Der Browser den Sie verwenden ist sehr alt.

Wir können daher nicht sicherstellen, dass jede Funktion (Gestaltung, Bilder und zusätzliche Funktionen) dieser Internetseite im vollen Umfang zur Verfügung steht. Bitte nutzen Sie eine aktuellere Browserversion.
Wir bitten um Ihr Verständnis.
Startseite > Presse > Pressemitteilungen > 2017 > Staatssekretärin Langner übergibt geburtshilflichen Simulations-Rettungswagen an das UKSH

Staatssekretärin Langner übergibt geburtshilflichen Simulations-Rettungswagen an das UKSH

03.03.2017

Das Ministerium für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung hat dem Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRuN) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) finanzielle Mittel in Höhe von 111.800 Euro zur Beschaffung eines Simulations-Rettungswagens sowie zweier Ganzkörper-Geburtssimulatoren zur Verfügung gestellt. Am heutigen Freitag, 3. März 2017, übergab Staatssekretärin Anette Langner die Geräte offiziell an das UKSH.

Anlässlich der Übergabe betonte Anette Langner: „Wir setzen die 2016 begonnenen Maßnahmen zur Stärkung der Geburtshilfe fort: So werden die Kliniken in Flensburg, Kiel und Husum jeweils einen zusätzlichen Kreißsaal erhalten und in Lübeck der Umbau der Wöchnerinnenstation unterstützt. Zudem wird in Flensburg das Boarding-Angebot ausgebaut, insgesamt stehen dafür mehr als sechs Millionen Euro zur Verfügung. Zu den Maßnahmen gehört aber auch, den Rettungsdienst und die Notfallversorgung weiter zu stärken, daher freue ich mich, den geburtshilflichen Simulationsrettungswagen heute offiziell zu übergeben. Die fachübergreifende und flächendeckende Schulung geburtshilflicher Notfälle im Rettungswagen durch das IRuN unterstützt die Versorgungsqualität in Schleswig-Holstein.“

„Mit dem Wissen und der Erfahrung des UKSH in der Rettungs- und Notfallmedizin ist das IRuN seit 2015 kompetenter Ansprechpartner die Rettungsdienste, Verbände und alle Einrichtungen im Gesundheitswesen. Dass wir mit den neuen Simulationsgeräten auch in geburtshilflichen Notfällen zur Sicherheit von Mutter und Kind beitragen können, ist uns besonders wichtig“, sagte Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandsvorsitzender des UKSH.

PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner, Direktor des IRuN, sagte: „Geburtshilfliche Notfallsituationen sind für die Mitarbeiter der Rettungsdienste emotional und fachlich eine besondere Herausforderung. Sie sind im Rettungsdienstalltag zwar relativ selten, erfordern aber höchste Kompetenz. Und wie immer in der Notfallmedizin ist auch hier hochqualifiziertes Personal der Schlüssel zum Erfolg. Um zu diesem Erfolg beizutragen, steht das IRuN mit der neuen Simulationsausrüstung nun bereit.“

Rettungsdienstliche Einsätze bei Geburten stellen mit weniger als einem Prozent eine relativ seltene Indikation im Rettungsdienst dar. Zugleich bergen diese Einsätze für den Rettungsdienst aber das Risiko, dass bei Geburtsverläufen Komplikationen auftreten, sei es durch Fehllagen des Säuglings oder sog. „postpartale Anpassungsstörungen“, also einen schlechten Zustand des Neugeborenen unmittelbar nach der Entbindung. Je nach Länge der Transportzeit ist der Rettungsdienst gefordert, unter hohem Handlungsdruck die adäquaten Maßnahmen korrekt durchzuführen. Um die Sicherheit und Qualität bei der Versorgung geburtshilflicher Notfälle in Schleswig-Holstein zu sichern, hat das IRuN ein Ausbildungs- und Trainingskonzept entwickelt.

Um die Sicherheit der Neugeborenen und der Mütter zu fördern, wird am IRuN ein interdisziplinäres und interprofessionelles Simulations-Training zum Vorgehen bei geburtshilflichen Notfällen im Rettungsdienst angeboten. Um eine realitätsnahe Schulung durchführen zu können, wurde nun ein Rettungswagen angeschafft, der neben einer notfallmedizinischen Ausstattung auch über eine Anlage zur audiovisuellen Aufzeichnung für die Trainingskurse verfügt. Kern der technischen Ausstattung ist ein geburtshilfliches Patienten-Simulator-System für die Darstellung der Gebärenden und des Neugeborenen. Die lebensgroße Simulationspuppe „Sim-Mom“ ermöglicht es, unterschiedliche Entbindungssituationen, darunter verschiedene notfallmäßige Ausgangslagen wie Schulterdystokien und Säuglinge in Steißlage zu simulieren. Mit dem Neugeborenen-Siumlator „SimNewB“ können klinisch wichtige Symptome eines instabilen Neugeborenen wie eine Zyanose, also die Blaufärbung der Haut, oder das typische Atemgeräusch realistisch dargestellt werden. „Die Eignung derartiger Kursangebote zur Verringerung spezifischer Risiken für Mütter und Neugeborene sowie die geeignete Qualifizierung des Fachpersonals ist wissenschaftlich gut belegt“, sagt PD Dr. Gräsner.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Institut für Rettungs- und Notfallmedizin (IRUN)
Arnold-Heller-Str. 3, Haus 808
(Besucheradresse Holzkoppelweg 8-12)  |  24105 Kiel
Direktion: PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner

 

 
Bilder zum Thema:
Bild 1
Saskia Greiner (l.) und Dr. Florian Reifferscheid (r.), Dozenten im IRuN, zeigten Staatssekretärin Anette Langer und Prof. Dr. Jens Scholz im Beisein von PD Dr. Jan-Thorsten Gräsner, wie mit den neuen Geräten eine Geburt simuliert werden kann.
Bild in Originalgröße hier
Bild 2
Über eine Videoschnittstelle am Fahrzeug können Bilder von der Simulation in einen Schulungsraum übertragen werden.
Bild in Originalgröße hier
Bild 3
Für den Simulations-RTW wurden bewusst andere als die üblichen Rettungsdienst-Farben gewählt.
Bild in Originalgröße hier

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708