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Erster Spatenstich für das Nordeuropäische Radioonkologische Centrum Kiel

Donnerstag, 10. Juli 2008

Sperrfrist: 10. Juli 2008, 10 Uhr

Gemeinsame Presseinformation von:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein
Siemens Healthcare
Siemens Project Ventures GmbH (SPV)
Bilfinger Berger Project Investments
Bilfinger Berger Hochbau
HSG Technischer Service


Erster Spatenstich für das Nordeuropäische Radioonkologische Centrum Kiel

Eines der weltweit innovativsten Zentren für die Krebsbehandlung wird Realität

Mit einem offiziellen Spatenstich wurde heute am Pastor-Husfeldt-Park in Kiel mit dem Bau des Nordeuropäischen Radioonkologischen Centrums Kiel (NRoCK) begonnen.

Mit dem NRoCK entsteht eines der weltweit innovativsten Zentren für Krebsbehandlungen, in dem das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) Partikeltherapie, konventionelle Strahlentherapie und Brachytherapie unter einem Dach vereint. Der Start der konventionellen Strahlentherapie ist für Ende 2011 geplant, die Partikeltherapieanlage soll Anfang 2012 den Betrieb aufnehmen. Dazu der Vorstandsvorsitzende des UK S-H, Prof. Dr. Bernd Kremer: "Das UK S-H wird in dem neuen Zentrum eng mit Partnerinstitutionen aus Norddeutschland und dem südskandinavischen Raum zusammenarbeiten und Patienten eine hoch spezialisierte und schonende Behandlung von Tumoren bieten. Darüber hinaus werden die Experten am NRoCK auch die Forschung auf dem Gebiet der Partikeltherapie vorantreiben sowie radioonkologisches Fachpersonal ausbilden."

Bei der geplanten Anlage handelt es sich um das bislang größte Public-Private-Partnership-Projekt im deutschen Gesundheitswesen. Den Auftrag erhielt am 18. März 2008 ein Bieterkonsortium aus Siemens, Bilfinger Berger und HSG Technischer Service. Der Vertrag zwischen dem privaten Partner und dem UK S-H beinhaltet die Planung, Errichtung, Finanzierung sowie den technischen Betrieb inklusive der Wartung der Partikeltherapieanlage über einen Zeitraum von 25 Jahren. Die Investitionskosten des Projektes - d.h. Planung, Errichtung und Zwischenfinanzierung über die Bauzeit - belaufen sich auf rund 250 Mio. Euro. Zur Realisierung des Projektes gründeten die Sponsoren Bilfinger Berger Project Investments und Siemens Project Ventures eine Projektgesellschaft, die sich über ein internationales Bankenkonsortium unter der Führung der HSH Nordbank refinanziert. Das NRoCK wird die Position des UK S-H als Ort exzellenter medizinischer Versorgung und Forschung nachhaltig sichern und die Bedeutung Schleswig-Holsteins als Gesundheitsland stärken.

Grußworte sprachen Dr. Werner Marnette, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, die Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel, Angelika Volquartz, Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Prof. Dr. Jens Scholz, Medizinische Fakultät der Kieler Universität, Thomas Miller, Siemens Healthcare, Prof. Hans Helmut Schetter, Bilfinger Berger AG, Prof. Dr. Jürgen Dunst, Klinik für Strahlentherapie, UK S-H, Campus Lübeck. Außerdem nahmen zahlreiche Vertreter der Gesundheitslandschaft Schleswig-Holsteins, der Investoren, des Errichterkonsortiums, der Kooperationspartner und des UK S-H an der Veranstaltung teil.

Prof. Dr. Bernd Kremer verwies auf die 100-jährige Erfolgsgeschichte der Kieler Strahlentherapie und unterstrich die Bedeutung des NRoCK als wichtiger Teil des Comprehensive Cancer Centers North (CCC-N): "Mit der Realisierung des Projektes wird eine neue Ära in der Behandlung von Tumorpatienten eingeleitet. Das UK S-H ist stolz darauf, dass dieses Zentrum in Kiel angesiedelt werden konnte. Dies stärkt nachhaltig den universitären Standort Kiel und die Gesundheitsregion Schleswig-Holstein."

Tom Miller, Chief Executive Officer (CEO) der Division Workflow & Solutions des Siemens-Sektors Healthcare, betonte die immense Bedeutung von Kooperationen zwischen Wissenschaft, medizinischer Praxis und Industrie bei der Entwicklung innovativer Medizintechnologien wie der Partikeltherapie. "Die frühzeitige Erkennung und effektive Behandlung von Krebs ist eine der großen Herausforderungen in der Medizin. Die Therapie mit Partikeln ist dabei eine der fortschrittlichsten und schonendsten Methoden bei der Behandlung von Tumoren. Gemeinsam mit dem UK S-H wollen wir diese vielversprechende Technologie weiter entwickeln, damit in Zukunft noch mehr Patienten davon profitieren können."

