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Ausgezeichnete Krebsbehandlung am UKSH

Kategorie(n): 2013,
22.02.2013

Deutsche Krebsgesellschaft zertifiziert acht Organkrebszentren am UKSH

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) rüstet mit seinem Krebszentrum Nord im Kampf gegen Krebs weiter auf. Nachdem im vergangenen Jahr bereits das Darmkrebs- und das Pankreaskrebszentrum am Campus Kiel und das Hautkrebszentrum am Campus Lübeck erfolgreich von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) als Organkrebszentren zertifiziert worden sind, ist nun mit dem Prostatakrebszentrum am Campus Kiel ein weiteres DKG-Organkrebszentrum hinzugekommen. Damit verfügt das UKSH als einziges Klinikum in Schleswig-Holstein inzwischen über acht zertifizierte Organkrebszentren und dokumentiert so seine Ausnahmestellung bei der Versorgung onkologischer Patienten im Norden. „Mit der Auszeichnung unserer Fachzentren durch die Deutsche Krebsgesellschaft belegen wir unsere besondere Verantwortung für die Gesundheit der Menschen in unserem Land“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH. „Unsere Patienten profitieren vom engen Zusammenspiel der Hochleistungsmedizin und der interdisziplinären Forschung, indem aktuelle Ergebnisse der Wissenschaft direkt in der klinischen Praxis umgesetzt werden.“

Die Deutsche Krebsgesellschaft hat sich mit der freiwilligen bundesweiten Zertifizierung sogenannter Organkrebszentren durch die unabhängige Expertenkommission OnkoZert zum Ziel gesetzt, eine Verbesserung der Qualität bei der Früherkennung, Diagnostik, Therapie und Nachsorge onkologischer Erkrankungen und damit die verbesserte Versorgung der an Krebs erkrankten Menschen zu erreichen. Um das Zertifikat der DKG zu bekommen, müssen sich die am jeweiligen Fachzentrum beteiligten Kliniken einer externen Kontrolle stellen und eine Reihe von strengen Auflagen und Kriterien erfüllen. Eine der Voraussetzungen für die Zertifizierung ist die Interdisziplinarität der Einrichtung. An den Organkrebszentren des UKSH bekommt damit jeder Patient die Garantie, dass er von der Expertise aller krebsversorgenden Disziplinen profitiert. Um die höchste Behandlungsqualität dauerhaft zu sichern, wird die Einhaltung der strengen Vorgaben durch externe Fachexperten der Deutschen Krebsgesellschaft jährlich überprüft.

Unterstützt werden die Fachzentren in ihrem Bemühen um eine weitere Verbesserung der Krebsbehandlungen vom Krebszentrum Nord/Comprehensive Cancer Center (CCC) des UKSH. Unter der kommissarischen Leitung von Prof. Dr. Christoph Röcken begleitet und fördert das campusübergreifende Krebszentrum Nord die Integration der fachübergreifenden Strukturen der einzelnen Organkrebszentren und kooperiert darüber hinaus mit einer Mehrzahl der großen Krankenhäuser in Schleswig-Holstein. Dadurch können schon jetzt ca. 70 Prozent aller stationären Patientinnen und Patienten im Land mit einer Krebserkrankung nach den Diagnose- und Therapiestandards eines akademischen Krebszentrums behandelt werden.

Organkrebszentren am Campus Kiel

Zu den deutschlandweit ersten von der DKG zertifizierten Einrichtungen zählt seit 2007 das Brustkrebszentrum des UKSH in Kiel und seit 2008 das Gynäkologische Krebszentrum an der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Kiel, unter der Leitung von Prof. Dr. Dr. Walter Jonat. Mit seinen zwei zertifizierten Organkrebszentren ist die Klinik damit neben den UKSH-Einrichtungen am Campus Lübeck die größte onkologische Behandlungseinrichtung für Frauenheilkunde in Schleswig-Holstein. Unter einem Dach bietet die Klinik in beiden Krebszentren höchste Standards sowohl in der Diagnostik als auch in der operativen und medikamentösen Therapie. Mit ihrem diagnostischen Repertoire ist die Klinik Referenzzentrum für die Region. Die Zentren verfügen über eine langjährige operative Expertise bei allen gynäkologischen Krebserkrankungen und bieten alle radikalen, minimalinvasiven und alle wiederherstellenden Operationen an. Die Klinik ist national und international eines der führenden Studienzentren für Krebserkrankungen bei Frauen und ist so in der Lage, ihren Patientinnen die innovativsten Therapien zur Verfügung zu stellen. Entsprechend den Vorgaben der DKG sind die Zentren stark interdisziplinär vernetzt und garantieren eine exzellente, fachübergreifende Versorgungsqualität. In der onkologischen Tagesklinik, in der beide Zentren zusammengefasst sind, erhalten die Patientinnen neben der medizinischen Therapie zudem eine Betreuung durch eine Psychoonkologin und den Sozialdienst. Ergänzend werden sporttherapeutische Maßnahmen nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen angeboten.

