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Frakturheilung

Die Frakturheilung ist ein sequentieller Prozess, der nach Knochenverletzungen auftritt und vermutlich den Vorgang der embryonalen Chondrogenese und Osteogenese rekapituliert. Der Vorgang der Frakturheilung setzt sich aus drei Phasen zusammen: Entzündung, Kallusbildung und Knochenwiederaufbau. Diese Mechanismen sorgen für eine stabile Knochenheilung, im Fall ihres Versagens kann es zur Ausbildung von Pseudarthrosen kommen. Im klinischen orthopädischen und unfallchirurgischen Alltag sind diese Erkrankungen mit erhöhtem Versorgungsaufwand und chronischen Krankheitsverläufen verbunden. Gegenstand der Untersuchungen ist der Einfluss verschiedener Faktoren auf die Knochenbruchheilung. In einem Mausfrakturmodell werden die Früh- und Spätphase der Knochenbruchheilung computertomografisch, immunhistologisch und biomechanisch analysiert.

  • Förderung durch die CAU Kiel und die AO Deutschland

Ansprechpartner

Bild von Sebastian Lippross
Prof. Dr. Sebastian Lippross
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie
Stellvertretender Klinikdirektor, Schwerpunkt Wirbelsäulendeformitäten, Beckenchirurgie und Kinderorthopädie
Telefon Kiel: 0431 500-20827

 

Ein weiteres Schwerpunktthema befasst sich mit der Erschließung neuer Behandlungsmethoden für kritisch große Knochendefekte, die im klinischen Alltag der Unfallchirurgen nach wie vor eine Herausforderung darstellen. Kritische Knochendefekte zeichnen sich dadurch aus, dass sie auf Grund ihrer Größe mit der üblichen Schonung nicht mehr verheilen können. Um diesem Problem entgegen zu treten, konzentriert sich die Forschung unter anderem auf die Verwendung zellbesiedelter Biomaterialien, die als Brücke zwischen den Enden kritischer Knochendefekte eingesetzt werden. Biomaterialien, besiedelt mit Knochenvorläuferzellen mesenchymalen Ursprungs, konnten ihr regeneratives Potential bereits im Tiermodell beweisen. Da die Isolation mesenchymaler Stammzellen aus Knochenmark-Aspiraten jedoch Risiken für den Patienten mit sich bringen kann, ist die Erschließung alternativer Zell-Quellen klinisch höchst relevant. Eine Möglichkeit könnten minimal invasiv gewonnene und umprogrammierte weiße Blutzellen darstellen, die über parakrine Mechanismen eine beschleunigte Osteogenese induzieren könnten. Ob und wie diese Zellen zur Knochenregeneration beitragen wird derzeit unter Verwendung zellbiologischer, molekularbiologischer, immunhistochemischer und radiologischer Untersuchungsverfahren sowohl in vitro als auch im Tiermodell der Ratte untersucht.

Förderung durch die CAU Kiel und die AO Deutschland

Ansprechpartner

 

Dr. Yang Shi
Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie