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Mentoring- Integration- Advertising (MIA)

Im Jahr 2020 eröffnete die Konzeptstation für eine spezialisierte Ausbildung ausländischer Pflegekräfte in der Dermatologie unter der Leitung von Sophie Lemburg.

Die Betreuung der neuen Kollegen aus den verschiedensten Ländern dieser Welt wirkte auf dieser Station stets gut strukturiert, liebevoll und hat durchweg einen positiven Effekt auf die Ausbildung und Anerkennung der neuen Kollegen.

Nach nun sieben Jahren Entwicklung des gesamten Konzepts und Projektes „Pflege International“ hier am Campus Kiel hat man sich dazu entschieden, diese Konzeptstation als abgetrennte Sektion auf einer Intensivstation zu eröffnen.

Ziel ist es neue Kollegen, die mehr Aufmerksamkeit im Laufe ihrer Anerkennung benötigen aber auch Kollegen mit bereits intensiv-medizinischen Erfahrungen, effektiv und intensiv auf der neuen Sektion auszubilden und die staatliche Anerkennung zu begleiten.

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Die Sektion ging am 01.09.2022 mit drei Intensivbetten auf der kardiologischen und internistischen Intensivstation der 1. Medizin am Campus Kiel ans Netz.

Erfahrene Kolleginnen und Kollegen der Station betreuen auf dieser Sektion vorerst sechs neue Kollegen, die in den ersten drei Monaten noch nicht mit dem offiziellen Anerkennungskurs begonnen haben.

Das Patientenklientel wird durch eine Sektionsleitung kontrolliert, sodass ein angemessener Lernumfang nicht überschritten und eingehalten wird. Mit den stationsinternen Mentorinnen und Mentoren wird ein Einarbeitungskonzept für das Einarbeiten und Ankommen auf einer Intensivstation erarbeitet und umgesetzt.

Ein Deutschlehrer kommt alle zwei Wochen auf Station und begleitet je nach Einarbeitungsstand die praktische Arbeit am Patientenbett sprachlich und sorgt somit für ein themenbezogenes Kommunikationstraining.

Kurzfortbildungen durch Ärztinnen und Ärzte und durch das Pflegeteam sowie Geräteeinweisungen durch MPG Beauftragte vertiefen die Stationsinternen Fachgebiete und für das spätere Arbeiten auf einer Intensivstation wird das technische Knowhow bereits vom ersten Tag an verfestigt.

Am Ende der staatlichen Anerkennung dürfen sich die Kolleginnen und Kollegen dann via Hospitation auf anderen Intensivstationen oder in Funktionsbereichen wie z.B. das Herzkatheter Labor umschauen und bei Interesse dorthin wechseln. Ziel ist es dann erneut neue Kolleginnen und Kollegen aus anderen Ländern für die MIA Einheit zu gewinnen und somit den Kreis zu schließen.

Kolleginnen und Kollegen, die die Anerkennung bereits erfolgreich absolviert haben, haben dann die Möglichkeit, ihre persönlichen und fachlichen Erfahrungen in die Einarbeitung der neuen Kolleginnen und Kollegen einfließen zu lassen.

Die Arbeit auf Intensivstation erfordert pflegerisches Interesse, Pflichtbewusstsein, ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und am allerwichtigsten Teamfähigkeit. All dies versuchen wir den neuen Kolleginnen und Kollegen vom ersten Tag an mit auf den Weg zu geben um somit die beste Betreuung der Patientinnen und Patienten zu gewährleisten.

Erfahrungsbericht

„Die ersten Tage auf einer Station in einem anderen Land können schwierig sein. Die Sprachbarrieren, die neuen Geräte, die neue Kultur und alles auf einmal. Dies sind meiner Meinung nach die Hauptprobleme am Anfang der internationalen Pflegekräfte. Deswegen finde ich, dass das Projekt MIA etwas ganz besonderes ist.

Ich bin seit zwei Monaten ein Teil dieses Projektes. Ich habe schon viel gelernt. Die Pflegekräfte hier sind immer freundlich. Hier kann ich mit Hilfe meiner Kollegen mehrere Geräte, z.B. Beatmung, Dialyse usw. kennenlernen. Ich habe auch Deutschunterrichte die mir weiterhin helfen.  Ich glaube, dass ich meine Fähigkeiten verbessert habe und mit Hilfe des Projektes kann ich bestimmt meine Anerkennung schaffen und ein guter Mitarbeiter werden.“

Rivard Dias, Brasilien

Sektionsleitung

Julius Bellmann

Pflegedirektion Kiel
Stellv. Koordination Pflege International
Mobil: 01741718062

Jessika Popp

UKSH Akademie gemeinnützige GmbH
Lehrkraft
Mobil: 015202627395