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Physiotherapie jetzt mit SRT-Gerät

Donnerstag, 17. Januar 2008

Die Physiotherapie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein am Campus Lübeck verfügt jetzt als einzige Einrichtung in Lübeck über ein SRT-Gerät (SRT = Stochastisches Resonanz-Therapie). Das Gerät ergänzt in der Physiotherapie vor allem die Behandlung von Patienten, die an neurologischen Erkrankungen wie Mb Parkinson und Multiple Sklerose oder orthopädischen Erkrankungen wie Osteoporose leiden. Auch in der Sturzprävention und in der Spätrehabilitation nach Unfällen kann das Gerät eingesetzt werden. Professor Dr. Dietmar Schmidtbleicher, Professor für Trainings- und Bewegungswissenschaften am Institut für Sportwissenschaften der Universität Frankfurt, der das Gerät mit entwickelte, wies die Mitarbeiter der Physiotherapie heute in die Funktionsweise des Gerätes ein.

Die durch das SRT-Gerät zufällig erzeugten Schwingungen stimulieren als immer wiederkehrende neue Reize die Muskel- und Nervenzellen. Der Patient steht auf zwei Fußplatten, die unregelmäßig vibrieren und sich mehrdimensional bewegen. Das Gehirn bekommt ständig neue Reize. Das führt zu einer regelmäßigen Destabilisierung des Gleichgewichts und die Muskeln müssen reagieren. Damit sich der Körper nicht an die Vibration gewöhnen kann und um sicherzustellen, dass das Signal schneller wahrgenommen wird, wird die Grundfrequenz von zufälligen (stochastischen) Störfaktoren unterbrochen. Die unregelmäßigen Vibrationen wirken als Reiz und bedeuten immer neue Herausforderungen für das Gehirn. Da der Patient zusätzlich das Gleichgewicht halten muss, verbessert sich das Zusammenspiel zwischen Gehirn, Muskeln und Nervenzellen. Dies wirkt vermutlich der Degeneration und dem Funktionsverlust von Nervenzellen entgegen. Das Gerät wird sowohl bei Erkrankungen des Bewegungssystems als auch von Spitzensportlern als zusätzliches Training genutzt.

Professor Dietmar Schmidtbleicher(rechts), Institut für Sportwissenschaften an der Universität FrankAm UK S-H wird das SRT-Gerät bei stationären und ambulanten Patienten in der Physiotherapie als ergänzende Behandlung angeboten.


Bild (UK S-H, Verwendung honorarfrei): Professor Dietmar Schmidtbleicher(rechts), Institut für Sportwissenschaften an der Universität Frankfurt, wies die Mitarbeiter der Physiotherapie des UK S-H in die Funktionsweise des neuen SRT-Gerätes ein.




Für weitere Informationen steht zur Verfügung:
Lise-Lott Sagebiel, Leiterin der Zentralen Einrichtung Physiotherapie und Physikalische Therapie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck, Tel.: 0451/500-6409

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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