Prof. Hans Helmut Schetter, Vorstand der Bilfinger Berger AG, betonte in seinem Grußwort die wesentlichen Vorteile der öffentlich-privaten Zusammenarbeit gerade bei technisch anspruchsvollen Bauvorhaben. "Als Partner der Öffentlichen Hand können wir als Multi Service Group für das Nordeuropäische Radioonkologische Centrum Kiel ein breites Aufgabenspektrum von der Konzeption über die Finanzierung und den Bau bis hin zum Betrieb abdecken."

Siemens übernimmt die Planung und Errichtung der Partikeltherapieanlage, die Lieferung der Medizintechnik von der medizinischen Diagnostik bis hin zur Informationstechnologie, den Service sowie den technischen Betrieb der medizintechnischen Systeme. Bilfinger Berger Hochbau zeichnet für die schlüsselfertige Erstellung des Zentrums verantwortlich. Innerhalb von 24 Monaten wird die Niederlassung Hamburg das Gebäude mit vier ober- und zwei unterirdischen Geschossen erstellen. Für das Projekt kann Bilfinger Berger auf seine Erfahrung bei Projekten für die Gesundheitswirtschaft zurückgreifen.

Die HSG übernimmt mit ihrem Partner ahr Service das technische und infrastrukturelle Gebäudemanagement inkl. Instandsetzung und Reinvestitionen der technischen und baulichen Anlagen sowie des Außenbereichs. Des Weiteren garantiert die HSG Strom,- Wärme- und Wassermengen für das Gebäude mit Ausnahme der medizinischen Einrichtungen. Zusammen mit Bilfinger Berger Project Investments bringt Siemens zudem über die Siemens Project Ventures GmbH (SPV) seine Expertise in der Strukturierung von Infrastrukturprojekten ein. SPV und Bilfinger Berger Project Investments stellen jeweils 50 Prozent des erforderlichen Eigenkapitals in Höhe 21 Mio. Euro. zur Verfügung.


Weitere Informationen, inkl. Bildmaterial, stehen zum Download bereit unter:
http://www.nrock.de/Spatenstich.zip


Für Rückfragen stehen zur Verfügung:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Ralf Kampf, Projektleiter NRoCK, Tel.: 0431 597-4093, E-Mail: ralf.kampf@uk-sh.de

Siemens Healthcare
Holger Reim, Tel.: 09131 84-3473, E-Mail: holger.reim@siemens.com

Bilfinger Berger Project Investments
Dr. Peter Seifert, Tel.: 0611 33480-113, E-Mail: peter.seifert@pi.bilfinger.de

Siemens Financial Services
Dr. Christian Kosch, Tel.: 089 636-89911, E-Mail: christian.kosch@siemens.com

HSH Nordbank AG
Christian Buchholz, Tel. 040 3333-10872, E-Mail: christian.buchholz@hsh-nordbank.com

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Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) zählt zu den größten medizinischen Einrichtungen in Europa, mit 51 Kliniken, 26 Instituten und rund 11.000 Mitarbeitern an den Standorten Kiel und Lübeck. Als einziges Krankenhaus der Maximalversorgung in Schleswig-Holstein deckt das Klinikum das gesamte Spektrum der modernen Medizin ab. Etwa 1.500 Ärzte und über 3.600 Pflegekräfte betreuen 280.000 ambulante und 90.000 stationäre Patienten pro Jahr. Durch die enge Verknüpfung von Forschung und Krankenversorgung kann das UK S-H Erkenntnisse der Wissenschaft direkt bei der Diagnose und Behandlung von Erkrankungen berücksichtigen. Die Forschungsschwerpunkte liegen in den Bereichen Onkologie, Entzündung und Infektion, Klinische Genomforschung, Neurowissenschaften, Endokrine Steuerung und Regulation, Transplantationsmedizin und Biomedizinische Technologien. Weitere Informationen unter www.uk-sh.de.

Siemens Healthcare ist weltweit einer der größten Anbieter im Gesundheitswesen. Das Unternehmen versteht sich als medizinischer Lösungsanbieter mit Kernkompetenzen und Innovationsstärke in diagnostischen und therapeutischen Technologien sowie in der Wissensverarbeitung einschließlich Informationstechnologie und Systemintegration. Mit seinen Akquisitionen in der Labordiagnostik ist Siemens Healthcare das erste voll integrierte Diagnostik-Unternehmen, das Bildgebung und Labordiagnostik, Therapielösungen und medizinische Informationstechnologie miteinander verbindet und um Beratungs- und Serviceleistungen ergänzt. Siemens Healthcare bietet Lösungen für die gesamte Versorgungskette unter einem Dach - von der Prävention und Früherkennung über die Diagnose bis zur Therapie und Nachsorge. Das Unternehmen beschäftigt weltweit rund 49.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und ist in über 130 Ländern präsent. Im Geschäftsjahr 2007 (bis 30. September) erzielte Siemens Healthcare einen Umsatz von 9,85 Mrd. Euro sowie einen Auftragseingang von 10,27 Mrd. Euro. Das Bereichsergebnis betrug 1,32 Mrd. Euro. Weitere Informationen unter www.siemens.com/healthcare.

