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Kristin Alheit überreicht Förderbescheid für neues Modellprojekt zur Hilfe von traumatisierten unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen – 300.000 € p.a.

06.03.2017

„Wir wollen traumatisierten minderjährigen Flüchtlingen besser helfen, mit den erlebten Traumata umzugehen. Professionelle Unterstützung bei der Verarbeitung von Flucht- und Kriegserlebnissen ist wichtig, damit ein Neuanfang für die Kinder und Jugendlichen gelingt“, betont Gesundheitsministerin Kristin Alheit heute (3.3.) anlässlich der offiziellen Bescheid-Übergabe für ein neues Modellprojekt in Elmshorn, das sich insbesondere an unbegleitete minderjährige Flüchtlinge richtet. Die Verarbeitung von Traumata sei auch eine wichtige Voraussetzung für eine erfolgreiche Integration in Schleswig-Holstein.

Nach Erkenntnissen der Fachleute ist es sinnvoll, den Kinder und Jugendlichen niedrigschwellige Unterstützung in den Einrichtungen, in denen sie leben, anzubieten, anstatt stationäre Therapien einzuleiten. Das Land fördert daher im Rahmen eines dreijährigen Modellprojekts ambulante psychiatrische oder psychotherapeutische Beratungsangebote an den vier Kinder- und Jugendpsychiatrischen-Einrichtungen Regio Klinikum Elmshorn, ZIP Ambulanz Kiel, Vorwerker-Fachklinik Lübeck und HELIOS Fachklinik Schleswig mit insgesamt 300.000 € jährlich (pro Standort 75.00 pro Jahr).

Gesundheitsministerin Kristin Alheit überreicht heute (3.3.) offiziell den Förderbescheid über 75.000 € in Elmshorn an Andreas Jakob, Leitender Oberarzt der Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie und -psychotherapie am Regio Klinikum Elmshorn sowie an Angela Bartels, Geschäftsführerin der Regio Kliniken GmbH.

„Indem wir die Jugendlichen vor Ort aufsuchen, können wir frühzeitig einen sozialpsychiatrischen Behandlungsbedarf erkennen. Dadurch vermeiden wir Notfälle und unnötige stationäre Aufenthalte“, erklärt Andreas Jakob und Angela Bartels unterstreicht vor diesem Hintergrund die hohe Kompetenz der Kinder- und Jugendpsychiatrie der Regio Kliniken im Bereich der Traumabehandlung. „Das Projekt ist ein weiterer wichtiger Baustein in unserem breiten Angebot zur Behandlung traumatisierter Kinder- und Jugendlicher in der Region.“

Mit dem Projekt werden die an den Projektstandorten finanzierten Fachkräfte im Rahmen von „mobilen Sprechstunden“ in den Jugendhilfe-Einrichtungen selbst z. B.

- konkrete Behandlungsbedarfe ermitteln und
- die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Einrichtungen beraten und schulen, so dass sie entstehende psychische Krisen frühzeitig erkennen und pädagogisch therapeutisch qualifiziert reagieren können.

Im Rahmen freier Kapazitäten können auch „begleitete“ Flüchtlingskinder bzw. Jugendliche, also Kinder und Jugendliche, die mit ihren Eltern leben, einbezogen werden. Das Projekt ist in enger Abstimmung mit den kommunalen Jugendämtern und Trägern von Einrichtungen, die unbegleitete minderjährige Flüchtlinge betreuen, entstanden.

„Wir wollen damit auch die Beteiligten vor Ort entlasten. Neben dem vielerorts nach wie vor hohem Engagement ist eine medizinisch-fachliche Stärkung der Hilfen sinnvoll“, so Alheit. Bereits in 2016 gab es in Schleswig-Holstein einen Workshop mit den Beteiligten zu dem Thema.

Prof. Dr. Fritz Hohagen, Direktor des Zentrums für Integrative Psychiatrie (ZIP gGmbH) am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, betont: „Die Versorgung traumatisierter Kinder bedarf unserer besonderen Aufmerksamkeit. Als Maximalversorger in Schleswig-Holstein verfügen unsere Experten über das notwenige Wissen und die Erfahrung, um den psychotherapeutischen Bedürfnissen der jüngsten Flüchtlinge professionell zu helfen. Bei uns finden Kinder und Jugendliche einen sicheren und betreuten Raum, um traumatisierende Erfahrungen zu verarbeiten.“


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
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