Neues UCCSH-Projekt - Studierende und Auszubildende aus Lübeck und Kiel entwickeln Krebsprävention für ihre eigene Generation
Das Universitäre Cancer Center Schleswig-Holstein (UCCSH) startet das Projekt „CancerYounity“, um junge Menschen als Mitgestaltende in die Krebsprävention einzubinden. Studierende der Universität zu Lübeck und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel entwickeln gemeinsam mit Auszubildenden Formate für Gleichaltrige, von Kochwerkstätten bis Social Media. Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Vorhaben im Rahmen des „Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft“ mit rund 80.000 Euro.
Rund 40 Prozent der jährlich 500.000 Krebsneuerkrankungen in Deutschland gelten als vermeidbar, zu den wichtigsten Risikofaktoren zählen ungesunde Ernährung, Übergewicht und Alkohol. Klassische Präventionsangebote erreichen junge Erwachsene bislang kaum. CancerYounity setzt daher auf zwei Formatfamilien: „Krebsforschung zum Anfassen“ bringt rund 80 Auszubildende und Studierende in Forschungswerkstätten und Kochwerkstätten mit Forschenden zusammen. „Onko-Wissen to go“ übersetzt forschungsbasierte Inhalte in Formate für Instagram, TikTok, YouTube und LinkedIn, inklusive eines „Onco Fact Checker“ gegen Fehlinformationen.
Ziel des Projekts ist es, Wissenschaftsmündigkeit und Gesundheitskompetenz junger Menschen in einem Medienumfeld zu stärken, in dem gesundheitsbezogene Fehlinformationen oft größere Reichweiten erzielen als seriöse Inhalte.
Den wissenschaftlichen Kern liefert das Institut für Ernährungsmedizin des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck. Prof. Dr. Stefanie Derer-Petersen und Prof. Dr. Martin Smollich bringen Erkenntnisse zum Zusammenhang von Ernährung und Tumorentstehung ein und stellen einen reichweitenstarken deutschsprachigen Ernährungs-Account auf Instagram als Verbreitungskanal zur Verfügung. Testweise zum Einsatz kommen sollen die Formate anschließend an Berufsbildungszentren und Universitäten.
„Junge Menschen tauchen in der Krebsprävention bislang kaum als Akteurinnen und Akteure auf. Mit CancerYounity drehen wir das um: Sie sind nicht nur Zielgruppe, sondern Mitgestaltende“, sagt Prof. Dr. Nikolas von Bubnoff, UCCSH-Vorstandsmitglied und Direktor der Klinik für Hämatologie und Onkologie, Campus Lübeck. Gemeinsam mit UCCSH-Vorständin Prof. Dr. Anne Letsch leitet er das Projekt. Das UCCSH ist ein Zusammenschluss aller onkologisch tätigen Einrichtungen des UKSH und der Universitäten zu Lübeck und Kiel.
Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft
Gesundheit ist eine der wichtigsten Voraussetzungen für ein gutes Leben. Im Wissenschaftsjahr 2026 – Medizin der Zukunft steht die Frage im Fokus, wie Forschende mit ihren Ideen und Lösungen schon heute die Medizin von morgen formen. Wie lassen sich in Zukunft Krankheiten diagnostizieren? Welche Ideen gibt es für die medizinische Versorgung? Wird KI die Medikamentenentwicklung revolutionieren? Wie können innovative Technologien Pflege unterstützen, ohne den Menschen aus dem Blick zu verlieren? Wie lassen sich Präventionsstrategien verbessern, sodass wir seltener und weniger schwer erkranken? Ein besonderer Fokus im Wissenschaftsjahr liegt auf geschlechtersensibler Forschung, denn bis heute fehlt für viele Krankheiten die Datengrundlage für eine geschlechtsspezifische Behandlung und Versorgung. Dies gilt ganz besonders für Erkrankungen und Gesundheitsthemen, die gerade Frauen betreffen, darunter Endometriose oder Wechseljahre.
Das Wissenschaftsjahr ist die größte bundesweite Plattform für disziplinübergreifende Kommunikation aktueller Forschungsthemen, an der sich pro Jahr 400 bis 800 Forschungsinstitute, Universitäten, Verbände, Vereine, Unternehmen und Stiftungen mit bis zu 1.000 Veranstaltungen und Aktionen beteiligen. Dazu gehören ein bundesweiter Hochschulwettbewerb, Formate wie SchulKinoWochen, MINTmachtage und die MS Wissenschaft, ein Ausstellungsschiff, das von Mai bis September bis zu 30 Städte in Deutschland anfährt. Die Wissenschaftsjahre werden seit dem Jahr 2000 ausgerufen und sind eine Initiative des Bundesministeriums für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gemeinsam mit Wissenschaft im Dialog (WiD).
Das ganze Jahr über lädt das Wissenschaftsjahr mit Veranstaltungen, Projekten und Aktionen dazu ein, Einblicke in die aktuelle Medizinforschung zu gewinnen und in den Austausch mit Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Politik und Gesellschaft zu kommen. Auch Social Media- Formate, monatliche Challenges und prominente Botschafterinnen und Botschafter werden das Wissenschaftsjahr 2026 intensiv begleiten.
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Universitäres Cancer Center Schleswig-Holstein
Wissenschaftliche Projektkoordinatorin Lea Christiansen, Tel.: 0431 3101-8423, canceryounity.uccsh@uksh.de
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Pressesprecher, Leiter der Stabsstelle Integrierte Kommunikation
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