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Endourologie

Unter Endourologie versteht man diagnostische und therapeutische Eingriffe, bei denen der Arzt mit Hilfe optischer Instrumente die natürlichen Zugänge zum Körperinneren nutzt. Im Allgemeinen wird der Patient hierbei nur wenig belastet und erholt sich schnell.

Mit endourologischen Eingriffen werden z.B. Nieren- und Blasensteine behandelt, Nierenstauungen behoben, Eingriffe an Prostata, Blase oder Harnröhre vorgenommen. Die Klinik für Urologie und Kinderurologie bietet ein breites Spektrum endourologischer Eingriffe an.

Ansprechpartner


Bild von Moritz Hamann
Dr. Moritz Hamann
Klinik für Urologie und Kinderurologie
Oberarzt

 

Bild von Dithild-Angelika Melchior
Dr. Dithild-Angelika Melchior
Klinik für Urologie und Kinderurologie Kiel
Stellv. Direktorin, Geschäftsführende Oberärztin
Telefon Kiel: 0431 500-24805 | Fax: -24814

 

Diagnostische Verfahren


Blasenbiopsie

Ein mit Kamera und Lichtquelle ausgestatteter Schlauch, das Endoskop, wird vorsichtig in die Blase eingeführt. Durch einen Arbeitskanal innerhalb des Endoskops kann der Arzt kleine Instrumente durch den Schlauch einführen und so Gewebeproben entnehmen. Dabei verfolgt und steuert er die gesamte Biopsie über einen Bildschirm.

Blasenspiegelung (Zystoskopie, fluoreszenzgestützt)

Eine Blasenspiegelung dient dazu, Erkrankungen der Harnröhre und Harnblase festzustellen, bspw. einen Blasentumor oder Blasen- und Harnleitersteine. Ein spezielles Endoskop, das Zystoskop, wird unter Verwendung eines Gleitgels vorsichtig über die Harnröhre in die Harnblase geschoben. Das Gerät hat mehrere Kanäle für Licht, Arbeitsgeräte sowie eine Spül- und Absaugvorrichtung.

Die Kamera am Ende des Schlauchs ist mit einem Monitor verbunden. Während der Untersuchung wird die Blase mit einer wässrigen Flüssigkeit aufgefüllt, damit sie gedehnt wird und die Schleimhaut gut einzusehen ist.

Harnleiter- und Nierenbeckenspiegelung

URS-Ureterorenoskopie, starr und flexibel

Ein feines Endoskop wird in Narkose durch die Harnröhre in die Blase, und dann weiter in den Harnleiter (lat. Ureter) eingeführt. Durch Arbeitskanäle kann der Stein zertrümmert (durch mechanische, elektrische oder Laserenergie) und geborgen werden.

Harnröhrenspiegelung (starr und flexibel)

 

Operative Maßnahmen


Blasenausschälung

TUR-B - Transurethrale Resektion der Blase

Blasensteinlithotripsie
Harnleiterschienung
Harnröhrenschlitzung

Urethrotomia interna

Künstlicher Blasenausgang

Perkutane Zystostomie

Nierensteinzertrümmerung endoskopisch

URS starr und flexibel

Nierensteinzertrümmerung durch die Haut

PCNL - perkutane Nephrolitholapaxie

Bei der PCNL (perkutane Nierensteinbergung zur Therapie großer Steine in Narkose) muss ein kleiner  Hautschnitt (ca. 1 cm) vorgenommen werden, um das Nierenbecken mit einer feinen Nadel zu punktieren. Dann werden nacheinander sukzessiv größer werdende Hohlstifte eingeführt, um Endoskop und Arbeitsgeräte zur Steinzertrümmerung und Bergung in das Nierenbecken einzuführen.

Prostataadenomektomie nach Millin (PAE)

Die offene Prostataadenomektomie (PAE) wird im Volksmund auch „große Prostataoperation“ genannt. Sie wird über einen Bauchschnitt ausgeführt, wenn die Prostata so groß geworden ist, dass sie nicht mehr durch die Harnröhre entfernt werden kann (in der Regel über 90 ml Volumen). Dabei wird unter Belassung der Prostatakapsel Gewebe mit dem Zeigefinger ausgeschält.

