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Neuroradiologie am UKSH, Campus Kiel, weiht neues Katheterlabor ein

Montag, 26. Juni 2023

Schwere Schlaganfälle und Erkrankungen an den Hirngefäßen können dank der neuen Anlage schneller und besser therapiert werden.

Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie am UKSH, Campus Kiel, freuen sich über eine neue biplanare Angiographieanlage zur Therapie von Schlaganfällen und Erkrankungen an den Hirngefäßen. „Die neue Anlage wird durch eine noch bessere Bildqualität und zahlreiche neue technische Möglichkeiten zur Steigerung der Behandlungsqualität beitragen“, sagt Klinikdirektor Prof. Dr. Olav Jansen.

Das neue Katheterlabor bezieht derzeit seine neuen Räumlichkeiten im ehemaligen Gebäude der Chirurgie (Haus C) und bildet mit den dort vorhandenen radiologischen Katheterlaboren einen innovativen radiologisch-neuroradiologischen Cluster aus drei Laboren der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie. „Hier können Patientinnen und Patienten allumfassend stationär und ambulant, elektiv oder notfallmäßig rund um die Uhr hervorragend versorgt werden“, erläutert Prof. Jansen.

Die technischen Vorteile der neuen Anlage sind eine höhere Bildqualität bei geringerer Strahlenbelastung. Zudem verfügt das Gerät über zahlreiche innovative Tools, die sich besonders gut für Schulungszwecke und für telematische Anwendungen einsetzen lassen. So kann eine Expertin oder ein Experte an einer Behandlung mitwirken, ohne direkt vor Ort sein zu müssen. Auch räumlich konnten durch das neue Labor Verbesserungen erzielt werden. So bietet es den Mitarbeitenden mehr Platz und verfügt über einen separaten Einleitungsraum zur Vorbereitung der Patientinnen und Patienten. „Den größten Nutzen erzielen wir durch die Clusterung, also das Zusammenlegen mehrerer Anlagen und Geräte unter einem Dach“, sagt der Radiologe, „so dass wir insbesondere in Notfallsituationen eine schnellere und bessere Versorgung sicherstellen können.“

Die neuroradiologische Abteilung der Klinik zählt zu den Pionieren bei der Entwicklung der Schlaganfallbehandlung mit dem Katheter und hat bereits seit den 2000er-Jahren intensiv zur Entwicklung der katheterbasierten Schlaganfall-Therapie beigetragen. Die sogenannte mechanische Thrombektomie ist heute weltweiter Standard bei der Behandlung schwerer Schlaganfälle. Darüber hinaus hat sich die Klinik einen internationalen Ruf in der innovativen Behandlung von Hirnarterien-Aneurysmen erworben, Dr. Fritz Wodarg, leitender Oberarzt der Klinik, zählt zu den Top-Medizinern auf diesem Gebiet.

Zurzeit werden im neuroradiologischen Katheterlabor des UKSH am Campus Kiel über 800 Untersuchungen und Behandlungen jährlich durchgeführt, darunter mehr als 150 Patientinnen und Patienten mit akuten schweren Schlaganfällen. Damit ist das neuroradiologische Katheterlabor eines der größten seiner Art in Norddeutschland.

Für Rückfragen von Journalistinnen und Journalisten steht zur Verfügung

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, Prof. Dr. Olav Jansen
Tel.: 0431 500-16500, Olav.Jansen@uksh.de

Pressebild

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Prof. Dr. Olav Jansen, Direktor der Klinik für Radiologie und Neuroradiologie, und Dr. Fritz Wodarg, leitender Oberarzt, sind zuversichtlich, dass die neue Anlage zu einer noch besseren Versorung schwerer Schlaganfälle beiträgt.

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