Mehr als 200 Kinderärzte tauschen sich zu aktuellen Themen der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie aus
Von Freitag, 16. November 2018, bis Samstag, 17. November 2018, findet die 36. Jahrestagung der Norddeutschen Arbeitsgemeinschaft für Pädiatrische Pneumologie und Allergologie (NAPPA ) in Lübeck in den Media Docks statt.
Mehr als 200 Kinderärztinnen und Kinderärzte werden am Freitag, 16.11.2018, in 26 Workshops und am Samstagvormittag, 17.11.2018, in Vorträgen zu allen wichtigen Themen der pädiatrischen Allergologie und Pneumologie von Referenten aus ganz Deutschland auf den aktuellen Stand des Wissens gebracht. Der Kongress wird von Prof. Dr. Matthias Kopp, Leiter der Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie der Klinik für Kinder und Jugendmedizin des UKSH, Campus Lübeck, gemeinsam mit Dr. Peter Ahrens und Dr. Rainer Odendahl organisiert.
Bei Kindern und Jugendlichen sind allergische Erkrankungen die häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen. Die sogenannten „atopischen Erkrankungen“ wie Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Neurodermitis und Nahrungsmittelallergien manifestieren sich in der Regel früh im Säuglings- oder Kleinkindalter. Im Rahmen der Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland wurden 6093 Mädchen und 6275 Jungen untersucht bzw. deren Eltern befragt. Aktuell sind 16.1% der Kinder und Jugendlichen von mindestens einer atopischen Erkrankung betroffen. Das bedeutet, dass 2,1 Millionen Kinder in Deutschland an Erkrankungen wie Asthma bronchiale, Heuschnupfen, Neurodermitis leiden. Jedes dritte Kind hat zudem eine allergische Sensibilisierung, also ein erhöhtes Risiko für eine Allergie. „Diese Zahlen sind alarmierend. Für Betroffene sind eine frühzeitige Diagnose und eine angemessene Versorgung wichtig, die von einem spezialisierten Kinderarzt geleistet werden muss“, so Prof. Kopp.
Aktuell werden die Rahmenbedingungen für diese hochspezialisierte Arbeit nicht besser: So soll in den nächsten Jahren die Weiterbildungszeit für die Zusatzbezeichnung „Allergologie“ von 18 Monaten abgeschafft werden. Eine Weiterbildung findet dann nur noch im Rahmen der Facharztausbildung statt, im Gegensatz zu den meisten europäischen Ländern in denen eine 2 bis 3 jährige Ausbildung notwendig ist. „Unser Ziel ist es, für Kinder mit zunehmend komplexen Erkrankungen kompetente Ansprechpartner auszubilden, damit auch in Zukunft ratsuchende Eltern und Kinder umfassend und aufklärend beraten werden können“, sagt Prof. Kopp
Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Prof. Dr. Matthias Volkmar Kopp
Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Leiter der Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie
Tel.: 0451 500-42815

Prof. Dr. Matthias Kopp, Leiter der Sektion Pädiatrische Pneumologie und Allergologie des UKSH, Campus Lübeck.
Bild in Originalgröße Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
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