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UKSH unterstützt Transplantationsmedizin in der Ukraine - hohe Anerkennung für gemeinsames Symposium

Donnerstag, 04. Februar 2021

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) hat in Kooperation mit ukrainischen Universitäten ein digitales Symposium im Rahmen eines deutsch-ukrainischen Gipfels zur Förderung der Organtransplantation in der Ukraine mit großem Erfolg durchgeführt. Über 600 Gäste aus 17 Ländern nahmen daran teil. Der ukrainische Gesundheitsminister, Maksym Stepanov, bedankte sich jetzt in einem Schreiben an Prof. Dr. Jens Scholz, Vorstandvorsitzender des UKSH, für die Unterstützung zugunsten der medizinischen Entwicklung in seinem Land. Er schrieb: „Ihr Engagement bringt uns einen großen Schritt voran beim Aufbau eines nachhaltigen und starken Transplantationssystems in der Ukraine“ (übersetzt aus dem Englischen). Dankesworte sandte auch die Botschaft der Ukraine in Deutschland mit Sitz in Berlin.

Das UKSH pflegt seit langem intensive Kontakte in die Ukraine, die insbesondere auf dem Engagement von Ärztinnen und Ärzten der Klinik für Chirurgie des UKSH, Campus Lübeck, beruhen. „Wir freuen uns darüber, dass unsere Kooperation mit der Ukraine in der Chirurgie über die Jahre stetig gewachsen ist“, sagt Prof. Dr. Jens Scholz, „und es ist uns eine besondere Ehre, dass wir dieses große Projekt mit unseren Spezialisten unterstützen konnten.“ Die Veranstaltung fand Ende Januar in Zusammenarbeit mit der Nationalen Medizinischen Bogomolets Universität in Kiew und der Nationalen Pirogov Memorial Medizinischen Universität in Winnyzja statt. Unterstützt wurde das Symposium vom ukrainischen Gesundheitsministerium, der Deutschen Botschaft in der Ukraine, der Ukrainischen Botschaft in Deutschland und dem Deutschen Akademischen Austauschdienst (DAAD).

Der Schwerpunkt der Online-Veranstaltung, die von dem Unternehmen Infinite Science Conferencing betreut wurde, lag auf technischen, immunologischen sowie legislativen und organisatorischen Aspekten der Organtransplantation. „Wir waren sehr stolz, als wir gefragt wurden, ob wir die Entwicklung der Transplantationsmedizin in der Ukraine unterstützen würden“, sagt Prof. Dr. Tobias Keck, Direktor der Klinik für Chirurgie. „Dieses Online-Symposium stellt den Beginn einer nachhaltigen Kooperation zum Aufbau der Transplantationsmedizin in der Ukraine dar.“ Die Deutsche Botschafterin in der Ukraine, Anka Feldhusen, betont: „Die Ukraine hat erstklassige Ärzte, aber es fehlt ein Gesundheitssystem, um alle Ukrainer bestmöglich medizinisch zu versorgen. Der Erfahrungsaustausch mit den deutschen Spezialisten hat für uns einen hohen Stellenwert.“

Das UKSH unterstützt seit 2014 insbesondere die Entwicklung der Onkologie und der minimal-invasiven Chirurgie in der Ukraine. Dr. Hryhoriy Lapshyn, Oberarzt der Klinik für Chirurgie, ist selbst gebürtiger Ukrainer und setzt sich für die gewachsene Partnerschaft ein. Klinikdirektor Prof. Keck reiste verschiedene Male in der Ukraine und hat seine Erfahrungen dort im Zuge von Masterclasses, Konferenzen und Live-Operationen weitergeben können. In diesem Rahmen bekam er die Ehrenprofessur der Universität Kiew und der Universität Winnyzja für seine Verdienste in der Aus- und Weiterbildung verliehen. Umgekehrt haben in den vergangenen Jahren rund 50 ukrainische Chefärzte und Oberärzte die Klinik für Chirurgie, Campus Lübeck, besucht. Im Herbst 2020 spendete das UKSH mit Erlaubnis des Landes Schleswig-Holstein medizinisches Equipment an vier Kliniken in der Ukraine, das dort sehr willkommen war.

Für Rückfragen von Journalisten steht zur Verfügung:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Chirurgie, Prof. Dr. Tobias Keck, Tel.: 0451 500-40100, tobias.keck@uksh.de
Dr. Hryoriy Lapshyn, Tel.: 0451 500-40215, hryoriy.lapshyn@uksh.de 

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Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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