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Rudolf-Virchow-Preis für Kieler Pathologen des UK S-H

Montag, 11. Juni 2007

Deutsch-schweizerische Forschungskooperation unter Beteilung des UK S-H erhält Auszeichnung

Die Pathologen Dr. Martin Anlauf aus Kiel und Prof. Dr. Aurel Perren aus Zürich sind für gemeinsam durchgeführte Forschungsprojekte mit dem Rudolf-Virchow Preis ausgezeichnet worden. Der mit 3000 Euro dotierte Preis wurde auf der 91. Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie in Magdeburg verliehen. Der Rudolf-Virchow-Preis ist die höchste Auszeichnung für Pathologen unter 40 Jahren im deutschsprachigen Raum.

Anlauf ist wissenschaftlicher Assistent am Institut für Pathologie des UK S-H am Campus Kiel (Direktor: Prof. Dr. Günter Klöppel). Perren lehrt an den Instituten für Pathologie in Zürich (Direktor: Prof. Dr. Holger Moch) und München. Ausgezeichnet wurden die Wissenschaftler für ihre Forschungsergebnisse zur Morphologie und Genetik duodenaler Gastrinome.

Duodenale Gastrinome sind mikroskopisch kleine Tumore des Zwölffingerdarms, die das Hormon Gastrin bilden. Gefährlich für den Patienten sind meist nicht die Tumore als solche, sondern die Auswirkungen des produzierten Hormons, das die Schleimhaut schädigt und innere Blutungen verursacht. Aufgrund ihrer Größe sind Gastrinome schwer zu diagnostizieren und zu therapieren, auch nach einer Operation sind Patienten häufig nicht geheilt. Anlauf und Perren konnten mit molekularen Analysen erstmals nachweisen, dass bei einem Teil der Patienten nicht nur einzelne, sondern multiple Gastrinome in Verbindung mit mikrokopisch kleinen Gastrinzell-Vorläuferstadien auftreten, aus denen sich vermutlich weitere Gastrinome entwickeln können.

Diese grundlegenden Erkenntnisse liefern möglicherweise die Basis für neue Therapieansätze und wurden in den internationalen Fachzeitschriften Gastroenterology und Gut publiziert. Die Arbeitsgruppen von Anlauf und Perren in Kiel und Zürich werden ihre gemeinsame Forschungsarbeit auch in Zukunft fortsetzen. Gefördert wurde das Kieler Forschungsprojekt von der Hensel-Stiftung der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel.

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