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Arbeitsgruppe Akutes Koronarsyndrom und kardiale MRT

 

Leitung:

Bild von Ingo Eitel
Prof. Dr. med. Ingo Eitel
Medizinische Klinik II
Direktor (komm.)
Telefon Lübeck: 0451 500-44501 | Fax: -44504

 

 Team:

  • Janine Pöss
  • Alexander Joost

Die kardiovaskulären Erkrankungen stehen unverändert an erster Stelle der Todesursachenstatistik in Deutschland und den westlichen Industriestaaten. Dem Herzinfarkt kommt dabei als lebensbedrohlicher Notfall eine besondere klinische Bedeutung zu. Essentiell im Rahmen eines Myokardinfarkts sind die rasche Diagnostik, Risikostratifizierung und Reperfusion des Infarktgefäßes um von der Ischämie bedrohtes Myokard zu retten. Die Arbeitsgruppe Akutes Koronarsyndrom und kardiale MRT beschäftigt sich mit klinischen Fragestellungen einer Verbesserung der Therapie und Prognose von Patienten mit Akutem Koronarsyndrom/Myokardinfarkt. Hierbei werden optimierte und innovative Reperfusionsverfahren untersucht. Neben wissenschaftlichen Fragestellungen im Bereich der interventionellen Medizin werden auch Themen aus der Intensivmedizin (z.B. kardiogener Schock) untersucht.

 HWI

Hinterwandinfarkt mit Verschluss des rechten Koronargefäßes (roter Pfeil, A). Nach Rekanalisation, Thrombektomie und Stentimplantation zeigt sich ein normaler Koronarfluss im Infarktgefäß (B).

 

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe ist die kardiale Magnetresonanztomographie (MRT). Gegenüber anderen modernen Untersuchungsverfahren wie z.B. der Computertomographie (CT) hat das Herz-MRT den Vorteil, dass der Patient keiner Strahlung ausgesetzt ist und verschiedenste Aspekte des Herzens (sowohl die Struktur als auch die Funktion des Herzens betreffend) gleichzeitig untersucht werden können. Das kardiale MRT wird innerhalb der Arbeitsgruppe einerseits zur Quantifizierung des Myokardschadens (Infarktgröße, mikrovaskuläre Obstruktion, intramyokardiale Hämorrhagie und myokardialer Salvage) im Rahmen der o.g. Reperfusionsstudien bei Patienten mit akutem Koronarsyndrom verwendet (Abbildung). Andererseits werden nicht-invasive MRT-Prognosemarker evaluiert, um die Risikostratifizierung bei Patienten mit Myokardinfarkt zu verbessern und eine gezielte Therapie eingeleitet werden kann. Weiterhin wird das kardiale MRT zur Differentialdiagnose und Diagnosesicherung des akuten Koronarsyndroms (z.B. Takotsubo Kardiomyopathie, Myokarditis) angewandt und die diagnostische Wertigkeit in klinischen Studien untersucht.

 

Herz_MRT

Herz-MRT eines Patienten mit Hinterwandinfarkt: A, B: In der T2-gewichteten Ödembildgebung kann die „Area at risk“ - das Ausmaß des von der Ischämie bedrohten Myokards quantifiziert werden (B: blaue Kontur = gesundes Referenzmyokard, das ödematöse Myokard ist gelb markiert). C, D: In den kontrastverstärkten Bildern für die Detektion des infarzierten Myokardareals zeigt sich eine transmurale, inferore Narbe (D: blaue Kontur = gesundes Referenzmyokard, das infarzierte Myokard ist helblau markiert. Aus der Differenz der Area-at-risk minus Infarktgröße kann der myokardiale Salvage berechnet werden.

 

Seit Mai 2014 wird die Arbeitsgruppe für Akutes Koronarsyndrom und kardiale MRT von Herrn Priv.-Doz. Dr. med. Ingo Eitel geleitet, der zuvor klinisch und wissenschaftlich am Herzzentrum der Universität Leipzig tätig war. Die Arbeitsgruppe konnte in den letzten Jahren zahlreiche Publikationen in international hochrangigen Journalen publizieren. Insgesamt wurden durch die Arbeitsgruppe mehr als 100 wissenschaftliche Artikel veröffentlicht (http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Eitel+I). Weiterhin wurden durch Forschungsarbeiten der Arbeitsgruppe mehrere Forschungspreise gewonnen. Eine Übersicht von aktuellen und bereits abgeschlossenen Projekten, sowie ausgewählte Publikationen finden Sie in der Tabelle.

Ausgewählte Publikationen

 

 

 

 

Weitere Publikationen siehe: http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=Eitel+I

 

Autoren

 

Titel/Journal

Eitel I, de Waha S, Wöhrle J, Fuernau G, Lurz P, Pauschinger M, Desch S, Schuler G, Thiele H.

Comprehensive prognosis assessment by CMR imaging after ST-segment elevation myocardial infarction. J Am Coll Cardiol. 2014 Sep 23;64(12):1217-26.

Thiele H, de Waha S, Zeymer U, Desch S, Scheller B, Lauer B, Geisler T, Gawaz M, Gunkel O, Bruch L, Klein N, Pfeiffer D, Schuler G, Eitel I.

