutert Prof. Dr. Felix Braun, Leiter der Sektion klinische Transplantation. Regelmäßig finden Informationsveranstaltungen, beispielsweise im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-PARK oder mit Schülern von Kieler Schulen auf dem Campus statt.

Ein weiterer wichtiger Faktor zur Linderung des Organmangels ist die Weiterentwicklung der Lebendspende. Dazu zählen spezialisierte Verfahren, um auch hochimmunisierten Patienten eine sichere Operation anbieten zu können ebenso wie Techniken, Patienten und Spendern mit ungleicher Blutgruppe eine Nierentransplantation zu ermöglichen. Zudem entwickeln die Experten am UKSH die chirurgischen Techniken stetig weiter: Als eines der ersten deutschen Zentren bietet der Campus Kiel das minimal-invasive Verfahren mit dem High-Tech-Roboterverfahren „Da Vinci“ an. „Damit können Nieren-Lebendspenden noch schonender durchgeführt werden und die Patienten wie Spender sind früher wieder mobil“, sagt Prof. Dr. Thomas Becker, Direktor der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie. Zum zweiten Mal wurde sowohl die Entnahme der Spenderniere als auch die Transplantation des Organs mithilfe des roboterassistierten Chirurgiesystems ausgeführt. Operateur Dr. Heiko Aselmann, Leitender Oberarzt der Klinik, sagte: „Mit dem ‚da Vinci‘-System habe ich eine deutlich bessere Sicht auf das Operationsfeld, da es vielfach vergrößert und dreidimensional dargestellt wird. Unsere Patienten profitieren davon, dass wir sehr viel präziser operieren können.“

Das Transplantationszentrum des UKSH zählt zu den wenigen Zentren in Deutschland, welche das gesamte Spektrum der Organtransplantation abdecken. Am Campus Kiel werden an der Klinik für Allgemeine Chirurgie (Direktor Prof. Dr. Thomas Becker), der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Dr. Jochen Cremer) und der Klinik für Innere Medizin IV – Nieren- und Hochdruckkrankheiten (Direktor Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf) sowohl Herz-, Lungen-, simultane Herz-Lungen-Transplantationen als auch die Verpflanzung von Leber, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm und Nieren durchgeführt. Seit der ersten Nierentransplantation im Jahr 1979 sind in Kiel 1111 Nieren transplantiert worden. Die erste Nieren-Lebendspende wurde im März 2003 durchgeführt. Am Campus Lübeck werden interdisziplinär von der Klinik für Allgemeine Chirurgie (Direktor Prof. Dr. Tobias Keck) und der Medizinischen Klinik I (Direktor Prof. Dr. Hendrik Lehnert) ebenfalls Nierentransplantationen und Pankreastransplantationen durchgeführt. Zudem bietet das UKSH Stammzelltransplantationen und Netzhauttransplantationen an.

Weitere Informationen über Organtransplantationen am UKSH gibt es unter www.uksh.de/Transplantationszentrum

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Bild von Birgit Zschiegner
Birgit Zschiegner
Klinik für Allgemeine, Viszeral-,Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
Transplantationskoordinatorin, Lebendspendekoordinatorin Niere
Telefon Kiel: 0431 500-20542

 

 

 
Bilder zum Thema:
Bild 1
Gemeinsame Freude über das gute Operationsergebnis (v.l.): Prof. Dr. Felix Braun, Prof. Dr. Thorsten Feldkamp, Sven Wachter, Prof. Dr. Thomas Becker, Bert Wachter und Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf. Nicht auf dem Foto sind die Operateure Dr. Heiko Aselmann und Dr. Jan Beckmann.
Bild in Originalgröße hier
Bild 2
Dr. Heiko Aselmann hatte Sven Wachter mit dem "da Vinci"-Chirurgiesystem operiert.
Bild in Originalgröße hier

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708