Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Infos für Ärzte > Untersuchungen + Therapien > Kardiologische Basisdiagnostik

Kardiologische Basisdiagnostik

EKG

Das Elektrokardiogramm, kurz EKG genannt, ist eine altbewährte Methode der kardialen Diagnostik. Dieses Verfahren zeichnet die Herzspannungskurven in Ruhe auf. Jede Herzmuskelfaser wir durch elektrische Energie - ausgehend vom Taktgeber des Herzens (Sinusknoten) - erregt, sodass sie sich anschließend zusammenzieht (kontrahiert). Aus der Erregung aller Herzmuskelfasern lässt sich eine Spannung auf der Körperoberfläche ableiten. In Abhängigkeit von der Zeit wird ein sogenanntes 12-Kanal-EKG abgeleitet, aus dem der Arzt Hinweise auf verschiedene Herzerkrankungen, Durchblutungsstörungen und Rhythmusstörungen bekommen kann.

Jährlich werden in etwa 8500 Ruhe-Elektrokardiogramme durchgeführt. Die Daten werden in unserem klinikeigenen Informationssystem gespeichert. Von dort aus kann jeder Klinikarzt die Daten abrufen. Damit können auch Elektrokardiogramme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgezeichnet wurden, direkt verglichen werden und dem behandelnden Arzt wertvolle Informationen geben.

Untersuchungsablauf: Das Ruhe-EKG wird im Liegen angefertigt. Dem Patienten werden bei freiem Oberkörper insgesamt 12 Elektroden durch Unterdruck angelegt. Nach wenigen Sekunden hat das Gerät die Spannungen ausgelesen, und die Untersuchung ist beendet.

Belastungs - EKG

Das Belastungs-EKG zeichnet die Herzspannungskurven unter körperlicher Belastung auf. Dabei kommt in unserer Klinik das Fahrradergometer zum Einsatz. Diese Methode gehört zur kardiologischen Basisdiagnostik der koronaren Herzerkrankung (Verengung der Herzkranzgefäße). Das technische Prinzip entspricht dem des Ruhe-EKGs. Dabei wird auf die Symptomatik des Patienten und auf Veränderungen des EKG geachtet. Spezifische Veränderungen zeigen Durchblutungsstörungen in bestimmten Bereichen des Herzens an. Mit dem Belastungs-EKG können auch der Blutdruck und das Auftreten von Herzrhythmusstörungen unter Stressbedingungen beurteilt werden.

Jährlich führen wir ca. 1800 Belastungs-EKGs durch. Die Daten werden in unserem klinikeigenen Informationssystem gespeichert. Von dort aus kann jeder Klinikarzt die Daten abrufen. Damit können auch Belastungs-Elektrokardiogramme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgezeichnet wurden, direkt verglichen werden und dem behandelnden Arzt wertvolle Informationen geben.

Untersuchungsablauf: Der Patient setzt sich auf das Fahrradergometer mit entkleidetem Oberkörper. Festes Schuhwerk und sportliche Kleidung sind von Vorteil. Anschließend erfolgt die Anlage der Elektroden entsprechend dem Ruhe-EKG. Daraufhin wird zunächst ein Ruhe-Blutdruck und ein Ruhe-EKG registriert. Anschließend erfolgt eine stufenweise Belastung nach definiertem Schema - je nach Geschlecht, Körpergröße, Alter und Konstitution. Während dieser Belastung wird kontinuierlich ein EKG abgeleitet, ebenso werden regelmäßig Blutdruckwerte bestimmt. Dabei beobachtet der Arzt den Zustand des Patienten (Schwitzen, Luftnot) und fragt regelmäßig nach dessen Befinden. Die Untersuchung wird solange fortgeführt, bis eines der festgelgten Abbruchkriterien erreicht ist. Eine Ausbelastung ist ausdrücklich erwünscht - soweit möglich. Nach Ende der Belastung werden weiterhin EKG und Blutdruckwerte registriert, bis der Ausgangszustand wieder erreicht ist.

Langzeit - EKG

Das Langzeitelektrokardiogramm, kurz LZ-EKG oder Holter-EKG genannt, dient der kontinuierlichen Aufzeichnung der Herzspannungskurve über einen Tag. Da bestimmte Formen von Herzrhythmusstörungen nur kurze Zeit auftreten, können diese oftmals durch ein normales Ruhe-EKG nicht diagnostiziert werden. Im Gegensatz dazu liefert die LZ-EKG-Aufzeichnung häufig den Nachweis von Herzrhythmusstörungen, die nach ihrer Ursache eingeteilt werden (z.B. Störungen im Reizleitungssystem oder Reentrymechanismen). Eine weitere Indikation ist die Abklärung von Ohnmachtsanfällen (Synkopen). Der Arzt kann feststellen, ob Blockierungen der elektrischen Erregung oder sehr schnelle Erregungen aus der Herzkammer vorliegen und dann ggf. eine entsprechende Therapie einleiten. Auch ohne Symptomatik des Patienten ist das LZ-EKG ein wichtiger Bestandteil der kardialen Routinediagnostik. Ist z.B. in der Vorgeschichte ein Herzinfarkt aufgetreten, führt man LZ-EKG-Untersuchungen zum Nachweis von schweren Herzrhythmusstörungen aus der Herzkammer durch. Neben der Diagnostik wird mit dem LZ-EKG auch die medikamentöse Therapie von Herzrhythmusstörungen kontrolliert.