In Kiel wird das OP-Verfahren nach Millin angewendet, bei dem nur die Prostatakapsel aufgeschnitten wird, um den drüsigen Anteil der Prostata zu entfernen und nicht die Harnblase, wie es allgemein üblich ist. Das Blutungsrisiko wird auf diese Weise deutlich gesenkt und der Heilungsverlauf geht schneller vonstatten.

Diese Operation ist klar zu unterscheiden von der radikalen Prostatektomie beim Prostatakarzinom, bei der die gesamte Prostata inklusive der Samenblasen entfernt wird. Auch wird die offene Prostataadenomektomie (PAE) heute relativ selten angewendet, da die Vergrößerung des Organs immer frühzeitiger erkannt wird.

Prostata-Laserung

GreenLight Laser: Vaporisation und Enukleation

Bei der GreenLight Laser-Operation wird ein grüner Laserlichtstrahl durch ein Endoskop in die Harnröhre eingeführt und das Prostatagewebe samt den darin befindlichen Blutgefäßen verdampft (Vaporisation).

Die Gewebewucherungen in der Prostata werden dabei schichtweise abgetragen und ihre Entfernung am Bildschirm millimetergenau kontrolliert. Im Vergleich zu früher angewandten Laserverfahren werden dabei keine Gewebereste zurückgelassen.

Seit Einführung des neuen XPS-Lasers ist inzwischen auch ein Ausschneiden des gewucherten Gewebes möglich (Enukleation). Einer der Vorteile dieses Verfahrens liegt darin, dass Proben entnommen werden und auf Tumorgewebe hin untersucht werden können.

Prostata_Laserung_01Mittels Vaporisation (Gewebeverdampfung) wird das Prostatadrüsengewebe nach und nach verdampft, bis eine ausreichend große Höhle zurück bleibt, durch die der Patient problemlos urinieren kann.

 

 

 

Prostata_Laserung_02Im Gegensatz zur Gewebeverdampfung wird bei der neu entwickelten Technik, der Enukleation, das gewucherte gutartige Prostatagewebe mit dem Laserstrahl präzise ausgeschnitten und das gewonnene Gewebe in kleinen Portionen entfernt. Dieses Verfahren ist insbesondere für große Prostatadrüsen geeignet.

Die Operation mit dem GreenLight Laser ist besonders geeignet für Risikopatienten, da der Eingriff nahezu blutungsfrei verläuft. Bereits nach zwei bis drei Tagen kann der Patient wieder aus dem Krankenhaus entlassen werden.

Prostata-Ausschälung

TUR-P - Transurethrale Resektion

Die transurethrale Resektion (TUR-P), auch Schlingen- oder Hobeloperation genannt, gilt als Standardoperation bei der BPH. Bei diesem Verfahren wird mit einer Hochfrequenzschlinge das wuchernde Gewebe der Prostata abgehobelt.

Die Operation ist mit einem mehrtägigen Krankenhausaufenthalt verbunden. Nicht geeignet ist dieses Verfahren für Risikopatienten, die blutgerinnungshemmende Mittel einnehmen müssen, da bei der Schlingen-OP starke Blutungen auftreten können.

Steinzertrümmerung

ESWL - Extracorporale Stoßwellenlithotripsie

Die am wenigsten invasive und somit schonendste Therapie bei Nierensteinen stellt die ESWL (Stoßwellentherapie) dar, da hierbei keine Narkose erforderlich ist. Der abgepufferte Stoßwellengenerator wird an die Haut angelegt und das Energiemaximum auf den Stein zentriert, so dass der Stein zerspringt.

Die Geräte der neuen Generation arbeiten sehr schonend, trotzdem kann es erforderlich sein, dass bei der Behandlung ein Schmerzmittel über die Vene gegeben wird. Daher ist unmittelbar nach der Behandlung eine aktive Teilnahme am Straßenverkehr meist ausgeschlossen.

Urinableitung bei Harnstau

Perkutane Nephrostomie