Campus Kiel - Luftbild

Kieler Studie belegt Wirksamkeit von Greenlight-Laser bei Prostatavergrößerung

Mittwoch, 24. September 2008

Altersbedingte Veränderungen der Vorsteherdrüse (Prostata) betreffen nahezu jeden Mann. Am häufigsten werden dabei gutartige Vergrößerungen festgestellt. Eine Studie der Kieler Klinik für Urologie und Kinderurologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UK S-H) hat nun erstmals die Wirksamkeit der in der Praxis bereits anerkannten Therapie mit grünem Laserlicht (Greenlight-Laser) auch wissenschaftlich belegt. Für diese Ergebnisse erhält die Arbeitsgruppe Endourologie der Klinik auf dem 60. Jahreskongress der Deutschen Gesellschaft für Urologie vom 24.-27. September in Stuttgart den Wolfgang Mauermayer-Preis. Der Preis zählt zu den höchsten Ehrungen des Fachgebiets im deutschsprachigen Raum. Ausgezeichnet wird das Team um den stellvertretenden Klinikdirektor Prof. Peter Braun, zu dem PD Dr. Christoph Seif, Dr. Henrik Stübinger und Dr. Moritz Hamann gehören.

Gutartige Vergrößerungen der Prostata können zu Beschwerden beim Wasserlassen, aber auch zur Beeinträchtigung der sexuellen Funktion führen. Trotz medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten ist angesichts des zunehmenden Leidensdrucks bei vielen Patienten eine Operation erforderlich. Die Methoden für diesen Eingriff sind in den vergangenen Jahren erheblich weiterentwickelt worden. Allem voran gilt die Therapie mit Greenlight-Laser in der urologischen Fachwelt mittlerweile als akzeptiertes und wirkungsvolles Verfahren.

Für Schleswig-Holstein sind die Kieler Urologen des UK S-H führend sowohl in der Behandlung mit Greenlight-Laser als auch in der patientenorientierten Forschung. Mit ihrer Studie konnten sie die guten und nachhaltigen Ergebnisse dieser Methode erstmals langfristig dokumentieren und eine Verbesserung der gesamten Harnblasenfunktion bei nicht beeinträchtigter sexueller Funktion nachweisen. Das lästige häufige Wasserlassen, gerade in der Nacht, verschwindet durch die Therapie dauerhaft. Die Greenlight-Lasertherapie ist ein ausgesprochen schonendes Verfahren, das abhängig vom Grad der Prostatavergrößerung zum Einsatz kommen kann. Gegenüber konventionellen Operationen der Prostata ist die Laser-Operationsmethode praktisch blutungsfrei. Zudem kann der Patient mit einem kürzeren Klinikaufenthalt und schnellerer Regeneration rechnen.

Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Prof. Dr. Peter Braun, stellv. Direktor der Klinik für Klinik für Urologie und Kinderurologie
Tel. 0431 597 4422, E-Mail: pbraun@urology.uni-kiel.de

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708