Intensivmedizin

Bereichsleitung:
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Dr. med. Tobias Graf
Medizinische Klinik II (Kardiologie und Intensivmedizin)
Kommissarischer ärztlicher Leiter der Sektion Intensivmedizin
Telefon: 0451 / 500 - 4936  |  Fax: 0451 / 500 - 6437

 

 

Patienten mit Erkrankungen, die einer intensivierten Überwachung der körperlichen Funktionen in einem kritischen Zustand bedürfen, oder Patienten, die eine aufwändige Therapie brauchen, werden auf die Intensivstationen 12a1 oder 12a2 aufgenommen.

Hier stehen 17 Überwachungsbetten zur Verfügung, die von derzeit 12 Ärztinnen und Ärzten in einem Schichtbetrieb rund um die Uhr betreut werden. Die pflegerische Versorgung erfolgt mit einer Vielzahl von Fachkrankenschwestern und Fachkrankenpflegern für Intensivmedizin.

Die Intensivstation übernimmt Patienten mit schweren Störungen der lebenswichtigen Organfunktionen, verursacht durch akute Erkrankungen, Vergiftungen oder lebensbedrohlichen Infektionen.

So werden hier zum Beispiel viele Patienten, die nach Eingriffen an den Herzkranzgefäßen während einer Herzkatheteruntersuchung zur weiteren Stabilisierung ein weiteres Monitoring brauchen, überwacht. Dies bedeutet, das diese Patienten an eine zentrale Überwachungsanlage angeschlossen sind und frühzeitig Rhythmusstörungen des Herzens (z.B. Kammerflimmern) erkannt werden können. Neben einer solchen Überwachung brauchen Patienten, die mit einer akuten Herzerkrankung zu uns kommen (also z.B. einem Herzinfarkt oder Akutem Koronarsyndrom), häufig auch eine Vielzahl von kreislauf- und herzwirksamen Medikamenten, die über die vielen Injektionsautomaten kontrolliert und genauestens dosiert zugeführt werden können. Bei manchen anderen schweren Erkrankungen (z.B. Pneumonie oder Sepsis) sind auch sog. invasive Techniken zur Erhaltung der Lebensfunktionen wichtig. So müssen diese Patienten häufig maschinell beatmet werden. Um die Belastung für die Patienten möglichst gering zu halten, werden diese dazu in einen kontrollierten Schlafzustand versetzt (Analgosedierung) und über einen sog. Tubus beatmet. Aber auch Maßnahmen, wie z.B. eine Nierenersatztherapie (Dialyse), Elektroschock (Defibrillation), Schrittmacherstimulation oder kreislaufstützende Ballonpumpe (IABP) sind auf der Intensivstation möglich.

Dabei befindet sie sich mit der Technik und dem Wissen der Mitarbeiter auf aktuellem und höchstem Niveau. Als universitäre Einrichtung bemüht man sich auch unverstandene Probleme zu lösen und es wird die Intensivmedizin mit wissenschaftlichen Beiträgen und aktiver Beteiligung an der Ausbildung junger Intensivmediziner vorangebracht.

Wünschen Sie Kontakt für weitere Fragen oder Anregungen, so steht Ihnen der Ärztliche Leiter: Oberarzt Dr. T. Graf unter Tel. 0451/500-6000 zur Verfügung.