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Fachkongress Kinderschutz am Campus Lübeck

Dienstag, 04. November 2008

Am 8. November findet am Campus Lübeck des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein ein Fachkongress zum Thema Kinderschutz statt, veranstaltet von den Kinderschutz-Zentren in Kooperation mit der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin.

Eine steigende Zahl von Kindern wächst unter erschwerten sozialen, emotionalen und gesundheitlichen Lebensbedingungen auf. Sie sind z. B. Risikofaktoren wie Armut, ungünstigen Lebenswelten, emotionaler Vernachlässigung oder dem Zusammenleben mit suchtmittelabhängigen Eltern ausgesetzt. Trotz dieser Benachteiligungen gelingt es Kindern und Jugendlichen, sich positiv zu entwickeln und zu gesunden und stabilen Erwachsenen heranzuwachsen. Zunehmend interessieren sich Forscher für die Menschen, die an seelischen Belastungen nicht zerbrechen, sondern sie gut bewältigen oder sogar daran wachsen. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass diese Kinder über personale und soziale Fähigkeiten verfügen, die sie gegen äußere Belastungen widerstandsfähig machen. Dazu gehören u.a. ein positives Selbstkonzept, Kontaktfreudigkeit, verlässliche Bindungspersonen und eine gute Schulbildung.

Der Fachkongress der Kinderschutz-Zentren in Lübeck beschäftigt sich mit diesem "Phänomen" und richtet den Blick auf die Möglichkeiten der Jugendhilfe und des Gesundheitswesens, die Erkenntnisse der sog. Resilienzforschung zu nutzen. Es gilt, jene Faktoren zu erkennen, die es Kindern und Jugendlichen erlauben, trotz belastender Lebensumstände eine gesunde Entwicklung zu nehmen. Dazu bedarf es der Betrachtung der individuellen und familiären, wie auch der sozialen Situation. Die Tagungsteilnehmer werden erörtern, wie es gelingen kann, die Resilienz von Kindern zu stärken. Wie können die neuen Erkenntnisse in der Praxis umgesetzt werden? Braucht es neue Konzepte in der Arbeit mit belasteten und benachteiligten Familien und Kindern? Und wie können die Eltern einbezogen werden?

Das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend fördert den Kongress im Rahmen des Projektes "Qualifizierung von Kooperations- und Netzwerkstrukturen im Kinderschutz". Erwartet werden circa 150 Teilnehmer. Nähere Informationen zum Programm finden Sie unter www.kinderschutz-zentren.org/luebeck.

Zu einem Pressegespräch laden Die Kinderschutz-Zentren am Samstag, den 8. November, um 13.15 Uhr im Zentralklinikum des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Lübeck herzlich ein.

Für weitere Informationen stehen zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Prof. Dr. Ute Thyen, stellv. Direktorin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin
Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck
Tel. 0451 500-2596, E-Mail: thyen@paedia.ukl.mu-luebeck.de

Die Kinderschutz-Zentren
Arthur Kröhnert, Bundesgeschäftsführer
Bonner Str. 145, 50968 Köln
Tel.: 0221 56975-3, E-Mail: die@kinderschutz-zentren.org

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708