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Weichenstellung für die Zukunft des UK S-H

Mittwoch, 13. Februar 2008

Der Aufsichtsrat des Universitätsklinikums (UK S-H) hat bei seiner Sitzung am Dienstag entscheidende Weichen für die Zukunft des Gesundheits-Standortes Schleswig-Holstein gestellt. Wie UK S-H-Aufsichtsratsvorsitzender Jost de Jager heute sagte, habe der Aufsichtsrat den Vorstand ermächtigt, einen Zuschlag für den Bau des Partikeltherapiezentrums (PTZ) in Kiel zu erteilen, allerdings erst, wenn die vergaberechtlich nötigen Formalitäten und Gremienbefassungen abgearbeitet sind.

Dazu erklärten der Vorstand des UK S-H und der Aufsichtsratsvorsitzen: "Damit ist die wesentliche Weiche für eine der - mit rund 250 Millionen Euro - bislang größten Investitionen in der Geschichte des Universitätsstandortes Kiel gestellt". De Jager erinnerte daran, dass die Landesregierung für das bislang größte PPP-Projekt Schleswig-Holsteins bereits grünes Licht gegeben habe. Das international einzigartige PTZ sei dabei nicht allein auf die äußerst schonende Krebsbehandlung von Patienten ausgerichtet, sondern integriere zugleich die dringend sanierungsbedürftige konventionelle Strahlentherapie in Kiel, so de Jager.

Als Bestandteil der dringend notwendigen Gesamt-Sanierung des Universitätsklinikums nahmen die Aufsichtsratsmitglieder den von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG vorgelegten Bericht über mögliche Ausgründungen zur Kenntnis. Nach Beschluss des Aufsichtsrates soll der Bericht nun mit den Personalräten und den politischen Entscheidungsträgern beraten werden. Eine Entscheidung über ein Vergabeverfahren für die Ausgründungen soll bei der nächsten Sitzung im April getroffen werden.

Vor diesem Hintergrund stellte de Jager erneut klar, dass der Auftrag an die KPMG durch den Beschluss der schleswig-holsteinischen Landesregierung vom Juni vergangenen Jahres abgedeckt ist und Ausgründungen im medizinischen Kernbereich ausdrücklich nicht vorsieht. Stattdessen kommen nach der Expertise allein Ausgründungen von so genannten Tertiär-Bereichen wie etwa dem Gebäudemanagement, der Logistik oder der Hauswirtschaft unter einer Mehrheits-Beteiligung des UK S-H infrage. Ein solches Modell werde bereits von anderen Universitätsklinika angewendet. Vorbehaltlich der weiteren Beratung wies de Jager darauf hin, dass die vom Kabinett vorgegebene "schwarze Null" im Betriebsergebnis 2010 nicht ohne Ausgründungen erreichbar sein wird. Deshalb müsse dies in den laufenden Tarifverhandlungen geregelt werden.

Nach der Entscheidung der Landesregierung, den Verwaltungssitz des UK S-H nach Lübeck zu verlegen, wurde der Vorstand des UK S-H jetzt vom Aufsichtsrat beauftragt, gemäß Kabinettsbeschluss ein Umsetzungskonzept und die notwendige Änderung der Hauptsatzung des UK S-H bis April vorzubereiten.

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