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Schuppenflechte

Im Folgenden wollen wir Ihnen einige Informationen zu Schuppenflechte (Psoriasis) geben.

Die Schuppenflechte ist eine der häufigsten chronischen, entzündlichen Hauterkrankungen in Deutschland. Der medizinische Fachbegriff für Schuppenflechte ist Psoriasis. Es sind rund 2 Millionen Menschen von Schuppenflechte betroffen, was bedeutet, dass 2 von 100 Menschen daran leiden.

Nach heutigem Verständnis müssen besondere genetische Faktoren vorhanden sein, um an Schuppenflechte zu erkranken. Viele Gene sind daran beteiligt, wobei nicht die Erkrankung selbst, sondern die Veranlagung zur Ausprägung von Schuppenflechte genetisch bestimmt wird.

Zum Auftreten erster Symptome kommt es in der Regel bereits vor dem 40. Lebensjahr, wobei Männer und Frauen in etwa gleich häufig betroffen sind. Auch bei Kindern und Jugendlichen ist Schuppenflechte eine häufige Erkrankung.

Symptome einer Schuppenflechte können durch verschiedene Faktoren (so genannte Triggerfaktoren) ausgelöst werden. Bis heute sind nicht alle auslösenden Faktoren bekannt. Infektionen insbesondere des Nasen-Rachenraumes und eitrige Mandelentzündungen spielen vor allem im Kindesalter eine wichtige Rolle. Aber auch bestimmte Medikamente und Stress können zu Schüben der Erkrankung führen.

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Wann entsteht eine Schuppenflechte (Psoriasis)?

Schuppenflechte kann in jedem Lebensalter auftreten. Die Einwirkung von den oben genannten Faktoren (wie z.B. Infekte der oberen Atemwege, bestimmte Medikamente oder Stress) führt zusammen mit der genetischen Veranlagung zu Symptomen der Erkrankung.

Es werden zwei Typen von Schuppenflechte unterschieden:

  • Der Typ 1 tritt häufig erstmals im Kindes- und jungen Erwachsenenalters auf. Häufig sind auch andere Familienangehörige betroffen.
  • Der Typ 2 tritt meist im späten Erwachsenenalter zuerst auf. Andere Familienangehörige sind selten betroffen.

Wie verläuft eine Schuppenflechte (Psoriasis)?

Schuppenflechte ist individuell sehr unterschiedlich und verläuft in der Regel schubweise. Eine Vorhersage über den Krankheitsverlauf ist nicht möglich. Es gibt Fälle in denen es nur zu einem einmaligen Schub der Erkrankung kommt, in anderen Fällen bleiben die Hautsymptome ständig vorhanden. Oder die Erkrankung schwankt in ihrer Ausprägung im zeitlichen Verlauf.

Was passiert mit der Haut bei Schuppenflechte?

An der Haut kommt es zu einer Entzündungsreaktion. Dies führt dazu, dass sich die Hautzellen schneller teilen als dies normalerweise der Fall ist. Es kommt zu einer Rötung, einer Verdickung und einer Schuppung der Haut.

Typischerweise sind der behaarte Kopf, die Ellenbogen und Knie, sowie der Bauchnabel und die Gesäßfalte betroffen. Diese Stellen werden als „Prädilektionsstellen“ einer Schuppenflechte bezeichnet.

Neben der Haut können auch die Finger- und Fußnägel betroffen sein. Bei diesen krankhaften Nagelveränderungen werden Nagelmatrix (Ort wo die Nagelplatte gebildet wird)- und Nagelbett-Veränderungen unterschieden. Kommt es im Bereich der Nagelmatrix zu Entzündungen durch die Schuppenflechte, so wächst der Nagel mit Veränderungen aus. Ein Beispiel für diese Nagelmatrixveränderungen sind die „Tüpfel“ (Einsenkungen) der Nagelplatte.

Das Nabelbett ist der Teil des Fingerendgliedes auf dem die Nagelplatte aufliegt. Kommt es in diesem Bereich zu Veränderungen, scheinen diese Hautveränderungen durch die Nagelplatte durch. Hierzu zählen z.B. die gelblich-bräunlichen Flecken unterhalb der Nagelplatte, die als „Ölflecken“ bezeichnet werden.

Was ist eine Psoriasis-Arthritis („Schuppenflechte-Rheuma“)?

Als Psoriasis-Arthritis wird eine entzündliche Erkrankung von Gelenken bezeichnet, die mit einer Schuppenflechte verbunden ist. Ungefähr jeder fünfte Patient mit Hautveränderungen entwickelt Entzündungen der Gelenke.

Häufig, aber nicht immer, sind Hautveränderungen zuerst vorhanden. Gelenk- veränderungen können auch viele Jahre nach der Entstehung der Hautveränderungen auftreten.

Typische Symptome einer Psoriasis-Arthritis sind Morgensteifigkeit von Gelenken, die länger als 30 Minuten andauern. Häufig treten Gelenkbeschwerden in Ruhe auf und werden unter Bewegung besser. Es kann zu Schwellungen und Entzündungen aller Gelenke einzelner Finger oder Zehen kommen, es können die Fingerendgelenke betroffen sein, aber auch einzelne große Gelenke wie Schultern oder Knie. Bei ca. 40% der betroffenen Patienten kann es zu tief sitzenden Rückenschmerzen kommen, die ebenfalls hauptsächlich in Ruhe oder nachts auftreten.

Eine weitere Besonderheit einer Psoriasis-Arthritis sind Entzündungen von Sehnen, wie z.B. der Archillessehnen.

