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UK S-H und Klinikum Minden kooperieren bei Partikeltherapie

Mittwoch, 05. Dezember 2007

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holsteins (UK S-H) und das Johannes-Wesling-Klinikum Minden haben einen Kooperationsvertrag zur Partikeltherapie geschlossen, bei dem es um die Behandlung von Patienten und die Ausbildung von Fachpersonal geht.

Das Partikeltherapiezentrum (PTZ) des UK S-H soll ab 2011 seinen Betrieb aufnehmen. Krebspatienten aus dem westfälischen Mühlenkreis können dann zur Behandlung nach Kiel kommen. Schon zuvor sollen Ärzte, Pflegende und Medizinphysiker aus Minden am UK S-H für diese spezielle Therapieform ausgebildet werden. Auch partizipieren die Strahlentherapeuten des neuen Kooperationspartners am internationalen Netzwerk des PTZ, zu dem universitäre Einrichtungen aus Norddeutschland und dem Ostseeraum gehören.

Die Vertreter des UK S-H unterstrichen die therapeutische Bedeutung der Partikeltherapie: "Die Partikeltherapie ist eine neuartige Behandlung, die auf einer Bestrahlung mit Teilchen basiert und bei bestimmten Indikationen um ein Vielfaches gewebeschonender ist als die herkömmliche Strahlentherapie", so Ralf Kampf, leitender Physiker und Projektleiter in Kiel. "Darüber hinaus kann die Partikeltherapie in bestimmten Fällen eine Operation ersetzen und so die durch den chirurgischen Eingriff hervorgerufenen Nebenwirkungen reduzieren", ergänzte Prof. Jürgen Dunst, der Direktor der Klinik für Strahlentherapie am Campus Lübeck.

Das Johannes-Wesling-Klinikum gehört zu den Mühlenkreiskliniken, einem Verbund von sechs ostwestfälischen Krankenhäusern mit insgesamt 4.300 Mitarbeitern und 2000 Betten. "Der Kooperationsvertrag festigt unsere Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Strahlentherapie und kann auch auf weitere Bereiche ausgedehnt werden", erklärte Privatdozent Christian Schmidt, Vorstand Medizin der Mühlenkreiskliniken. Schmidt war zuvor als Projektleiter für die Partikeltherapieanlage in Kiel tätig und hat die aktuelle Kooperationsvereinbarung initiiert.


Gruppenbild

Bildunterschrift:
Erfreut über die neue Kooperation: Dr. Martin Sure, Dipl. Ing. Horst Teßler, Christine Kahl, Dr. Arwed Junker (alle Strahlenpraxis Minden), Dipl. Chem. Ralf Kampf (Strahlenschutzbevollmächtigter UK S-H und Projektleiter Partikeltherapie), Claudia Schulte-Bredemeier (Verwaltungsdirektorin Klinikum Minden), PD Dr. Christian Schmidt (Vorstand Medizin Mühlenkreiskliniken), Prof. Dr. Jürgen Dunst (Direktor der Klinik für Strahlentherapie des UK S-H, Campus Lübeck) und Prof. Dr. Bernd Bachmann-Mennenga (Ärztlicher Direktor Klinikum Minden)

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