Die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie zeichnet Professor Dr. Hendrik Bonnemeier mit dem Preis für Herz-Schlaf-Kreislaufforschung auf der Jahrestagung in Mannheim aus
Auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie in Mannheim wurde der Kieler Herzrhythmusspezialist Prof. Dr. Hendrik Bonnemeier am 4. April 2018 mit dem mit 2.500 Euro dotierten Herz-Schlaf-Kreislauf-Preis für seine wissenschaftlichen Arbeiten auf dem Gebiet von Herzrhythmusstörungen bei schlafbezogenen Atemstörungen ausgezeichnet.
Prof. Bonnemeier konnte in einer multizentrischen internationalen Studie an mehr als 1.000 Herzschrittmacherpatienten mittels eines neuartigen Algorithmus erstmalig aufzeigen, dass in diesem Patientenkollektiv das Auftreten einer schlafbezogenen Atemstörung häufig ist und signifikant mit dem Auftreten von Vorhofflimmern einhergeht. Schlafbezogene Atemaussetzer – die sogenannte Schlafapnoe – sind nach den neusten Erkenntnissen nicht nur für Bluthochdruck und ein Fortschreiten einer Herzschwäche verantwortlich, sondern sind auf dem Boden der gewonnenen Studiendaten eine wesentliche Ursache für das Auftreten von Herzrhythmusstörungen – insbesondere des Vorhofflimmerns. Durch immer wieder eintretende Abfälle der Sauerstoffsättigung wird das Herz auch in der eigentlichen Ruhephase – der Nacht – erheblich belastet.
Kardiovaskuläre Erkrankungen – Herzschwäche, Herzrhythmusstörungen, plötzlicher Herztod – sind die häufigsten Todesursachen in Deutschland. Viele Patienten sind u.a. vom Bluthochdruck und/oder von der Herzrhythmusstörung Vorhofflimmern betroffen. Diese Erkrankungen sind überzufällig häufig mit schlafbezogenen Atemstörungen verbunden.
„Ich freue mich sehr – stellvertretend für alle Kolleginnen und Kollegen des internationalen Studienteams – diesen renommierten Preis der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie entgegennehmen zu dürfen“, sagt Prof. Bonnemeier, Leiter der Abteilung für Elektrophysiologie und Rhythmologie am UKSH, Campus Kiel. „Meine wissenschaftliche Arbeitsgruppe beschäftigt sich bereits seit Jahren mit dem Zusammenhang von schlafbezogenen Atemstörungen, Bluthochdruck, Herzschwäche und dem Auftreten von Herzrhythmusstörungen.“ Durch exzellente interdisziplinäre Kooperation ist das UKSH am Campus Kiel eines der europaweit führenden Zentren hinsichtlich der Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen, welche durch schlafbezogene Atemstörungen verursacht werden.
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Prof. Dr. med. Hendrik Bonnemeier
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