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UKSH erhält neue Corona-Medikamente

Montag, 25. Januar 2021

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) erhält am 1. Februar ein neues Corona-Medikament mit sogenannten monoklonalen Antikörpern, so der Vorstandsvorsitzende des UKSH, Prof. Dr. Jens Scholz. Das Medikament Bamlanivimab des amerikanischen Pharmaunternehmens Eli Lilly ist in Deutschland noch nicht zugelassen, darf aber als Therapieversuch eingesetzt werden. Als zentrale Verteilapotheke des Landes Schleswig-Holstein erhält die Apotheke des UKSH vorerst 100 Ampullen, mit denen 100 an Covid-19 Erkrankte behandelt werden können. Zusätzlich wird dem UKSH ein weiteres Medikament des US-Herstellers Regeneron mit ähnlichem Wirkprinzip zur Verfügung gestellt. Der Liefertermin dieses Präparats, das zeitgleich an mehrere Uniklinika in ganz Deutschland verteilt wird, steht noch nicht fest.

„Bamlanivimab kann als Therapieversuch bei Covid-19-Patienten eingesetzt werden, die stationär behandelt werden müssen und bei denen aufgrund von Vorerkrankungen ein schwerer Verlauf zu befürchten ist“, sagt Hans-Gerd Strobel, Chefapotheker und Leiter des Dezernats Apotheke des UKSH. Für die Therapie von Patientinnen und Patienten, die beatmet werden müssen, werde das Medikament nicht verwendet. „Bamlanivimab kommt aufgrund der bisherigen Studien nur für einen kleinen Patientenkreis therapeutisch in Frage. Deshalb wird der Einsatz des Medikaments für jeden Einzelfall geprüft werden. Ein Einfluss auf das generelle Infektionsgeschehen ist dadurch nicht zu erwarten“, sagt Prof. Dr. Jan Rupp, Direktor der Klinik für Infektiologie und Mikrobiologie des UKSH, Campus Lübeck.

Die Medikamente mit monoklonalen Antikörpern enthalten künstlich erzeugte Corona-Abwehrstoffe. Sie docken an das Coronavirus an und verhindern so, dass es in die menschlichen Zellen eindringt und sich dort vermehrt. Wie erfolgreich die Therapie mit monoklonalen Antiköpern ist, ist derzeit noch nicht abschließend erforscht. Die Medikamente werden in den USA im Rahmen einer Notfallzulassung eingesetzt.

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