Campus Kiel - Luftbild

Erneut umfangreiche Förderung für Kieler Lymphom-Forscher

Montag, 03. Dezember 2007

Mit über 3,7 Millionen Euro fördert die Deutsche Krebshilfe das seit 2003 bestehende Verbundprojekt "Molekulare Mechanismen bei malignen Lymphomen" nun für weitere drei Jahre. Ein entsprechender Bewilligungsbescheid wurde den Ärzten und Wissenschaftlern des Verbundes in der vergangenen Woche in Bonn übergeben. Etwa ein Viertel der bewilligten Mittel, voraussichtlich knapp eine Millionen Euro, steht den beteiligten Forschern aus Kiel zur Verfügung.

Wie bereits in der ersten Förderperiode ist Kiel damit der größte Standort des nationalen Verbundes. Grund hierfür ist zum einen die am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein gebündelte Expertise für die Diagnostik und Behandlung von Lymphknotenkrebs bei Kindern und Erwachsenen. Zum anderen profitiert der Verbund von der langjährigen systematischen Sammlung und Charakterisierung von Lymphom-Gewebeproben im Kieler Lymphknotenregister.

Lymphome sind eine Gruppe sehr unterschiedlicher, bösartiger Erkrankungen des Lymphsystems, deren Heilungschancen gerade in fortgeschrittenen Stadien noch immer schlecht sind. Mit der jetzt bewilligten Weiterförderung können die Lymphomforscher aus 17 Institutionen in Deutschland ihre erfolgreichen Untersuchungen zur Entstehung, Klassifikation und Therapie von Lymphomen weiter fortsetzen. Die Deutsche Krebshilfe hat das Netzwerk in den letzten vier Jahren mit fast vier Millionen Euro gefördert.

Drei Fragen stehen im Mittelpunkt der Kieler Forschungsprojekte des Verbundes: Lässt sich durch Einsatz neuer, molekularer Technologien die Klassifikation und Diagnostik von Lymphomen verbessern? Wie führen Veränderungen der Sequenz oder der Aktivität von Genen in den Krebszellen zur bösartigen Entartung? Was unterscheidet Lymphome im Kindesalter von denen im Erwachsenenalter? Ziel des interdisziplinären Forscherteams ist es, die Behandlung von Patienten mit Lymphknotenkrebs zu verbessern und neue Ansätze für die Therapie zu identifizieren. Daran arbeiten am UK S-H Mitarbeiter der Institute für Pathologie und Humangenetik, der Klinik für Allgemeine Pädiatrie sowie der 2. Medizinischen Klinik (Hämatologie/Onkologie).

Die Verbund- und Studienzentrale des Projektes ist in der Abteilung für Hämatologie der Universitätsklinik Göttingen angesiedelt. Gleichzeitung werden wesentliche Teile des Verbundvorhabens auch von Kiel aus koordiniert: Sprecher der Arbeitsgruppe Genetik ist Prof. Dr. Reiner Siebert, Direktor des Instituts für Humangenetik am Campus Kiel, der mit der Koordination der genetischen und epigenetischen Untersuchungen des Netzwerkes betraut ist. PD Dr. Wolfram Klapper aus dem Institut für Pathologie des Campus Kiel organisiert die zentrale mikroskopische Begutachtung aller Tumorgewebeproben, für welche leitende Mitarbeiter aller Referenzzentren für Lymphomdiagnostik in Deutschland in regelmäßigen Abständen im Kieler Lymphknotenregister zusammentreffen.

Pfeil_rechts_rotHintergrundinformation" i_ta="_blank" i_xmed="doc" i_mt="2" i_ft="PDF" /]

Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Prof. Dr. med. Reiner Siebert
Mitglied des Koordinierungsrates und Sprecher der AG Genetik
des Verbundprojektes "Molekulare Mechanismen bei malignen Lymphomen" der Deutschen Krebshilfe
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Institut für Humangenetik, Schwanenweg 24, 24105 Kiel
Tel.: 0431 / 597-1774, E-Mail: rsiebert@medgen.uni-kiel.de,
www.uni-kiel.de/medgen

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708