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Kieler Herzchirurgen erfolgreich in der Herzklappen-Forschung

15.06.2007

Kinder mit komplexen, angeborenen Herzfehlern benötigen bis zum Erwachsenenalter häufig mehrere Operationen - speziell, wenn dabei eine Herzklappe betroffen ist. Für die Patienten und deren Eltern bedeutet dies häufige Krankenhausaufenthalte.

Ein so genanntes minimal-invasives Verfahren zum Ersatz einer Herzklappe könnte den betroffenen kleinen und größeren Patienten große komplexe Operationen ersparen. Eine Herzklappe, die mittels eines Katheters über die Leiste implantiert werden könnte, stellt daher so etwas wie eine Revolution der bisherigen Therapie von angeborenen und erworbenen Herzklappenerkrankungen dar.

            Kieler Arbeitsgruppe für mikrochirurgisch-implantierbare Herzklappen: Jochen Cremer, PD Dr. Georg Lutter, Dr. René Quaden, mit dem weltweit neuesten Bioreaktor zur Aufzucht von Herzklappenzellen und Dr. Tim Attmann, der Preisträger. Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern.
Bild: Kieler Arbeitsgruppe für mikrochirurgisch-implantierbare Herzklappen:
Jochen Cremer, PD Dr. Georg Lutter, Dr. René Quaden, mit dem weltweit neuesten Bioreaktor zur Aufzucht von Herzklappenzellen und Dr. Tim Attmann, der Preisträger.

Seit mehr als fünf Jahren arbeiten Kieler Herzchirurgen aus dem Team von Prof. Dr. Jochen Cremer, Direktor der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, an einer Möglichkeit, die herkömmliche Operationstechnik beim Ersatz der so genannten Pulmonalklappe (Klappe an der Lungenschlagader) im Sinne der kleinen Patienten zu vereinfachen.

Jetzt hat der Kieler Herzchirurg Tim Attmann den Wissenschaftspreis 2007 der Ulrich-Karsten-Stiftung, vergeben von der  Deutschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie für seine Forschung auf dem Gebiet der katheterimplantierten Herzklappen am rechten Herzen erhalten. Mitbeteiligt in der Forschergruppe sind die Mitarbeiter der Klinik für Diagnostische Radiologie unter der Leitung von Prof. Martin Heller, die die genaueste Platzierung der Herzklappen mittels neuester radiologischer Technik ermöglichen und die Mitarbeiter der Klinik für Anästhesiologie von Prof. Jens Scholz, die eine ausgewogene Narkose ermöglichen, so dass es bei der Herzklappen-Implantation zu keiner Kreislaufeinschränkung kommt. 

Zeitgleich hat die Arbeitsgruppe um Privatdozent Dr. Georg Lutter mit ihrem Kooperationspartner Privatdozent Dr. Ulrich Stock aus Tübingen mehr als 600.000 Euro bei der Deutschen Forschungsgemeinschaft eingeworben, um Herzklappen aus körpereigenem Gewebe herzustellen. Dieses Verfahren, bei dem dem späteren Empfänger der Herzklappe zunächst Zellen entnommen werden, wird als Tissue Engineering bezeichnet. Körpereigene Zellen werden außerhalb des Körpers vermehrt und für den Aufbau einer Herzklappe benutzt. Diese kann dann gefaltet und über einen Katheter in das rechte Herz implantiert werden. Die körpereigene Herzklappe soll in Zukunft auch mit dem Körper, beispielsweise bei Kindern, mitwachsen.

    Ein Klappenstent, der mit Hilfe körpereigener Zellen durch tissue-engineering hergestellt wurde. Er wird gefaltet über einen Katheter in das rechte Herz implantiert.       Eine Herzklappe aus körpereigenen Zellen zur katheterunterstützten Implantation.Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern
Bild links : Ein Klappenstent, der mit Hilfe körpereigener Zellen durch tissue-engineering hergestellt wurde. Er wird gefaltet über einen Katheter in das rechte Herz implantiert.
Bild rechts: Eine Herzklappe aus körpereigenen Zellen zur katheterunterstützten Implantation.
 


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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