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Forschungsschwerpunkte

Experimentelle Forschung

Das Labor der Arbeitsgruppe „Experimentelle Neurochirurgie“ ist entsprechend der Sicherheitsstufe 2 nach Gentechnik- und Biostoffverordnung ausgestattet, nach Qualitätsmanagement zertifiziert und besteht neben der Leitung (Prof. Dr. Dr. Held-Feindt) aus mehreren MTAs, einer wechselnden Anzahl von naturwissenschaftlichen / medizinischen Doktoranden(innen) / Masterstudenten(innen) sowie forschungsaktiven ärztlichen Kollegen/innen (Clinical Scientist). Um eine kliniknahe translationale Forschung durchzuführen kommen verschiedenste modernste zell-, molekular- und proteinbiochemische in vitro und in vivo Methoden zum Einsatz.

Schwerpunkt Tumoren

Ein Arbeitsschwerpunkt der Arbeitsgruppe „Experimentelle Neurochirurgie“ besteht darin, die Pathophysiologie von Glioblastomen, hochmalignen hirneigenen Tumoren, aber auch von Hirnmetastasen verschiedener Entitäten besser zu verstehen. Der Fokus der Untersuchungen liegt unter anderem darauf, die funktionelle und biologische Bedeutung verschiedener Tumorzell-Subpopulationen (z.B. ruhende „dormante“ Tumorzellen oder Tumorstammzellen) genauer zu untersuchen, aber auch ihre Interaktion mit umgebenden Stroma-Zellen (z.B. Mikrogliazellen als Tumor-infiltrierende Immunzellen) zu analysieren. Von besonderem Interesse ist hierbei die Rolle von Cyto- und Chemokinen sowie anderen inflammatorischen Mediatoren, welche direkte Einflüsse auf die Progression verschiedener Tumoren ausüben. Auch werden intensiv alternative Therapeutika und neuartige Möglichkeiten deren - möglichst nebenwirkungsarmen - Applikation untersucht.

Schwerpunkt Spinales Trauma

Ein weiterer Schwerpunkt der Arbeitsgruppe „Experimentelle Neurochirurgie“ besteht in der Erforschung sekundärer Schadenskaskaden nach spinalem Trauma. So beschränken sich bei spinalen Dysraphien, dem sogenannten „offenen Rücken“, die Therapiemöglichkeiten auf die chirurgische Rekonstruktion der Fehlbildung. Daher wird z.B. die Rolle inflammatorischer und neuroprotektiver Mediatoren im Plakodengewebe untersucht um potenzielle Therapieansätze zu identifizieren. Auch bei geschlossenen Fehlbildungen kann es zu einem sogenannten „Tethering“ des Rückenmarkes kommen, daher werden unter anderem molekulare Mediatoren, die für das Anheften nervaler Strukturen eine Rolle spielen, betrachtet.

Schwerpunkt Funktionelle Neurochirurgie

Schließlich werden in einem weiteren Forschungsschwerpunkt der Arbeitsgruppe „Experimentelle Neurochirurgie“ verschiedene zelluläre Mechanismen und Effekte der tiefen Hirnstimulation (THS) analysiert. Die THS selbst ist hierbei ein etabliertes Therapieverfahren zur symptomatischen Behandlung von verschiedenen Bewegungsstörungen. Vor dem Hintergrund, dass entzündliche Prozesse bei vielen neurodegenerativen Erkrankungen eine große Rolle spielen, soll speziell der Einfluss der elektrischen Stimulation auf verschiedenste Entzündungsmediatoren und unter entzündlichen Bedingungen sowie ein möglicher Einsatz von neuroprotektiven und antiinflammatorischen Substanzen untersucht werden.

Kooperationen bestehen u.a. zu:

Neben vielfältigen Kooperationen zu einer Vielzahl von Kliniken und Instituten des UKSH und der CAU zu Kiel (z.B. Institute für Anatomie / Pathologie / Experimentelle Tumorforschung / Immunologie; Kliniken für Neurologie / Radiologie und Neuroradiologie etc.) bestehen auch enge Anbindungen an die Technische Fakultät der CAU zu Kiel sowie zahlreiche überregionale und internationale Kooperationen (z.B. Max-Planck-Institut für Evolutionsbiologie Plön; Asklepios Klinik Sankt Augustin, Abteilung Kinderneurochirurgie; Klinik für Neurochirurgie, LMU München; Max Delbrück Zentrum für Molekulare Medizin Berlin, Zelluläre Neurowissenschaften).

Leiterin experimentelle Forschung

Bild von Janka Held-Feindt
Prof. Dr. Dr. Janka Held-Feindt
Klinik für Neurochirurgie
Leiterin des Molekularbiologischen Labors
Telefon Kiel: 0431 500-23679 | Fax: -23678

 

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