Jährlich führen wir in unserer Abteilung ca. 1100 Langzeit-EKG-Untersuchungen durch. Die Daten werden in unserem klinikeigenen Informationssystem gespeichert. Von dort aus kann jeder Klinikarzt die Daten abrufen. Damit können auch LZ-Elektrokardiogramme, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten aufgezeichnet wurden, direkt verglichen werden und dem behandelnden Arzt wertvolle Informationen geben.

Untersuchungsablauf: Zu Beginn der Untersuchung werden 5 Elektroden auf dem entkleideten Oberkörper befestigt und mit einem 5 x 10 x 3 cm großen Recorder verbunden. Mit Hilfe eines Tragesystems wird der Recorder nahe dem Körper positioniert. Mit diesem Gerät geht der Patient nach Hause und geht seinen alltäglichen Beschäftigungen nach. Nach 24 Stunden stellt sich der Patient wieder vor, das Gerät wird abgeschaltet und abgebaut. Anschließend werden die Daten in den Computer eingelesen und von einem Arzt ausgewertet.

Langzeit - Blutdruckmessung

Die ambulante Langzeit-Blutdruckmessung ist eines der Basisuntersuchungen zur Erst- und Folgediagnostik eines Bluthochdruckes. Im Gegensatz zur Gelegenheitsblutdruckmessung werden in einem festgelegten Intervall viele Messungen über den Tagesverlauf durchgeführt, d.h. der Blutdruck wird unter normalen Alltagsbedingungen gemessen. Diese Methode gibt sehr genaue Informationen über den Blutdruckverlauf über den ganzen Tag, sodass auch Bluthochdruckphasen, die nur nachts vorkommen, entdeckt werden. Die Sicherheit, mit dieser Methode einen Bluthochdruck auszuschließen oder neu zu diagnostizieren, ist verhältnismäßig hoch. Falls ein Bluthochdruck vorliegt, ist eine Beurteilung des Schweregrades möglich, sodass die entsprechende weiteren Diagnostik und medikamentöse Behandlung eingeleitet werden können. Wenn die bisherige Therapie zur Bluthochdruckeinstellung nicht ausreicht, werden die gewonnenen Daten zu Vergleichszwecken nach einer Umstellung auf weitere oder andere Präparate herangezogen.

Untersuchungsablauf: Zu Beginn der Untersuchung wird eine Blutdruckmanschette am Oberarm auf Herzhöhe befestigt und mit einem 5 x 10 x 3 cm großen Recorder verbunden. Mit Hilfe eines Tragesystems wird der Recorder nahe dem Körper positioniert. Mit diesem Gerät geht der Patient nach Hause und geht seinen alltäglichen Beschäftigungen nach. Nach 24 Stunden stellt sich der Patient wieder vor, das Gerät wird abgeschaltet und abgebaut. Anschließend werden die Daten in den Computer eingelesen und von einem Arzt ausgewertet.

Carotis-Sinus-Druckversuch

Diese Untersuchungsmethode führen wir dann durch, wenn Patienten über einen kurzzeitigen Bewusstseinsverlust, vor allem nach Bewegungen im Kopf-Hals-Bereich berichten. Zunächst wird eine Duplexsonographie der hirnversorgenden Arterien durchgeführt. Sind in dieser Untersuchungen schwere arteriosklerotische Veränderungen ausgeschlossen, kann eine Massage des sogenannten Sinus caroticus erfolgen. Ein pathologischer Test ist es dann, wenn die Herzfrequenz unter der Massage deutlich abnimm, oder das Herz gar ganz aussetzt. Liegt die damit diagnostizierbare Krankheit eines "hypersensitiven Karotissinus" vor, kann dies zum einen die Ursache eines unklaren Bewusstseinsverlustes sein, und zum anderen stehen therapeutische Verfahren wie z.B. ein Einbau eines Herzschrittmachers zur Verfügung.

Untersuchungsablauf: Auch diese Untersuchung wird im Liegen durchgeführt. Zunächst erfolgt das Befestigen der Elektroden eines Ruhe-EKG wie oben beschrieben. Anschließend erfolgt die Ableitung eines Ruhe-EKG. Nun wird durch leichte Massage Druck auf den Karotissinus neben dem Kehlkopf ausgeübt. Dadurch wird speziellen Nervenendigungen, den Barorezeptoren in der Wand des Karotissinus, eine Blutdruckerhöhung signalisiert und einem Nerv, dem Nervus vagus, gemeldet, so dass Blutdruck und Puls reflektorisch abfallen, manchmal bis hin zum Herzstillstand. Während dieser Untersuchung erfolgt die gesamte Zeit über die Aufzeichnung eines EKG.