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EU-geförderte Forschungsprojekte: Biologie der kindlichen Leukämie

Ein Forschungsschwerpunkt der Universitätskinderklinik in Kiel ist die kindliche akute lymphoblastische Leukämie. Trotz inzwischen hoher Heilungsraten sind die verbleibenden Fälle eine Herausforderung: Sie sind selten und die Besonderheiten der Erkrankung nicht vollständig verstanden. Hier werden neue Therapieansätze benötigt, die auf einem Verständnis des Zusammenwirkens von Leukämietyp und individuellem Patienten aufbauen.

Ziel der Forschung ist es zum einen, so genannte prädiktive Biomarker zu finden. Dies sind molekulargenetische Charakteristika der Leukämiezellen, die eine Vorhersage über den Verlauf der Erkrankung erlauben. Einige dieser gefundenen Faktoren korrelieren mit schlechterem Ansprechen auf die Therapie oder mit erhöhtem Rückfallrisiko. Diese Erkenntnisse sollen in der Entwicklung und Validierung verbesserter Therapiestrategien im Rahmen von klinischen Studien Eingang finden. Basis dieser Forschung ist ein großer Bestand an Blut- und Knochenmarksmaterial an der Kinderklinik und an kooperierenden Instituten, das im Rahmen der klinischen Studien AIEOP-BFM ALL 2009 und BFM-ALL 2000 gewonnen wurde. Daneben arbeitet das Kieler Forscherteam mit seinen Partnern daran, durch IT-gestütztes Zusammenführen biologischer, molekulargenetischer und medizinischer Daten von Patient und Leukämie Modelle der Erkrankung und passende Therapien zu entwickeln.

Die Universitätsklinik Kiel ist seit Anfang 2011 an zwei Forschungskonsortien auf europäischer Ebene beteiligt:

ENCCA (European Network for Cancer Research in Children and Adolescents)

Ziel des Exzellenznetzwerkes ENCCA ist es, die klinische und angewandte Forschung zu Krebs bei Kindern in Europa zu strukturieren, um die Durchführung klinischer Studien zu erleichtern. Ein Schwerpunkt ist die Entwicklung von Therapiestrategien, die sich an der individuellen Biologie der Leukämie orientieren. Die Universitätskinderklinik Kiel beteiligt sich in diesem Projekt an der Forschungskoordination sowie an der Leitung eines Arbeitspaketes zur Verbesserung von Therapiestrategien für Leukämien durch neue prädiktive Biomarker.

www.encca.eu

 

p-medicine (personalised medicine)

Durch das Zusammenführen biologischer und medizinischer Kenntnisse werden hier Computer-Simulations-Modelle entwickelt, die erlauben, das Ansprechen auf Therapien vorherzusagen und neue Perspektiven für Therapiestrategien zu entwickeln. Das Team der Kieler Forscher wird anhand der klinischen und molekularen Daten beider oben genannten klinischen Studien Modelle der kindlichen Leukämie mitentwickeln und testen.

www.p-medicine.eu

 

Beide Projekte werden bis Ende 2014 von der EU gefördert.

wissenschaftliche Ansprechpartner

  • Prof. Dr. Martin Schrappe
  • Prof. Dr. Martin Stanulla
  • PD Dr. Gunnar Cario