Campus Kiel - Luftbild

Gütesiegel für das Neuromuskuläre Zentrum des UKSH, Campus Kiel

Montag, 15. Februar 2021

Kinder und Erwachsene mit Muskelerkrankungen werden im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) auf höchstem medizinischem Niveau versorgt. Die Deutsche Gesellschaft für Muskelkranke e.V. (DGM) bestätigte dies nun durch die Verleihung eines Gütesiegels für das Neuromuskuläre Zentrum am Campus Kiel. Federführend in der Versorgung dieser Patientinnen und Patienten ist die Klinik für Neurologie unter der Direktion von Prof. Dr. Daniela Berg und die Klinik für Kinder- und Jugendmedizin II (Neuropädiatrie) unter der kommissarischen Direktion von PD Dr. Andreas van Baalen.

Eng einbezogen in die Versorgung der Patientinnen und Patienten sind auch zahlreiche weitere Fachärztinnen und -ärzte wie Rheumatologen, Kardiologen, Orthopäden, Radiologen, Pneumologen und Neurogenetiker. Im regelmäßigen Austausch werden die individuellen Krankheitsbilder und der jeweils optimale Behandlungsweg besprochen. „Durch diese ausgesprochen gute interdisziplinäre Zusammenarbeit im Neuromuskulären Zentrum wird eine qualitativ hochwertige, kontinuierliche Versorgung der häufig schwer erkrankten Patientinnen und Patienten gewährleistet“, sagt Dr. Meike Steinbach, die zusammen mit Dr. Maike Tomforde (beide Klinik für Neurologie) und PD. Dr Andreas van Baalen (Neuropädiatrie) das Zentrum leitet. Zahlreiche diagnostische Möglichkeiten zur präzisen Einordnung der Erkrankungen stehen zur Verfügung; dazu zählen neben ausführlicher Labordiagnostik Elektrophysiologie, Belastungstests, Muskel- und Nervenbiopsien, bildgebende Verfahren und genetische Diagnostik. „Die Etablierung des Neuromuskulären Zentrums ermöglicht heranwachsenden Patienten zudem einen optimalen Behandlungsübergang von der Kinderheilkunde in die Erwachsenenmedizin“, sagt PD Dr. Andreas van Baalen.

Neuromuskuläre Erkrankungen umfassen eine Reihe verschiedener Krankheitsbilder unterschiedlicher Ursache, die zum großen Teil zu den seltenen Erkrankungen zählen. Während es lange an Therapiemöglichkeiten fehlte, gibt es inzwischen eine zunehmende Zahl an Behandlungen, die auf die jeweilige Krankheitsursache zielen. Das Neuromuskuläre Zentrum des UKSH bietet neu entwickelte Therapien wie zum Beispiel die Nusinersen-Therapie bei Spinaler Muskelatrophie oder die Enzymersatztherapie bei Morbus Pompe an, beides seltene erblich bedingte Krankheiten.

Darüber hinaus können symptomatische Behandlungen und unterstützende Maßnahmen wie Logopädie, Ergo- und Physiotherapie den Patientinnen und Patienten bei der leichteren Bewältigung ihres Alltags helfen. Des Weiteren steht ihnen am Campus Kiel sowohl eine genetische wie auch eine psychosoziale Beratung zur Verfügung.

Das Zentrum für Neuromuskuläre Erkrankungen bietet eine Ambulanz für Muskelerkrankungen für Erwachsene (Sprechzeiten dienstags, 8-13 Uhr, nach Vereinbarung, Tel. 0431 500-23900) und für Kinder und Jugendliche (täglich nach Vereinbarung, Tel. 0431 500-20160).

Für Rückfragen von Journalisten stehen zur Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel

Klinik für Neurologie, Dr. Meike Steinbach, Dr. Maike Tomforde,
Tel.: 0431 500-19010, maria.ehmke@uksh.de (Sekretariat)

Klinik für Kinder- und Jugendmedizin II, PD Dr. Andreas van Baalen,
Tel.: 0431 500-24101, info.neuropaediatrie.kiel@uksh.de (Sekretariat)

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708