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Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie - neue Strukturen und Personen

22.03.2005

Heute, am 21. März 2005, hat das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die neuen Strukturen und Personen
der Klinik für Allgemeine Chirurgie und Thoraxchirurgie am Campus Kiel vorgestellt:


Allgemeine strukturelle Veränderungen


Durch die Ernennung Prof. Dr. Bernd Kremers zum Ärztlichen Direktor und Vorstandsvorsitzenden des UK S-H, übernimmt Prof. Dr. Fred Fändrich für die Dauer seiner Amtszeit die Gesamtleitung der Klinik und die damit verbundene Position als Ständiger Vertreter des Direktors. Prof. Fändrich ist damit verantwortlich für die gesamte an der Klinik ausgeübte Krankenversorgung, Lehre und Forschungsaktivität. Als weitere strukturgebende Maßnahme wurde eine Sektion für Thoraxchirurgie an der Klinik etabliert, die Prof. Dr. med. Peter Dohrmann als Sektionsleiter vertreten wird. Ferner wurde eine Sektion Molekulare Onkologie an der Klinik für Allgemeine Chirurgie u. Thoraxchirurgie gegründet, die durch Prof. Dr. rer. nat. Holger Kalthoff vertreten wird.

 
Zur Verbesserung der Prozessabläufe und Steigerung der qualitativen Patientenversorgung und des mit der Krankenversorgung verbundenen Leistungsprofi ls an der Klinik wurden verschiedene Schwerpunktbereiche definiert. Diese umfassen die operative Kerntätigkeiten innerhalb des Klinikprofi ls und werden zukünftig die zeitnahe und auf modernsten Therapieverfahren basierende Krankenversorgung garantieren.


So wurde beispielsweise die Kinderchirurgie neu mit eigenständigen Operations- und Intensivkapazitäten in die Kinderklinik integriert, um in direkter Kooperation z.B. mit dem Neugeborenenzentrum eine eng abgestimmte
interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Kinderärzten und Kinderchirurgen zu gewährleisten.

 

Schwerpunkt Transplantation


Seit Jahren wird am Standort Kiel erfolgreich auf den Gebieten der Transplantationschirurgie und Biotechnologie geforscht; so gelang es, eine von Fresenius fi nanzierte C4-Stiftungsprofessur für die Klinik zu akquirieren, die für einen Zeitraum von sechs Jahren ausgestattet wurde. Sowohl die Landesregierung als auch die Medizinische Fakultät am Campus Kiel haben sich für die Übernahme dieser Professur auf Lebenszeit ausgesprochen, wodurch bundesweit erstmals am Campus Kiel ein C4-Lehrstuhl für Transplantationsmedizin und Biotechnologie etabliert wurde. Dieser Lehrstuhl wird seit dem 15. Dezember 2004 von Prof. Dr. med. Fred Fändrich als Lehrstuhlinhaber vertreten.


Aktuell ist derzeit die Gründung eines "Interdisziplinären Transplantationszentrums" am Campus Kiel geplant. Dieses Zentrum umfasst die Betreuung aller hier transplantierten Patienten vor, während und nach der Transplantation. Am Campus Kiel werden Herz, Lungen, simultane Herz-Lungen-Transplantationen als auch die Verpflanzung von Leber, Bauchspeicheldrüse, Dünndarm und Nieren durchgeführt. Durch die intensive Zusammenarbeit von Grundlagenwissenschaftlern und Klinikern ist es in Kiel gelungen, ein internationales Renommé auf den Gebieten der Toleranz- und Stammzellforschung aufzubauen und diese Konzepte im Zuge klinischer Pilotstudien nunmehr in die klinische Arbeit zu überführen.

Schwerpunkt Thoraxchirurgie


Dem Schwerpunkt Thoraxchirurgie wird mit der Einrichtung einer eigenständigen Sektion sowie der Zuordnung einer C3-Professur für Prof. Peter Dohrmann besonders Rechnung getragen. Durch diese strukturbildende Maßnahme gibt es jetzt eine spezielle Anlaufstelle für Patienten mit Lungenerkrankungen, z.B. mit Bronchialcarcinomen, für die in Kooperation mit anderen Fachgebieten fachübergreifende Behandlungskonzepte entwickelt werden.

