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Experten des UKSH-Transplantationszentrums beteiligen sich am Tag der Organspende

23.05.2019
Karina Kukshaus erlitt im Dezember 2013 mit 17 Jahren ein akutes Leberversagen. Sie wurde mit höchster Dringlichkeit („high urgency“) auf der Warteliste bei Euro-Transplant gesetzt, ihre Mutter bot eine Lebendspende an. Nach wenigen Tagen erhielt Karina eine postmortale Spenderleber, so dass ihre Mutter entlastet werden konnte. Bereits im März 2014 spielte Karina als Stürmerin gemeinsam mit Ärzten des UKSH auf dem jährlichen Benefiz-Fußballturnier zugunsten lebertransplantierter Kinder in Eckernförde.

Am Sonnabend, 1. Juni 2019, findet der bundesweite Tag der Organspende statt – bei dem die Landeshauptstadt Kiel erstmals Gastgeber sein darf. Es ist der Tag, an dem die bewegenden Schicksale von Menschen wie Karina im Blickpunkt stehen, denen als Organempfänger ein neues Leben geschenkt wurde oder die Organe gespendet haben. Und 2019 ist ein besonderes Jahr für die Organspende und Transplantation in Deutschland: Gerade erst ist das neue Gesetz zur Verbesserung der Zusammenarbeit und der Strukturen bei der Organspende in Kraft getreten. Es gibt eine breite gesellschaftliche Debatte über eine mögliche neue gesetzliche Regelung zur Entscheidung bei der Organspende.

„An dieser Debatte möchten wir uns beteiligen und vor allem die Menschen dazu anregen, sich mit dem lebenswichtigen Thema Organspende zu beschäftigen“, sagt Prof. Dr. Felix Braun, Geschäftsführender Oberarzt und Leiter der Sektion Klinische Transplantation am Campus Kiel des UKSH. „Daher ist der 1. Juni für uns ein ganz besonderer Tag und wir freuen uns, einen Teil zum bunten und spannenden Rahmenprogramm für den Tag der Organspende in Kiel beitragen zu dürfen.“ (Weitere Informationen zum Programm des Aktionstages gibt es unter www.organspendetag.de)

Deutschlands nördlichstes Transplantationszentrum

Das Interdisziplinäre Transplantationszentrum des UKSH zählt zu den wenigen Zentren in Deutschland, welche das gesamte Spektrum der Organtransplantation abdecken. Am Campus Kiel werden an der Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie (Direktor Prof. Dr. Thomas Becker), der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie (Direktor Prof. Dr. Jochen Cremer) und der Klinik für Innere Medizin IV – Nieren- und Hochdruckkrankheiten (Direktor Prof. Dr. Ulrich Kunzendorf) sowohl Herz-, Lungen-, simultane Herz-Lungen-Transplantationen als auch die Verpflanzung von Leber, Bauchspeicheldrüse (Pankreas), Dünndarm und Nieren durchgeführt. Am Campus Lübeck werden interdisziplinär von der Klinik für Allgemeine Chirurgie (Direktor Prof. Dr. Tobias Keck) und der Medizinischen Klinik I (Direktor Prof. Dr. Dr. Hendrik Lehnert) ebenfalls Nierentransplantationen und Pankreastransplantationen durchgeführt. Zudem bietet das UKSH Stammzelltransplantationen und Netzhauttransplantationen an.

„Besonders in Zeiten, in denen Menschen versterben, weil nicht genügend Spenderorgane zur Verfügung stehen, möchten wir mit unserem persönlichen Engagement einen Beitrag für das Vertrauen in die Transplantationsmedizin leisten“, sagt Prof. Braun. Regelmäßig organisiert das UKSH Informationsveranstaltungen zum Thema Organspende, beispielsweise im UKSH Gesundheitsforum im CITTI-PARK oder mit Schülern von Kieler Schulen. Ein weiterer wichtiger Faktor zur Linderung des Organmangels sind die Forschungsaktivitäten, an denen sich das UKSH als Universitätsklinikum beteiligt. Dazu zählen beispielsweise die Weiterentwicklung der Lebendspende ebenso wie Techniken, Patienten und Spendern mit ungleicher Blutgruppe eine Nierentransplantation zu ermöglichen. Zudem entwickeln die Experten am UKSH die chirurgischen Techniken stetig weiter: Als eines der ersten deutschen Zentren bietet der Campus Kiel das minimal-invasive Verfahren mit dem High-Tech-Roboter „Da Vinci“ an. Damit können Nieren-Lebendspenden noch schonender durchgeführt werden und die Patienten wie Spender sind früher wieder mobil.

In den vergangenen zehn Jahren wurden am UKSH jährlich zwischen 117 und 213 Organtransplantationen durchgeführt. Seit der ersten Nierentransplantation in Kiel im Jahr 1979 wurden am UKSH fast 5.000 Organe transplantiert (Stand 31.12.2018: gesamt 4.846, Kiel: 2.658, HL: 2.188). Seit 1986 werden am Campus Kiel Herz-, seit 1987 Leber- und seit 1993 Lungentransplantationen vorgenommen. Die weltweit erste Lebend-Dünndarmspende wurde 1987 in Kiel transplantiert. Die Erfahrung der Kieler Experten umfasst heute mehr als 1.100 Nieren-, 566 Herz- und 805 Lebertransplantationen. Am Campus Lübeck werden seit 1980 Nierentransplantationen durchgeführt. Inzwischen sind mehr als 2.200 Nieren, zum Teil simultan mit einer Bauchspeicheldrüse (Pankreas), transplantiert worden. Meilenstein in der Geschichte des Lübecker Transplantationsprogramms ist die erste Nieren-Lebendspende 1985.

Ein Programmflyer für den Tag der Organspende am 1. Juni 2019 steht hier zum Download zur Verfügung.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Bild von Birgit Zschiegner
Birgit Zschiegner
Klinik für Allgemeine, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
Transplantationskoordinatorin, Lebendspendekoordinatorin Niere
Telefon Kiel: 0431 500-20542

 


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708