Um die Erkennung und Behandlung von Darm- und Bauchspeicheldrüsenkrebs (Pankreaskrebs) noch individueller und zielgerichteter auf den Patienten abstimmen zu können, wurde am Campus Kiel unter der Leitung von Prof. Dr. Thomas Becker im Darmkrebszentrum und im Pankreaskrebszentrum das universitäre medizinische Wissen von Spezialisten aller beteiligten Fachrichtungen zusammengefasst und im Oktober 2012 durch die DKG zertifiziert. Dabei werden auch die einweisenden, niedergelassenen Kollegen in den Behandlungsablauf als feste Partner eingegliedert. In wöchentlichen interdisziplinären Konferenzen, an denen Vertreter der Chirurgie, Inneren Medizin, Radiologie, Nuklearmedizin, Strahlentherapie und Pathologie teilnehmen, wird für jeden einzelnen Fall die optimale Behandlungsstrategie festgelegt. Durch eine lückenlose Dokumentation wird gleichzeitig ein Beitrag zur Förderung von sowohl klinisch orientierter Forschung als auch der Grundlagenforschung und damit zu verbesserten Behandlungsstrategien geleistet.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Klaus-Peter Jünemann, Direktor der Klinik für Urologie und Kinderurologie des UKSH, Campus Kiel, hat sich das Prostatakrebszentrum dem Zertifizierungsverfahren der DKG unterzogen und es im Januar 2013 erfolgreich abgeschlossen. Die Einrichtung kooperiert dabei eng mit der Klinik für Strahlentherapie und legt großen Wert auf eine enge Verknüpfung von Forschung und Praxis. Prostatakrebs ist zwar nach wie vor die häufigste Krebserkrankung des Mannes, sie ist aber dank innovativer Methoden und modernster Technologien immer besser behandelbar. Dazu zählt im Prostatakrebszentrum unter anderem das Histoscanning, eine Diagnostik, die eine bessere Bestimmung der Lage und Ausdehnung krebsverdächtiger Areale ermöglicht und so die optimale Therapiewahl für den einzelnen Patienten entscheidend beeinflusst. Auch können sich in Kiel seit Januar 2013 Patienten mittels roboterassistierter Chirurgie behandeln lassen: Das fortan verfügbare da Vinci Si-Chirurgiesystem gilt als die modernste Entwicklung auf dem Gebiet der minimal-invasiven Chirurgie.

Organkrebszentren am Campus Lübeck

Das ebenfalls bereits seit 2007 zertifizierte Brustkrebszentrum der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe am Campus Lübeck unter der Leitung von Prof. Dr. med. Achim Rody bietet alle Möglichkeiten der bildgebenden und minimal-invasiven Diagnostik inklusive MRT-gesteuerter Biopsien an. Als eines der wenigen Zentren in Deutschland setzt das Brustzentrum bei der bildgebenden Diagnostik die modernsten Verfahren, wie z.B. Tomosynthese ein. Es werden vorzugsweise brusterhaltende Operationsverfahren in Kombination mit minimal-invasiven Methoden angeboten. Bei Gewebe entfernenden Operationsverfahren werden alle implantatgestützten Rekonstruktionsverfahren, aber auch Rekonstruktionen mittels Haut-bzw. Muskeleigengewebe durchgeführt. Insbesondere in enger Kooperation mit der Klinik für plastische Chirurgie (Prof. Dr. Peter Mailänder) werden freie Lappenrekonstruktion angeboten. Alle konservativen Therapien, welche Chemotherapie, endokrine Therapien, aber auch molekulare Therapien umfassen, werden in der Frauenklinik durchgeführt. Dabei werden auch neue Therapiemöglichkeiten im Rahmen klinischer Studien im Studienzentrum der Klinik eingesetzt.

Seit Juni 2009 ist das Gynäkologische Krebszentrum der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe, Campus Lübeck, DKG-zertifiziert. Hier werden sowohl operativ als auch medikamentös-konservativ alle bösartigen Erkrankungen von Vulva, Vagina, Gebärmutter und der Eierstöcke behandelt. Dabei werden in einem fachübergreifenden Kontext alle offen radikal-chirurgischen, aber vorzugsweise minimal-invasive Operationsverfahren (Laparoskopie, Sentinel Node Biopsie), inklusive der genitalrekonstruktiven Eingriffe angeboten. Es können auch radioonkologische Verfahren in das operative Konzept einbezogen werden. Die medikamentöse Tumortherapie erfolgt innerhalb der Frauenklinik in enger Anbindung an das wöchentlich stattfindende interdisziplinäre Tumorboard und die entsprechende gynäkologisch-onkologische Spezialsprechstunde. Dabei werden auch im gynäkologischen Studienzentrum sowohl operative, als auch medikamentös-konservative Therapiestudien angeboten. Für alle Patientinnen gilt das Angebot einer engmaschigen psychoonkologischen Betreuung durch zwei speziell ausgebildete Psychoonkologinnen.

Das Hautkrebszentrum Lübeck unter der Leitung von Prof. Dr. Detlef Zillikens und PD Dr. Patrick Terheyden ist seit April 2012 von der DKG zertifiziert. In einem Kompetenznetzwerk aus mehreren Disziplinen und vielen Fachärzten behandelt die Einrichtung Patienten mit allen Formen von Hautkrebs. Direkte Wege erlauben kurze Reaktionszeiten und minimieren Reibungsverluste. Die enge Zusammenarbeit mit den niedergelassenen Ärzten, vorrangig den Hautärzten der Region, stellt die optimale Weiterbehandlung der Patienten auch nach dem Klinikaufenthalt, z.B. in der Nachsorge, sicher. Die Patienten profitieren intensiv von der klinischen Forschung - auch dies eine Voraussetzung für den Erhalt des Zertifikats. Neueste wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Klinik selbst und von anderen Wissenschaftlern kommen den Patienten direkt zugute. Großer Wert wird zudem auf die Hautkrebsvorsorge und die Früherkennung gelegt. 


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 597-5544, Fax: 0431 597-4218
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-5544, Fax: 0451 500-2161

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