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Startseite > Behandlungsspektrum > Benigne Prostatahyperplasie

Benigne Prostatahyperplasie

Die gutartige Prostatavergrößerung

Ungefähr ab dem 40. Lebensjahr beginnt die Prostata - hauptsächlich unter hormonellen Einflüssen – zu wachsen. Es handelt sich hierbei um eine gutartige Wucherung des Binde- und Stützgewebes der inneren Zone der Prostata, die aber mit der Zeit zunehmend auf die Harnröhre drücken und so Beschwerden beim Wasserlassen verursachen kann. Diese treten in aller Regel mit steigendem Alter langsam auf, weshalb man manchmal auch von der „Altersprostata“ spricht.

Symptome

Die ersten Anzeichen für eine Prostatavergrößerung sind Probleme beim Wasserlassen.

Typische Symptome sind

  • verzögerte und verlängerte Harnentleerung
  • schwacher Harnstrahl
  • störendes Nachträufeln
  • Gefühl der unvollständigen Harnblasenentleerung
  • häufiges Wasserlassen kleiner Mengen
  • plötzlicher Harndrang bis zur Inkontinenz
  • nächtliches Wasserlassen (Nykturie)

Da die Symptome keine Schmerzen verursachen, meinen viele Männer, sie müssten deswegen nicht zum Arzt gehen. Aber je weiter die Vergrößerung fortschreitet, desto unangenehmere Folgen hat sie (Rückstau von Urin, Harnverhalt, Blasen- und Nierenentzündungen, Blasensteinbildung etc.).

Diagnose

Eine Prostatavergrößerung wird folgendermaßen diagnostiziert:

  1. Erfassung der Symptome
  2. klinische Untersuchung mit Abtasten der Prostata via Enddarm (Rektaluntersuchung)
  3. Ultraschall-Untersuchung zur Beurteilung der Nieren und des Restharnes
  4. Harnstrahl-Messung (Uroflowmetrie)
  5. Urin-Untersuchung
  6. Serum PSA-Bestimmung
  7. (gelegentlich) Blasenspiegelung (Zystoskopie)

Auf diese Weise kann bei 90 bis 95 Prozent der Männer eine exakte Diagnose gestellt werden. Nur in Ausnahmefällen ist eine etwas invasivere urodynamische Untersuchung (Harnblasendruck-Messung über Katheter) angezeigt.

Therapie

Medikamente

Im Frühstadium lassen sich die Symptome der benignen Prostatahyperplasie meist mit Medikamenten verschiedener Klassen lindern.

Die transurethrale Resektion (TURP)

Falls Medikamente nicht genügend wirken, kann mit einer sogenannten transurethralen Prostataresektion (TURP) störendes Prostatagewebe entfernt bzw. abgeschabt werden. Die Operation erfolgt durch die Harnröhre mit Hilfe eines Endoskops durch welches eine feine Drahtschlinge eingeführt wird, über die elektrischer Strom fließt. Damit wird das Gewebe schichtweise abgetragen und gleichzeitig eine Blutstillung vorgenommen.

Die Laser-Enukleation

Eine modernere Methode, die wir ebenfalls anbieten, ist die Entfernung des vergrößerten Prostatagewebes mittels Laser und Endoskop. Der Eingriff erfolgt ebenfalls durch die Harnröhre. Das Einsetzen des Lichtstrahls zur Entfernung des Gewebes wird über einen Monitor kontrolliert. Das Verfahren kommt bei besonders großen Drüsen zum Einsatz und hat die offene Operation praktisch abgelöst.

Offene Adenomenukleation

Bei besonders starker Prostatavergrößerung oder bei gleichzeitig mitbeteiligter Blasenerkrankung wird durch einen kleinen Unterbauchschnitt eine offene Operation (transvesikale Adenomenukleation) durchgeführt.

Urolift

Als eine der wenigen Kliniken in Norddeutschland bieten wir die minimal-invasive Behandlung der Prostata an. Auf dem Weg durch die Harnröhre werden kleine Clips in der Prostata verankert. Dadurch werden die Prostataseitenlappen wie ein Vorhang zur Seite gerafft und der Urin kann ungehindert vorbei fliesen.

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Prostate artery embolization (PAE) for benign prostatic enlargement (BPE)

Als neue, vielversprechende Methode können wir in Kürze eine weitere, minimal-invasive Technik in Zusammenarbeit mit den interventionellen Radiologen anbieten. Über die Leistenarterie wird ähnlich wie bei einem Herzkatheter die arterielle Blutversorgung mittels kleinster Spiralen verschlossen. Dadurch hungert die Prostata sozusagen aus und es kommt zu einer Verkleinerung der Prostata im weiteren Verlauf.

Nicht alle der oben genannten Verfahren sind für jeden Patienten geeignet. Um das optimale Verfahren für jeden Patienten zu finden, können Sie sich gerne in unserer Spezialsprechstunde vorstellen. Im gemeinsamen Gespräch wird dann das optimale Verfahren zur Behandlung Ihrer Beschwerden festgelegt.

Soweit möglich, bitten wir Sie den aufgeführten Bögen ausgefüllt zu Ihrem Termin mitzubringen.

IPSS-Fragebogen

Terminvereinbarung

Einzelheiten zu Sprechzeiten und Terminvereinbarung erfahren Sie auf der Seite unserer Sprechstunde.

Ihre Ansprechpartner

Bild von Nils Gilbert
Dr. med. Nils Gilbert
Klinik für Urologie
Oberarzt
Telefon Lübeck: 0451 500-43630 | Fax: -43614