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Operationen an der Bauchspeicheldrüse: Chirurgie am Campus Lübeck als Referenzzentrum ausgezeichnet

25.07.2017

Die Klinik für Chirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, ist von der Deutschen Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) als Referenzzentrum für chirurgische Eingriffe an der Bauchspeicheldrüse (Pankreas) zertifiziert worden. Die Klinik unter der Leitung von Prof. Dr. Tobias Keck ist eine von nur drei Kliniken deutschlandweit, die diese Auszeichnung erhalten hat. Damit bestätigt die Fachgesellschaft die besonders hohe Behandlungsqualität und Expertise am Campus Lübeck. „Die Auszeichnung der DGAV verdanken wir der engagierten und hervorragenden Arbeit unseres gesamten Teams“, sagt Prof. Dr. Tobias Keck. „Sie ist ein wichtiges Signal für unsere Patienten und natürlich auch ein Ansporn für uns zur ständigen Weiterentwicklung.“

Die DGAV hat ein Zertifizierungssystem entwickelt, um die Qualität in den Kliniken zu verbessern und gleichzeitig transparenter zu machen. Die zweithöchste Zertifizierungsstufe, das Referenzzentrum, zeichnet sich durch eine hohe Behandlungsqualität aus, eine niedrige Mortalität, eine hohe Expertise (über 80 Pankreas-Eingriffe pro Jahr), spezielle Fortbildungsangebote und Qualifikationsmerkmale der dort tätigen Pankreas-Operateure. Die Zertifizierung ist für drei Jahre gültig, bevor eine Re-Zertifizierung ansteht.

Die Bauchspeicheldrüse spielt eine zentrale Rolle im Stoffwechsel: Sie produziert Hormone, die den Blutzucker regulieren, und bildet Verdauungssäfte. Bei Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse muss oft ein Teil des Organs entfernt werden. Dazu zählen bösartigen Tumorerkrankungen ebenso wie zystische Veränderungen und die schmerzhafte chronische Entzündung der Bauchspeicheldrüse. „Bedingt durch Komplexität des Eingriffs und die häufig ungünstige Lage von Tumoren in der Nähe großer Gefäße ist Pankreaschirurgie die anspruchsvollste Chirurgie im Bauchraum. Komplikationen bei diesen Eingriffen können für den Patienten lebensbedrohliche Folgen haben, die den Einsatz des gesamten Teams von Intensivmedizinern, Radiologen und Interventionalisten notwendig machen“, sagt Prof. Keck. „Zahlreiche internationale Studien haben gezeigt, dass insbesondere die Erfahrung der Chirurgen außerordentlich wichtig ist zur Komplikationsvermeidung und dass zusätzlich die Infrastruktur des Krankenhauses wie einer Universitätsklinik oder eines Maximalversorgers eine essentielle Rolle bei der Komplikationsbehandlung spielt.“

Die Klinik für Chirurgie ist hochspezialisiert auf die Pankreas-Chirurgie. Eingriffe werden hier überwiegend minimal-invasiv durchgeführt: mithilfe von Kameras und speziellen OP-Werkzeugen operieren die Chirurgen über kleinste Schnitte. Dadurch erholen sich die Patienten im Vergleich zur offenen Operation schneller, haben weniger Schmerzen und kleinere Narben. „ Unser Ziel ist es nunmehr mit Verfügbarkeit der modernsten roboterassistierten OP Systems zukünftig unseren Patienten mit sehr komplexen Tumoren zunehmend auch roboterassistierte minimal invasive Operationen an der Bauchspeicheldrüse anzubieten“.

Zum Einsatz kommt die minimal-invasive Pankreasresektion bisher vor allem bei Patienten mit zystischen Neoplasien (Neubildungen), die in vielen Fällen später zu Tumoren führen. Bei einer frühzeitigen Operation bestehen gute Heilungschancen. Am Campus Lübeck erfolgt auch die Entfernung des Pankreaskopfes routinemäßig minimal-invasiv. Prof. Keck hat den technisch komplexen Eingriff, den weltweit nur wenige Kliniken durchführen, in Deutschland etabliert und seitdem stetig weiterentwickelt.

Derzeit werden am Campus Lübeck über 100 Pankreas-Eingriffe im Jahr durchgeführt – mit steigender Tendenz. Die Klinik ist von der Deutschen Krebsgesellschaft als Pankreaskarzinomzentrum und Onkologisches Zentrum zertifiziert. Zur optimalen ambulanten Beratung hinsichtlich Operationen, Chemotherapien, Schmerztherapien, Ernährung oder supportiver Therapien bietet die Klinik eine interdisziplinäre Spezialsprechstunde gemeinsam mit Gastroenterologen an. Auch das Einholen einer Zweitmeinung der Spezialisten ist hier jederzeit möglich.

Interdisziplinäre Spezialsprechstunde für Pankreaserkrankungen: Mittwochs 9-13 Uhr nach Vereinbarung.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Bild von Tobias Keck
Prof. Dr. med. Tobias Keck, MBA, FACS
Klinik für Chirurgie
Direktor
Telefon Lübeck: 0451 500-40100 | Fax: -40104

 


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708