Hämangiome

Hämangiome zählen zu den häufigsten Tumoren im Kindesalter.

In vielen Fällen kann eine spontane Rückbildung beobachtet werden, allerdings kann es auch zu einer dramatischen Größenzunahme des Befundes kommen. Aus diesem Grund sollten insbesondere Hämangiome im Gesichtsbereich, an Fingern und Zehen sowie im Genital-Windelbereich unbedingt fachärztlich begutachtet werden.

Vor der Planung der jeweiligen individuellen Therapie ist es bei dickeren Hämangiomen (mehr als 5 mm Dicke) sinnvoll, eine schmerzlose farbkodierte Ultraschalldiagnostik (Duplexverfahren) durchzuführen.

Behandlungsoptionen

Je nach Lokalisation und Größe des Hämangioms kommen die folgenden unterschiedliche Therapieoptionen zum Einsatz.

  • Farbstofflaser
  • Kryotherapie 
  • Interstitielle Lasertherapie 
  • Operative Therapie 
  • Superselektive Embolisation 
  • Konservative Therapie

Die Farbstofflasertherapie

Oberflächliche Hämangiome können mittels des Farbstofflasers, dessen Strahl selektiv nur die kranken Blutgefäße verödet, behandelt werden.

Hämangiom der Hand

vor der Therapie
Vor der Therapie    Im Verlauf            Nach der Therapie

 

Hämangiom der Nase

nase vor der Therapie
Vor der Therapie Nach der Therapie      

Die Kryotherapie

Bei kleinen Hämangiomen. Hierbei wird dieses mit einem Stickstoff-gekühlten Kontaktstempel kurzzeitig eingefroren. Hierdurch entsteht eine leichte Entzündung, unter der es zur Rückbildung des Hämangioms kommt.

Hämangiom des Unterlides

Unterlid vor der Therapie

 

Hämangiom des Fingers

Finger vor der Therapie

 


Die interstitielle Lasertherapie

Hierbei wird über eine Kanüle eine Glasfaser in das Hämangiom geschoben, so daß der Laser innerhalb des Tumors wirken kann. Auf diese Weise ist es möglich, auch Hämangiome mit einer Lasertherapie zu versorgen, die mit einer äußerlichen Laserbehandlung nicht zu erfassen sind.


Die operative Entfernung

Trotz moderner Laser etc. ist die chirurgische Entfernung in einigen Fällen die Methode der Wahl.


Die superselektive Embolisation

Bei dieser Methode wird eine künstliche Verstopfung des Blutgefäßes herbeigeführt, welches das Hämangiom versorgt.


Konservative Therapieformen

In manchen Fällen, insbesondere bei sehr großen und inoperablen Hämangiomen ist auch eine Behandlung mit dem gefäßwachstumshemmenden Interferon alpha erforderlich. Hierbei handelt es sich aber um so besondere Krankheitsfälle, die hier nicht näher erörter werden können.


Interdisziplinäre Sprechstunde für Hämangiome

Für die Zukunft ist eine gemeinsame interdisziplinäre Sprechstunde von Dermatologie, Kinderchirurgie und Pädiatrie geplant.