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Unfallchirurgie und Orthopädie

In der Unfallchirurgie und Orthopädie hat sich die Benutzung intraoperativer Navigation bereits seit langem etabliert. Unter navigierter oder auch computer-assistierter Chirurgie versteht man den Einsatz von Kamera- oder Röntgengestützten Systemen, die dem Operateur während der OP behilflich sind, z.B. bei der optimalen Positionierung eines Implantates.
Mit dieser Technik  können komplexe Eingriffe besser geplant und über weichteilschonende Zugänge durchgeführt werden. Daneben erfolgen viele Eingriffe heute unter mikroskopischer Kontrolle. Auch laparoskopische Techniken für Eingriffe an der Brustwirbelsäule haben zu einer Verringerung des Operationstraumas geführt.

Da Vinci-Chirurgiesystem
Es ist das Ziel unserer aktuellen Forschung, diese Entwicklungen im Rahmen des Kurt-Semm-Zentrums voranzutreiben. In der Allgemeinchirurgie, Urologie und Gynäkologie hat sich das da Vinci-Verfahren etabliert, bei dem komplexe operative Eingriffe roboter-assistiert und damit sehr präzise ausgeführt werden können. Das Gerät ermöglicht neben sehr feinen Manipulationen vor allem eine deutliche Verbesserung der Visualisierung des Operationsfeldes.
Auch für orthopädische und unfallchirurgische Eingriffe im Bereich schwieriger Operationsgebiete, wie der thorakalen und lumbalen Wirbelsäule, soll eine erste präklinische Entwicklung von Techniken mit dem da Vinci-System stattfinden.

Roboter-assistierte Navigationssysteme
Eine weitere Entwicklung auf dem Gebiet der computer-assistierten Verfahren stellen Kombinationen von Navigationssystem und chirurgischen Instrumenten dar. Vor allem in den USA sind in Orthopädie und Unfallchirurgie inzwischen roboter-assistierte Frässysteme etabliert, die es erlauben, die Prothesenimplantation am Knie und an der Hüfte deutlich zu verbessern. Durch die Kombination von dreidimensionaler Navigation und ärztlich kontrollierten Bewegungen einer Roboterfräse kann die Kontaktfläche zwischen Implantaten und Knochen sowie die Ausrichtung einer Prothese exakt geplant und umgesetzt werden. Dies erscheint insbesondere wichtig, da die Erfahrung aus den vergangenen 25 Jahren zeigt, dass ein Großteil der Revisionseingriffe, d. h. Folgeoperationen bei Hüft- und Knieendoprothetik auf Fehler bei der Implantation zurückzuführen ist. Auch solche roboter-assistierten Techniken werden im Rahmen des Kurt-Semm-Zentrums erforscht und klinisch eingesetzt.