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Koronarfisteln

Koronarfisteln, arteriovenöse Fisteln (pulmonal oder systemisch) und Kollateralen (aortopulmonal oder veno-venös) sind seltene (ca. 0,3% aller Koronarangiographien) und sehr unterschiedliche, häufig angeborene Entitäten, die isoliert, bei angeborenen Herzfehlern oder seltenen Systemerkrankungen und Syndromen auftreten können. Zusätzlich können die Koronarfisteln auch erworben sein. Dem heterogenen anatomischen und hämodynamischen Spektrum entsprechend vielfältig sind die Symptome, die mit diesen atypischen Gefäßverbindungen einhergehen können. Eine wichtige Gemeinsamkeit besteht jedoch darin, dass eine Behandlung – das heißt, ein Verschluss der Gefäße – häufig perkutan, also minimal invasiv und für den Patienten wenig belastend im Rahmen einer Herzkatheteruntersuchung möglich ist. Seit über 10 Jahren besteht mit der interventionellen Therapie Erfahrung und bei erfolgreicher Therapie weisen die Patienten dann eine vergleichbare Lebenserwartung auf. Die Symptome können mit Angina, Erschöpfung und Dyspnoe vielfältig und unspezifisch sein. Neben einem sogenannten koronaren „Stealphänomen“ durch einen „Blutentzug“ aus der peripheren Koronarperfusion kann selten eine Rechtsherzinsuffizienz wie auch pulmonaler Hypertonus vergleichbar anderen Links-Rechts-Shunts entstehen.

Therapie, Ergebnisse

Zum Verschluss atypischer Gefäßverbindungen steht eine Vielzahl von Materialien wie Coils und Plugs zur Verfügung (Abb. 2). Die Ergebnisse nach Verschluss atypischer Gefäßmalformationen sind in der Regel sehr gut, meist ist ein vollständiger Verschluss möglich. Bei komplexen Anomalien mit multiplen Gefäßen profitieren die Patienten häufig aber auch von einer signifikanten Reduktion des Blutflusses.

Patientenauswahl

Die Seltenheit der Erkrankungen und die ausgeprägte Variabilität der Befunde erfordert eine genaue Diagnostik zur Beurteilung der Behandlungsbedürftigkeit und der optimalen therapeutischen Strategie in einem spezialisierten Team aus spezialisierten Kardiologen, Herzchirurgen, Angiologen und Gefäßchirurgen.

Referenzen

  • Vijayalakshmi IB, Narasimhan C, Agarwal A. Transcatheter closure of left coronary cameral fistula with Amplatzer duct occluder II. J Invasive Cardiol. 2013 May;25(5):265-7.Fifer MA, Sigwart U. Controversies in cardio-vascular medicine. Hypertrophic obstructive cardiomyopathy: alcohol septal ablation. Eur Heart J. 2011;32(9):1059-1064.
  • Gowda ST, Latson LA, Kutty S et al. Intermediate to long-term outcome following congenital artery fistulae closure with focus on thrombus formation. Am J Cardiol 2011;107:302-308.

 

KoronarfistelAbbildung 1: Bild einer Koronarfistel vom Hauptstamm entspringen

 

AmplatzerAbbildung 2: Amplatzer Vascular Plugs zum Fistelverschluss, rechts im Koronargefäß, links Device SJM

 

Ansprechpartner

Eitel_Ingo

  

PD. Dr. med. Ingo Eitel

Medizinische Klinik II
Kommissarischer Direktor