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Thromboembolische Erkrankungen

Assoziationen zwischen genetischen Polymorphismen, Grunderkrankungen und Umwelteinflüssen für die Entstehung und Verlauf von thromboembolischen Erkrankungen bei Kindern und deren Kernfamilie [Kohortenstudien]

 

Hintergrund

Venöse und thromboembolische Gefäßverschlüsse [VTE] im Kindesalter sind selten und treten mit einer jährlichen Inzidenz von 5.1 auf 100.000 [erste Lebensjahr] bis 5.3 auf 10.000 [ältere Kinder] auf. Risikofaktoren sind einerseits erworben, wie z.B. zentrale Venenkatheter, Malignome, Infektionen und andererseits die genetische Veranlagung. Wie Untersuchungen aus den letzten Jahren zeigen, können Thrombosen im Kindes- und Jungendalter asymptomatisch aber auch je nach Lokalisation und Ausdehnung lebensbedrohlich verlaufen. Postthrombotische Syndrome [PTS] treten in bis zu 70% der Fälle im weiteren Verlauf der Erkrankung auf. Ziel der Therapie der VTE im Kindes- und Jugendalter sind die Wiedereröffnung des betroffenen Gefäßes, die Verhinderung des weiteren Thrombuswachstums und eines erneuten Gefäßverschlusses sowie der Verhinderung des PTS. Kontrollierte Studien zu Diagnostik und Therapie gibt es bisher nur wenig. Weltweit werden Kinder und Jugendliche nach adaptierten Therapieleitlinien für Erwachsene behandelt. Wegen der niedrigen Inzidenz und der dadurch bedingte nun zureichenden Erfahrung mit diesem Krankheitsbild und den vielfach zu berücksichtigenden individuellen Besonderheiten der Patienten wurden als Grundvoraussetzung für die Durchführung von Studien im Kindesalter mit nachfolgender Therapieoptimierung internationale vergleichbare Studienendpunkte erstellt [1,2]. Diese erfassen sowohl die bildgebenden diagnostischen Verfahren, wie auch die Festlegung der minimal zu erfolgenden Labordiagnostik unter Berücksichtigung des jeweils ethnischen Hintergrundes. Ein Schwerpunkt unserer Forschung liegt in der Erfassung von  Assoziationen zwischen genetischen Polymorphismen, Grunderkrankungen und Umwelteinflüssen für die Entstehung und Verlauf von thromboembolischen Erkrankungen bei Kindern und deren Kernfamilie [3-5].

Folgende klinisch orientierte aktuelle Teilprojekte werden von uns in multizentrischen internationalen Studien durchgeführt.

Erfassung der Häufigkeit

  • eines VTE Rezidivs nach Ersterkrankung im Kindesalter
  • eines PTS nach Ersterkrankung im Kindesalter
  • weiterer symptomatischer VTE bei bisher nicht betroffenen Familienangehörigen [Kernfamilie]
  1. Mitchell LG, Goldenberg NA, Male C, Kenet G, Monagle P, Nowak-Göttl U; Perinatal and Paediatric Haemostasis Subcommittee of the SSC of the ISTH.Definition of clinical efficacy and safety outcomes for clinical trials in deep venous thrombosis and pulmonary embolism in children. J Thromb Haemost. 2011 Sep;9(9):1856-8
  2. Monagle P, Chan AK, Goldenberg NA, Ichord RN, Journeycake JM, Nowak-Göttl U, Vesely SK; American College of Chest Physicians. Antithrombotic therapy in neonates and children: Antithrombotic Therapy and Prevention of Thrombosis, 9thed: American College of Chest Physicians Evidence-Based Clinical Practice Guidelines. Chest. 2012 Feb;141(2 Suppl):e737S-801S.
  3. Kenet G, Aronis S, Berkun Y, Bonduel M, Chan A, Goldenberg NA, Holzhauer S,Iorio A, Journeycake J, Junker R, Male C, Manco-Johnson M, Massicotte P, Mesters R, Monagle P, van Ommen H, Rafini L, Simioni P, Young G, Nowak-Göttl U. Impact of persistent antiphospholipid antibodies on risk of incident symptomatic thromboembolism in children: a systematic review and meta-analysis. Semin Thromb Hemost. 2011 Oct;37(7):802-9.
  4. Nowak-Göttl U, Fiedler B, Huge A, Niederstadt T, Thedieck S, Seehafer T, Stoll M. Plasma glutathione peroxidase in pediatric stroke families. J Thromb Haemost. 2011 Jan;9(1):33-8.
  5. Holzhauer S, Goldenberg NA, Junker R, Heller C, Stoll M, Manner D, Mesters R, Krümpel A, Stach M, Nowak-Göttl U. Inherited thrombophilia in children with venous thromboembolism and the familial risk of thromboembolism: an observational study. Blood. 2012 May 11. [Epub ahead of print] PubMed PMID: 22581447.