Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Kiel, ist für die vorbildliche Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Speiseröhrenkrebs von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert worden. Gleichzeitig wurde die Kompetenz auf dem Feld der Speiseröhrenchirurgie von einem Medizintechnikunternehmen ausgezeichnet.
Nach der Bestätigung der guten Behandlungsqualität bei Darm-, Bauchspeicheldrüsen- und Leberkrebs wurde das Viszeralonkologische Zentrum nun auch für das mustergültige Vorgehen bei Speiseröhrenkrebs von der DKG zertifiziert. Die Fachgesellschaft bestätigt damit die Expertise des Zentrums für Krebserkrankungen im Bauchraum. "Wir freuen uns sehr, dass es uns gelungen ist, den hohen Ansprüchen der DKG gerecht zu werden. Vor allem die hervorragende fachübergreifende Zusammenarbeit ermöglicht es uns, für eine optimale Diagnostik, Therapie und Nachsorge unserer Patientinnen und Patienten zu sorgen", sagt Prof. Dr. Thomas Becker, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums und Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie. Das Herzstück eines zertifizierten Zentrums sind wöchentliche Fallkonferenzen, Tumorboards, in denen interdisziplinär die Behandlungswege für jede Patientin und jeden Patienten besprochen und festlegt werden.
Tumoren der Speiseröhre werden am Campus Kiel in der Regel minimalinvasiv und roboterassistiert operiert. Die Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax, Transplantations- und Kinderchirurgie wurde nun als erste in Deutschland zum "Epizentrum für robotische Speiseröhrenchirurgie" ernannt. Verliehen wurde die Auszeichnung von der Firma Intuitive Surgical, die das roboterassistierte OP-System vom Typ "da Vinci" herstellt. "Zu den Kriterien, die wir erfüllt haben, gehörte eine langjährige intensive Beschäftigung mit den Operationstechniken, die Veröffentlichung von Publikationen und die Weitergabe von Erfahrungen, etwa in Ausbildungskursen", sagt Prof. Dr. Jan-Hendrik Egberts, stellvertretender Direktor der Klinik.
Am UKSH, Campus Kiel, wurden bislang mehr als 200 roboterassistierte Speiseröhrenoperationen durchgeführt. Damit steht das Klinikum in Deutschland an erster Stelle. Insgesamt wurde hier bereits über 3.000 Mal robotergestützt operiert. Chirurgen der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie gelang außerdem 2018 erstmals die roboterassistierte Entfernung einer kompletten Speiseröhre über einen kleinen Halsschnitt. So konnte die sonst gängige Eröffnung des Bauchraums und Brustkorbs vermieden und eine schnellere Erholung des Patienten ermöglicht werden.
Speiseröhrenkrebs ist eine seltene Krebsart, an der in Deutschland jährlich rund 6.500 Menschen erkranken. Die Tumoren werden meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium entdeckt, da sich die Symptome spät bemerkbar machen. Die Diagnose stellt für die Betroffenen und ihre Angehörigen eine große Belastung dar. Neben der intensiven medizinischen und pflegerischen Betreuung erhalten die Patientinnen und Patienten am Campus Kiel vielfältige Unterstützung durch ein Team von Psychologen, Sozialarbeitern und anderen Berufsgruppen, die auch Kontakt zu Selbsthilfegruppen vor Ort vermitteln.
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Prof. Dr. Thomas Becker, Leiter des Viszeralonkologischen Zentrums und Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie, Campus Kiel
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Prof. Dr. Jan-Hendrik Egberts, stellvertretender Direktor der Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie, Campus Kiel
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Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
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Klinik für Allgemeine Chirurgie, Viszeral-, Thorax-, Transplantations- und Kinderchirurgie
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