 
Schwerpunkt Onkologie - Behandlung von Tumorerkrankungen

Die Diagnostik und Versorgung von Krebspatienten ist ein traditioneller Schwerpunkt der Kieler Universitätsklinik. Am Campus Kiel sind über Jahrzehnte parallel verschiedene Einheiten zur Versorgung onkologischer Patienten entstanden. Dies schließt unter anderem mehrere onkologische Ambulanzen in verschiedenen Schwerpunkten ein (Innere Medizin, Chirurgie, Gynäkologie, Strahlentherapie, Urologie, Dermatologie, etc.). Daneben existieren in völlig getrennten Räumlichkeiten ein Tumorzentrum mit Beratungseinheiten einschl. Überleitungshilfe, psychosozialer Betreuung und Familienberatung, sowie ein Zentrum für Lebensqualität, in dem systematisch die Lebensqualität der Patienten erhoben wird, eine Ambulanz für Ernährungstherapie onkologischer Patienten, eine Ambulanz zur genetischen Beratung und verschiedene Nachsorgeeinheiten.


Auf dem Schwerpunktgebiet der medizinischen und chirurgischen Onkologie wurde ein interdisziplinäres Onkologisches Ambulanzzentrum geschaffen, das sowohl die diagnostischen, als auch die chirurgischen und chemo- sowie strahlentherapeutischen Interventionen für alle Patienten durch individuelle Therapiekonzepte abstimmt. Hierbei wird die intensive integrierte ambulante Zusammenarbeit mit allen auf den verschiedenen Fachgebieten tätigen niedergelassenen Fachärzten angestrebt und auch bereits erfolgreich umgesetzt.


Für die betreuten Patienten ergeben sich vor allem folgende Vorteile:


Patienten können direkt oder über den Hausarzt über die direkte Telefonnummer 597-5000 angemeldet werden, sie werden durchgehend von einem Ärzte- und Pfl egeteam betreut, ihre Akten sind zentral verfügbar. Besonders bei der Betreuung von Patienten mit Krebserkrankungen der Lunge oder des Magen-Darm-Traktes ist die Prognose der Patienten von der Operabilität des Tumors abhängig. Eine frühzeitige Vorstellung und Diagnosestellung erhöht den Anteil erfolgreicher Operationsverläufe und damit den Anteil der Patienten, die geheilt werden können.


Zusätzliche Dienste, wie psychoonkologische Betreuung, Ernährungsberatung, Schmerztherapie, Übergangsberatung, psychosoziale Beratung, etc. werden zentral über die neue Onkologische Ambulanz angeboten. Weiterhin werden in der angegliederten onkologischen Therapieambulanz chemotherapeutische Behandlungen durchgeführt.


Schwerpunkt onkologische Studienzentrale


Im Januar 2005 erfolgte die Konstituierung einer gemeinsamen universitären Studienzentrale. Durch die Anbindung nationaler und internationaler klinischer Studien an ein solches interdisziplinär ausgewiesenes Onkologisches Zentrum können auch viele Patienten von modernsten Therapieverfahren profi tieren, die derzeit noch in klinischer Erprobung sind und noch nicht der Allgemeinheit zur Verfügung stehen. Durch die Eingliederung sogenannter "Study-Nurses und Dokumentations-Assistentinnen" innerhalb dieses Zentrums wird eine engmaschige Verlaufskontrolle und Abstimmung aller den Patienten betreffenden Befunde, respektive der therapeutischen Ansätze gewährleistet. Die genaue und kontinuierliche Dokumentation garantiert entsprechend ein "Internes Qualitätsmanagement" und bietet, im Sinne des "Benchmarks" optimale Vergleichsmöglichkeiten mit anderen an europäischen Kliniken etablierten onkologischen Schwerpunktzentren.


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
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