Siemens Project Ventures GmbH (SPV) ist eine Bereichsgesellschaft von Siemens Financial Services. Zusammen mit renommierten Partnern engagiert sich SPV mit Eigenkapitalbeteiligungen in der Entwicklung von Infrastrukturprojekten weltweit, vor allem in der Energie-, Transport- und Telekommunikationsbranche. SPV war bereits an der Entwicklung von zehn internationalen Kraftwerksprojekten mit einer Gesamtkapazität von mehr als 6.600 MW beteiligt sowie an drei Telekommunikationsprojekten und einem Flughafen, deren kumuliertes Projektvolumen sich auf 7 Mrd. US-Dollar beläuft.

Bilfinger Berger Project Investments ist als 100 %ige Tochtergesellschaft der Multi Service Group Bilfinger Berger verantwortlich für die privatwirtschaftliche Realisierung und den Betrieb von öffentlichen Infrastrukturprojekten als Public-Private-Partnerships. Bis zum heutigen Zeitpunkt hat Bilfinger Berger Project Investments weltweit Eigenkapital von insgesamt 330 Mio. Euro in ein Projektportfolio von insgesamt 7 Mrd. Euro investiert. Weitere Informationen unter www.pi.bilfinger.com

Bilfinger Berger Hochbau realisiert in Deutschland jährlich Projekte im Wert von ca. 1 Mrd. Euro. Die Kernkompetenz erstreckt sich von der Auftragsentwicklung über die Planung, schlüsselfertige Neuerrichtung bis hin zur Sanierung und Bestandsoptimierung von Büro-, Wohn- oder Spezialimmobilien. Bilfinger Berger Hochbau versteht sich dabei als Partner und Berater des Kunden, der maßgeschneiderte Lösungen erarbeitet, um den jeweiligen Bedürfnissen optimal gerecht zu werden. Weitere Informationen unter www.hochbau.bilfinger.de

HSG Technischer Service bietet integrierte Facility Management Services mit eigenen operativen Kräften in nahezu allen Bereichen rund um die Immobilie, von Einzelgewerken bis hin zu komplexen Dienstleistungspaketen, an. Die Betreuung der Liegenschaften erfolgt über den gesamten Lebenszyklus, von der Planungsphase über den reibungslosen Betrieb bis hin zur Neuausrichtung, und das mit einer lückenlosen Qualitätskontrolle und individuell zugeschnittenen Dienstleistungen. Die Kunden profitieren davon in jeder Hinsicht: Durch niedrige, langfristig kalkulierbare Bewirtschaftungskosten und durch eine vollständige Entlastung von allen liegenschaftsbezogenen Aufgaben. Damit trägt die HSG mit Ihrem Partner ahr Service GmbH zu einer spürbaren Wertsteigerung und langfristigen Wertschöpfung der Immobilie bei. Weitere Informationen unter www.facilityservices.bilfinger.de

Die HSH Nordbank AG ist eine starke Geschäftsbank im Norden Europas. Sie verfügt über eine Bilanzsumme von 205 Mrd. Euro. Mit rund 4.800 Mitarbeitern betreut die Bank ihre Firmenkunden und vermögenden Privatkunden rund um den Globus mit einer breiten Palette hochwertiger Bankdienstleistungen. In ihrer Kernregion Hamburg und Schleswig-Holstein ist sie für Firmenkunden Marktführer. Die HSH Nordbank ist ein anerkannter Partner der Kapitalmärkte. International liegt der Schwerpunkt auf Transport und Immobilien. Im Transportbereich deckt die HSH Nordbank die gesamte Wertschöpfungskette ab und ist weltweit größter Schiffsfinanzierer. Im Immobiliengeschäft zählt die HSH Nordbank als Dienstleister rund um die Immobilie zu den stärksten Banken in Deutschland. Weitere Informationen unter www.hsh-nordbank.de

Fotos: Klicken Sie auf das Bild, um die Ansicht zu vergrößern.

Bild: (v.l) Thomas Miller, Siemens Healthcare, Dr. Werner Marnette, Minister für Wissenschaft, Wirtschaft und Verkehr des Landes Schleswig-Holstein, Angelika Volquartz, Oberbürgermeisterin der Stadt Kiel, Prof. Dr. Bernd Kremer, Vorstand des UK S-H, Prof. Dr. Jens Scholz, Medizinische Fakultät der Kieler Universität, Prof. Hans Helmut Schetter, Bilfinger Berger AG, Prof. Dr. Jürgen Dunst, Klinik für Strahlentherapie, UK S-H, Campus Lübeck, Prof. Dr. Gerhard Fouquet, Christian-Albrechts-Universität zu Kiel

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Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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