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Station 5

Haus 5Behandlung psychotischer Störungen, Kriseninterventionen, Notfallambulanz

Dr. Matthias Anlauf, Oberarzt

Anmeldung zur stationären Behandung:
Telefon: 0451 / 500-2910 

neu ab 01.10.2016: 0451/500-98710

Stationsflyer [pdf]



Stationskonzept

Das Behandlungsangebot der Station 5 richtet sich an akut erkrankte Frauen und Männer, die an einer psychischen Störung leiden oder die aufgrund anderer Umstände in eine persönliche Krise geraten sind. Neben psychotherapeutischen Ansätzen wird auf eine nebenwirkungsarme und effektive Pharmakotherapie Wert gelegt.

Der Behandlungsschwerpunkt der Station 5 liegt auf psychotischen Erkrankungen. Darüber hinaus kann eine Krisenintervention auf einer geschützten Station auch im Rahmen anderer, komplizierter Krankheitsverläufe hilfreich und notwendig sein.

Zum Behandlungsteam gehören neben den ärztlichen und pflegerischen Therapeuten Mitarbeiter aus dem Sozialdienst, der Ergotherapie und der Krankengymnastik. Es finden tägliche Visiten durch die Ärzte der Station statt sowie einmal wöchentlich eine Oberarztvisite.

Ziele der Behandlung

  • Psychotische Erkrankungen
    Psychosen können durch verändertes Denken, Sinnestäuschungen, Stimmenhören und unrealistische Überzeugungen gekennzeichnet sein. Manche Betroffene glauben, ihre Gedanken würden laut werden oder andere könnten diese beeinflussen. Manchmal kommt es für den Betroffenen selbst oder für sein Umfeld zu bedrohlichen Situationen.
    Ziel der Behandlung ist es zunächst, dass der Betroffene die Möglichkeit bekommt, zur Ruhe zu finden. Dabei hat sich der zeitnahe Beginn einer psychotherapeutischen und medikamentösen Behandlung, die in enger Absprache mit dem Patienten und in Hinblick auf seine Bedürfnisse angepasst wird, als begünstigend für den gesamten Krankheitsverlauf erwiesen. Eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien belegen, dass die Schwere des Krankheitsverlaufes von der Dauer der unbehandelten Phasen abhängt.
    Im Rahmen der Gruppentherapie für Patienten mit einer psychotischen Erkrankung haben die Teilnehmer die Möglichkeit, Erfahrungen auszutauschen, die durch ärztliche und psychologische Informationen über die Hintergründe und Behandlungsmöglichkeiten ergänzt werden. Unser Anliegen ist es, die Teilnehmer darin zu unterstützen, Spezialisten ihrer Erkrankung zu werden. Dazu gehören das Erkennen von Alarmzeichen für eine erneute psychotische Episode, die Erstellung von Notfallplänen und die krankheitsgerechte Strukturierung des Lebensumfeldes. Darüber hinaus werden Informationen über Wirkungsweise und Bedeutung von Medikamenten und Hinweise zum Umgang mit Stresssituationen gegeben. In jede Therapiestunde sind Übungen zur Konzentration, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung von Alltagssituationen und Kommunikationsfähigkeit integriert. Ergänzt werden diese durch ein spezielles Hirnleistungstraining.
    Zweimal jährlich bieten wir für Angehörige von Patienten mit Psychosen eine Veranstaltungsreihe über 8 x 2 Stunden an, in denen diese sich über verschiedene Aspekte der Erkrankung informieren und austauschen können.
  • Schwere depressive und manische Erkrankungen
    Im Verlauf von depressiven und manischen Episoden können schwerwiegende Symptome wie wahnhafte Überzeugungen z.B. zu verarmen, Antriebsstarre, Gedankenhemmung, Suizidpläne oder ein stark gesteigertes Selbstwertgefühl, Größenideen und Denkstörungen mit Gedankenrasen auftreten.
    Ziel der Behandlung ist zunächst die Abwendung akuter Gefahren. In Absprache mit dem Patienten wird daher eine medikamentöse und psychotherapeutische Behandlung eingeleitet. Im Anschluss an die akute Phase kann die Verlegung auf eine der Spezialstationen für depressive Störungen erfolgen oder die Patienten können die Depressionsgruppe besuchen, in der Kenntnisse über die Erkrankung, antidepressive und phasenprophylaktisch wirksame Medikamente vermittelt werden. Darüber hinaus werden kognitiv-verhaltenstherapeutische Techniken eingeübt und individuelle Notfallpläne erarbeitet.
    Bei sehr schweren, mit Wahnsymptomen einhergehenden Verläufen einer Depression ist in Einzelfällen auch eine Behandlung mittels Elektrokrampftherapie möglich.

Therapieangebote

  • Einzelgespräche
    Die Einzeltherapie ist störungsspezifisch nach kognitiv-verhaltenstherapeutischen Konzepten aufgebaut und findet regelmäßig in individueller Absprache mit den Therapeuten statt. In schwierigen Therapiephasen kann die Anzahl der Therapiesitzungen erhöht werden.
  • Gruppentraining sozialer Kompetenzen (GSK)
    für Patienten mit Schwierigkeiten beim Bewältigen von sozialen Alltagssituationen.
  • Sozialdienst
    Angebot einer umfassenden Hilfe und Unterstützung bei sozialen Problemen, Angehörigenberatung und der Nachsorge. Ziel ist die Bahnung und Vermittlung ambulanter und stationärer Weiterbehandlungsangebote und die Zusammenarbeit mit nachsorgenden Institutionen (z.B. Tagesstätten oder therapeutische Wohneinrichtungen).
  • Ergotherapeutische Angebote
    Ergotherapie: Arbeiten mit verschiedenen Materialien in der Gruppe zur Förderung von Kreativität und Eigenverantwortung sowie zur Schulung von Ausdauer und Konzentration.
    Aktivitäten des täglichen Lebens (ADL): gezielte Einzelförderung zum Einüben von Alltagsfertigkeiten und Alttagsgestaltung.
    Hirnleistungstraining (HLT): Training für Patienten mit Einbußen in den Bereichen Auffassung, Merkfähigkeit und Konzentration.
    Arbeitstraining: Übung und Steigerung der Arbeitsfähigkeit in den Bereichen Garten, Holzwerkstatt, Büro und Hauswirtschaft.
  • Sport und Bewegungsangebote
    - Einzel- und Gruppengymnastik
    - Ausdauer-Lauftraining nach individuellem Übungsplan und Nordic-Walking
    - Rückenschule zur gesunden Körperhaltung und zur Stärkung der Rückenmuskulatur
    - Angstsportgruppe: Spezielle Übungen, die sich auf die körperliche Symptomatik bei Angsterkrankungen beziehen
    - Progressive Muskelentspannung nach Jacobson

Ausstattung der Station

Die Station umfasst 18 Betten (1- bis 4-Bett-Zimmer). Den Patienten stehen ein Gruppenraum, ein Aufenthaltsraum, eine Gartenanlage und Möglichkeiten zu individueller Gestaltung der therapiefreien Zeit zur Verfügung.

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Aufnahmemodus

Die Aufnahme der Patientinnen und Patienten erfolgt durch die Vermittlung und Überweisung von Psychiatern, Psychotherapeuten, niedergelassenen Allgemeinärzten und Ärzten anderer Fachrichtungen.