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Neue Leitlinie zu kardiovaskulären Risiken bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen

Mittwoch, 01. Juli 2026

Eine neue S3-Leitlinie soll helfen, Risikofaktoren für Herz und Kreislauf bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen früher zu erkennen und konsequenter zu behandeln. Federführend koordiniert wurde die Leitlinie, die erstmals zu diesem Thema erstellt wurde, von Prof. Dr. Jan Leipe, Sektionsleiter Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin I des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel. Beteiligt waren zahlreiche Fachgesellschaften und eine Patientenorganisation.

Entzündlich-rheumatische Erkrankungen betreffen nicht nur Gelenke, Bindegewebe oder innere Organe. Durch die chronische Entzündung wird auch das Herz-Kreislauf-System belastet. Betroffene haben ein deutlich erhöhtes Risiko für einen Herzinfarkt, Schlaganfall und andere Erkrankungen des Herz-Kreislauf-Systems.

„Dieses Risiko wird im klinischen Alltag jedoch nicht immer systematisch erfasst. Die Erkennung, Vorbeugung und Behandlung kardiovaskulärer Begleiterkrankungen darf kein Nebenaspekt sein, sondern muss zentraler Bestandteil der Versorgung dieser Patientinnen und Patienten sein“, sagt Prof. Leipe. Wichtig sei unter anderem regelmäßiges Monitoring von Blutdruck und Cholesterinwerten, eine Therapieplanung, die Herz und Kreislauf mitberücksichtigt, sowie eine enge Zusammenarbeit zwischen den beteiligten Fachrichtungen. Die Leitlinie soll dazu beitragen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei entzündlich-rheumatischen Erkrankungen langfristig zu reduzieren. Co-Koordinator der Leitlinie war PD Dr. Fabian Proft, Charité – Universitätsmedizin Berlin.

Zur Leitlinie: https://register.awmf.org/de/leitlinien/detail/060-010

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Prof. Dr. Jan Leipe, Sektionsleiter Rheumatologie der Klinik für Innere Medizin I, Campus Kiel

Foto: privat

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Prof. Dr. Jan Leipe, Tel. 0431 500-22203, jan.leipe@uksh.de


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