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Symposium "100 Jahre Strahlentherapie in Kiel"

Mittwoch, 16. Januar 2008

Zum 100-jährigen Jubiläum der Kieler Strahlentherapie findet am Freitag, den 25. Januar, ein ganztägiges öffentliches Symposium im Hörsaal der Chirurgie am Campus Kiel statt.

Das Symposium anlässlich des 60. Geburtstages des Direktors der Klinik für Strahlentherapie (Radiooonkologie), Professor Bernhard N. Kimmig, erinnert an den historischen Beginn und den Weg, den die Strahlentherapie in Kiel genommen hat. Es referieren Strahlentherapeuten des UK S-H und Kollegen aus Flensburg, Marburg, Darmstadt, Münster und Österreich. Sie spannen den Bogen von den Anfängen der Strahlenbehandlung bis in die Gegenwart und zeigen wichtige Entwicklungen im Rahmen der interdisziplinären Onkologie auf. Auch stellen sie die Möglichkeiten und Perspektiven vor, die sich durch das Kieler Projekt zur Partikeltherapie ergeben.

Wie alles begann: Zwölf Jahre nach der epochalen Entdeckung von Wilhelm Conrad Röntgen in Würzburg und elf Jahre nach der ersten therapeutischen Anwendung der ionisierenden Strahlung durch Leopold Freund in Wien, fand in Kiel am 20. Dezember 1907 die erste akademische Veranstaltung zur Strahlenheilkunde statt. An diesem Tag hielt der Dermatologe Friedrich Bering seinen Habilitationsvortrag zum Thema: "Physiologische Wirkung des Röntgenlichts und der ultravioletten Lichtstrahlen". Wenige Jahre später, 1911, war in Kiel die erste Habilitation für das Fach Röntgenkunde und Lichttherapie im deutschsprachigen Raum zu verzeichnen. Der Privatdozent Hans Meyer wurde 1913 Leiter des neu eingerichteten Instituts für Röntgenkunde und Lichttherapie und entwickelte sich zu einem der bedeutendsten Pioniere der Strahlentherapie in Europa.

Heute umfasst die Klinik für Strahlentherapie (Radioonkologie) am Campus Kiel das gesamte strahlentherapeutische Behandlungsspektrum, bei circa 1400 neuen Patienten pro Jahr. Neben der herkömmlichen äußeren Bestrahlung ist die Klinik als Zentrum für Brachytherapie (direkte Nahbestrahlung) national und international bekannt. Die Kieler Strahlentherapeuten waren maßgeblich an der Entwicklung der Prostata-Brachytherapie beteiligt und können mittlerweile auf eine über 20-jährige Erfahrung in diesem Bereich zurückschauen. Die Klinik hat auch frühzeitig die Bedeutung der Palliativmedizin erkannt. Sie eröffnete 1999 die erste strahlentherapeutische Palliativstation und war an der Gründung des Fördervereins für Palliativmedizin e.V. beteiligt.

Interessierte sind zu dieser Veranstaltung herzlich willkommen. Der Eintritt ist frei.
Termin: Freitag, 25. Januar 2008, 10:00 - 16:45 Uhr
Ort: Hörsaal der Chirurgie, Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel, Arnold-Heller-Str. 7, 24105 Kiel

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Für Rückfragen steht zur Verfügung:
Dr. Peter Niehoff, Klinik für Strahlentherapie (Radioonkologie), Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Tel.: 0431 / 597-3022, Fax: 0431 / 597-3110
E-Mail: niehoff@onco.uni-kiel.de

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
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