Effect of aspiration thrombectomy on microvascular obstruction in NSTEMI patients: the TATORT-NSTEMI trial. J Am Coll Cardiol. 2014 Sep 16;64(11):1117-24

Rommel KP, Baum A, Mende M, Desch S, Gutberlet M, Schuler G, Thiele H, Eitel I

 

Prognostic significance and relationship of worst

 

 

 

lead residual ST segment elevation with

 

 

 

myocardial damage assessed by cardiovascular

 

 

 

MRI in myocardial infarction. Heart. 2014

 

 

 

Aug;100(16):1257-63.

 

Eitel I, Gehmlich D, Amer O, Wöhrle J, Kerber S,

 

 

 

Lauer B, Pauschinger M, Schwab J, Birkemeyer R,

 

 

 

Zimmermann R, Mende M, de Waha S, Desch S,

 

 

 

Gutberlet M, Schuler G, Thiele H.

Prognostic relevance of papillary muscle infarction in reperfused infarction as visualized by cardiovascular magnetic resonance.

Circ Cardiovasc Imaging. 2013 Nov;6(6):890-8

Eitel I, Wöhrle J, Suenkel H, Meissner J, Kerber S, Lauer B, Pauschinger M, Birkemeyer R, Axthelm C, Zimmermann R, Neuhaus P, Brosteanu O, de Waha S, Desch S, Gutberlet M, Schuler G, Thiele H.

Intracoronary compared with intravenous bolus abciximab application during primary percutaneous coronary intervention in ST-segment elevation myocardial infarction: cardiac magnetic resonance substudy of the AIDA STEMI trial. J Am Coll Cardiol. 2013 Apr 2;61(13):1447-54.

Eitel I, von Knobelsdorff-Brenkenhoff F, Bernhardt P, Carbone I, Muellerleile K, Aldrovandi A, Francone M, Desch S, Gutberlet M, Strohm O, Schuler G, Schulz-Menger J, Thiele H, Friedrich MG.

Clinical characteristics and cardiovascular magnetic resonance findings in stress (takotsubo) cardiomyopathy. JAMA. 2011 Jul 20;306(3):277-86

 

 

 

 

 

 

 

Eitel I, Desch S, Fuernau G, Hildebrand L,

 

 

 

Gutberlet M, Schuler G, Thiele H.

Prognostic significance and determinants of myocardial salvage assessed by cardiovascular magnetic resonance in acute reperfused myocardial infarction. J Am Coll Cardiol. 2010 Jun 1;55(22):2470-9.

 

Ausgewählte aktuelle klinische Studien

Projekte

Fragestellung

REVERSE-FLOW Studie

Prospective, randomized multicenter trial comparing glycoprotein IIb/IIIa inhibitors as bailout therapy versus placebo in patients with ST-elevation myocardial infarction and angiographic evidence of no-reflow

Es wird die Hypothese geprüft, dass bei Patienten mit ST-Hebungs-Myokardinfarkt und schlechtem Koronarfluss nach perkutaner Intervention eine Behandlung mit GPIIb/IIIa-Inhibitoren einer Placebo-Therapie in Bezug auf den Reperfusionsschaden (mikrovaskuläre Obstruktion) überlegen ist.

LIPSIA-Conditioning Studie

Randomized Comparison of Combined Ischemic Pre- and Postconditioning versus Postconditioning versus Control in Patients with ST-Elevation Myocardial Infarction

 

 

Studie zum Vergleich des Ausmaß des geretteten Myokards mit kombinierter ischämischer Prä- und Post-Konditionierung versus ischämischer Postkonditionierung versus Kontrolle bei Patienten mit akutem ST-Hebungs-Myokardinfarkt die mittels primärer PCI reperfundiert werden.

 

Ausgewählte MRT Projekte

Titel

Hauptverantwortlicher

Prognostische Relevanz des neuen Funktionsmarkers linksventrikulärer Globaler Funktionsindex bei Patienten mit ST-Hebungsinfarkt

Eitel I, Thiele H

Inzidenz und Prädikotren von linksventriklären Thromben bei Patienten mit akut reperfundiertem Myokardinfarkt

Poess J, Eitel I

Prognostische Relevanz von Perikardergüssen im Rahmen von Myokardinfarkten

Jobs A, Eitel I

 

Ausgewählte Doktorarbeiten der Arbeitsgruppe

Doktorand

Thema

Blase Patrick

Prognostische Relevanz der neuen neuen Biomarker Growth Differentiation Faktor-15 und und Cystatin -C bei Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt

Jentzsch Phillipp

Prognostische Wertigkeit der Infarktheterogenität bei Patienten mit ST-Hebungsinfarkt

Baum Annett

Prognostischer Wert und Korrelation der ST-Strecken-Depression-Resolution mit dem Myokardschaden bei Patienten mit akutem ST-Hebungsinfarkt

Rommel Karl

Prognostische Relevanz der residuellen ST-Hebung bei Patienten nach ST-Hebungsinfarkt und deren Korrelation mit Markern der myokardialen Schädigung gemessen mittels kardialer Magnetresonanztomographie

Sünkel Henning

Prognostischer Wert der kardialen Magnetresonanztomographie bei Patienten mit ST-Hebungsinfarkt - Analyse der Parameter

 

linksventrikuläre Ejektionsfraktion, Infarktgröße, mikrovaskuläre Obstruktion und myokardialer „Salvage“ in einer multizentrischen Studie