Campus Kiel - Luftbild

Ausgezeichnet - Architektur und Kunst am Universitätsklinikum in Kiel

Montag, 10. Dezember 2007

Dem Schmerzpavillon des Interdisziplinären Zentrums für Schmerz- und Palliativmedizin (ISPZ) ist große Anerkennung zuteil geworden: er wurde mit fünf anderen Projekten mit dem BDA-Preis 2007 ausgezeichnet. Die Landesgruppe Schleswig-Holstein
des "Bundes Deutscher Architekten" lobt diesen Preis alle zwei Jahre aus. Die Gebäudemanagement Schleswig-Holstein AöR (GMSH) begleitet als öffentlicher Auftraggeber die Umsetzung der Hochbauprojekte des Landes und des Bundes in Schleswig-
Holstein. Diese Bauprojekte sind ausnahmslos hohem Kostendruck ausgesetzt und erhalten daher nicht allzu oft diese hohe Ehre.

Das eingeschossige Gebäude befindet sich auf dem Campus Kiel des UK S-H am Schwanenweg zwischen den Gebäudefl ügeln der Orthopädie und der Anästhesie. "Das ISPZ ist in dieser Form die einzige interdisziplinäre Einrichtung in Deutschland", erklärte Schmerztherapeut und Palliativmediziner Dr. Dieter Siebrecht, einer der beiden Oberärzte des Zentrums.

Für die architektonische Gestaltung zeichnet das junge Kieler Architektenbüro Schmieder + Dau verantwortlich, die Projektleitung wurde von der GMSH wahrgenommen.

Aus der Jurybeurteilung: "Mit sensiblem Blick für den Raum wurde parallel zur Straße ein einfacher, mit rotem Zedernholz verkleideter Kubus angeordnet.... Die Übergänge von Holz zu Glas und Stahl erzeugen einen präzisen Eindruck und überhöhen so die lapidare Geometrie zu einem kleinen feinen Kunstwerk. Der Baukörper wirkt innen wie außen beruhigend auf seine Umgebung ..." "Auch im Inneren des Gebäudes dominiert das Material Holz, besonders akzentuiert am gebogenen Empfangstresen. Es gibt vier Behandlungsräume, einen Wartebereich sowie einige Nebenräume. Die Nutzfläche von 145 qm wurde mit reinen Baukosten von 450.000 € realisiert, die Bauzeit betrug 7 Monate. Das Gebäude ist seit September 2005 in
Nutzung" so Dr. Rösner, zuständiger Projektmanager in der GMSH. Die neue Schmerz- und Palliativambulanz versteht sich als Schnittstelle zwischen häuslicher und stationärer Behandlung, hier werden chronische Schmerzpatienten und Patienten mit nicht heilbaren Erkrankungen aus dem gesamten Bundesgebiet behandelt.

"Ein mehr als 20-köpfi ges Team von Ärzten, Pflegepersonal, Psychologen, Sozialarbeitern sowie Physio- und Ergotherapeuten gewährleistet die interdisziplinäre Behandlung von Schmerz- und Palliativpatienten in diesem Zentrum" so Prof. Jens Scholz,
Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Operative Intensivmedizin.

Palliativmedizin sorgt für die angemessene medizinische Versorgung von Patienten mit fortgeschrittenen und progredienten Erkrankungen, bei denen die Behandlung auf die Lebensqualität zentriert ist und die eine begrenzte Lebenserwartung haben.
Palliativmedizin schließt die Berücksichtigung der Bedürfnisse der Familie vor und nach dem Tod des Patienten ein. "Daher", so Scholz weiter, "sind wir besonders dankbar, dass es uns die Sparkassenstiftung ermöglicht hat, auch unsere 2005 in Betrieb genommene Schmerz- und Palliativstation für Patienten und ihre Angehörigen ansprechend zu gestalten" Dazu hat eine Gruppe von Künstlern nach einem Entwurf von Prof. Peter Nagel 25 Gemälde geschaffen, die in Anwesenheit der Künstler vorgestellt und erläutert wurden. Ungewöhnliche Formate und aufeinander abgestimmte Originalgemälde tragen der spirituellen Dimension von Kunst Rechnung. So kann ein für die Auseinandersetzung mit dem nahenden Tod, dem Verlust eines nahen Menschen und der Trauer angemessener Raum entstehen.

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
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