Wichtig ist eine frühzeitige Erkennung von Gelenkveränderungen. Daher sollte der Hautarzt rechtzeitig über Gelenkbeschwerden informiert werden.

Um die Diagnose einer Psoriasis-Arthritis zu bestätigen, wird der Hautarzt in vielen Fällen einen Rheumatologen zu Rate ziehen. Rheumatologen sind Ärzte, die auf die Diagnostik und Therapie von Gelenkerkrankungen spezialisiert sind und sich besonders gut mit dem Krankheitsbild Psoriasis-Arthritis auskennen.

Mit Schuppenflechte verbundene Erkrankungen

Schuppenflechte ist eine Erkrankung der Haut, bei der andere Erkrankungen häufiger vorkommen als in der Allgemeinbevölkerung. Diese Begleiterkrankungen werden als Komorbidität bezeichnet.

Zu diesen Begleiterkrankungen gehört die Psoriasis-Arthritis, eine entzündliche Erkrankung von Gelenke, die ausschließlich bei Patienten mit Schuppenflechte vorkommt.

Aber auch innerliche Erkrankungen gehören zu den Begleiterkrankungen einer Schuppenflechte. Hierzu zählen: Übergewicht/Fettleibigkeit, Bluthochdruck, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus), Fettstoffwechselstörungen, chronische, entzündliche Darmerkrankungen (z. B. Morbus Crohn) und Depression.

Insbesondere Übergewicht spielt eine sehr wichtige Rolle bei Schuppenflechte. Wenn Übergewicht reduziert wird, verbessert sich die Schuppenflechte und medikamentöse Therapien können besser wirken.

Übergewicht und Schuppenflechte

Schuppenflechte und Übergewicht sind sehr eng miteinander verbunden.

Menschen mit Übergewicht entwickeln häufiger eine Schuppenflechte als Menschen, die normalgewichtig sind.

In einigen Untersuchungen konnte festgestellt werden, dass Patienten mit einer bekannten Schuppenflechte durch eine Gewichtsabnahme eine Verbesserung der Hauterkrankung und ein besseres Therapieansprechen von Medikamenten erreichen können.

Übergewicht wird am einfachsten über den „Body-Mass-Index“ (BMI) bestimmt. Der BMI berücksichtigt das Körpergewicht und die Körpergröße. Sie können Ihren BMI selbst bestimmen, indem sie Ihr Körpergewicht (in kg) durch das Quadrat der Körpergröße (in m2) dividieren.

Medizinisch sinnvoll ist es, einen Wert zwischen 18,5 und 25 zu erreichen. Höhere oder niedrigere Werte werden als ungesund angesehen.

Schuppenflechte und Diät

Es gibt keine spezielle Diät für Schuppenflechte. Gerade bei chronischen Erkrankungen wird oft die Ernährung für die Krankheit verantwortlich gemacht. Dies trifft bei Schuppenflechte nicht zu.

Für Schuppenflechte gilt aber wie für viele andere Erkrankungen auch, dass eine ausgewogene Ernährung und gesunde Lebensumstände wichtig sind. Falls Übergewicht vorliegt, sollte dies reduziert werden.

Haben Rauchen, Alkohol und Stress Einfluss auf eine Schuppenflechte?

Ja, alle drei Faktoren können eine Schuppenflechte verschlechtern und sollten vermieden werden. Auch die Menge von Nikotin und Alkohol hat Einfluss auf die Schwere der Schuppenflechte. Somit sind gesunde Lebensumstände gerade für Patienten mit Schuppenflechte wichtig.

Zudem haben Patienten mit Schuppenflechte häufiger Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Bluthochdruck. Auch aus diesem Grund sollte auf Rauchen verzichtet und falls möglich Stresssituation vermieden werden.

Therapiemöglichkeiten von Schuppenflechte

Wir wissen, dass Schuppenflechte eine Erkrankung ist, die bis heute nicht geheilt werden kann.

Durch gezielte Therapie können die Symptome einer Schuppenflechte aber sehr gut behandelt werden, so dass eine komplette Erscheinungsfreiheit möglich ist.

Es stehen heute viele äußerliche und innerliche Medikamente sowie die Behandlung mit ultraviolettem Licht zur Verfügung.

Welches Therapieverfahren im Einzelnen für Sie richtig ist, muss zusammen mit Ihrem behandelnden Hautarzt besprochen werden.

Aber nicht nur ihr Hautarzt kann Einfluss auf den Verlauf Ihrer Schuppenflechte nehmen, auch Sie können etwas für Ihre Haut tun.

Eine gute Hautpflege wird auch als Basistherapie einer Schuppenflechte bezeichnet. Die regelmäßige Anwendung von Pflegeprodukten kann die gestörte Hautbarriere bei Schuppenflechte wieder herstellen und das Auftreten von neuen Herden verhindern. Hierbei können handelsübliche Pflegeprodukte wie Cremes, Lotionen und Körpermilch. verwendet werden.

Je nach Hauttyp sollte die richtige Hautpflege gewählt werden. Für sehr trockene Haut eignen sich fettreiche Pflegeprodukte (z. B. Fettcremes). Für eher fettige Haut eignen sich weniger fetthaltige Pflegeprodukte (z.B. Cremes, Körpermilch).

Nutzen Sie die Gelegenheit bei Ihrem nächsten Arztbesuch mit Ihrem Hautarzt über eine für Sie geeignete Hautpflege zu sprechen.

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Zum Vergrößern der Grafik (zitiert nach Nast et al., Journal der Deutschen Dermatologischen Gesellschaft, März 2012: 10 Suppl2: S1-95) bitte anklicken.