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Pressegespräch Brachytherapie

10.02.2005

Das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, die Techniker Krankenkasse (TK) und die urologische Gemeinschaftspraxis Dr. Bertermann aus Kiel haben einen bundesweit richtungsweisenden Vertrag geschlossen: die ambulante Behandlung des Prostata-Carcinoms mit einer speziellen Form der Strahlentherapie, der sogenannten Seed-Brachytherapie. Hierbei werden betroffenen Patienten in einem ambulanten Eingriff kleine umschlossene radioaktive Strahlenquellen, sogenannte Seeds, direkt in das betroffene Prostata-Gewebe implantiert. Patienten bleibt so die stationäre Behandlung im Krankenhaus und die Total-Entfernung der Prostata erspart.

"Gemeinsam - und das ist neu - haben wir eine Möglichkeit gefunden, den Eingriff ambulant durchzuführen. Der Patient kann noch am Tage der Operation wieder ins häusliche Umfeld zurückkehren. Gleichzeitig haben wir die Vorzüge eines medizinischen Hochleistungszentrums", freute sich Dr. Johann Brunkhorst, Leiter der Landesvertretung Schleswig-Holstein der TK.

Die Brachytherapie ist ein komplexes Verfahren, das eine intensive Zusammenarbeit von Urologen, Strahlentherapeuten, Medizinphysikern und Anästhesisten erfordert. Die Vertragspartner sind sich darin einig, dass diese Form der Behandlung nur in hochspezialisierten Zentren erfolgen sollte, die ein langfristiges und nachhaltiges Qualitätsmanagement bereitstellen.

"Mit Professor Kovacs haben wir im UK S-H eine ausgewiesene Koryphäe auf dem Gebiet der Strahlentherapie", bestätigte Prof. Dr. Bernd Kremer, "und wir freuen uns, dass die TK mit diesem Vertrag unsere Bereitschaft unterstützt, neue Konzepte zu entwickeln, die für die Patienten zu einer höheren Versorgungsqualität führen. Das Ziel der TK, ein Qualitätsnetz Prostatakrebs aus verschiedenen "Centers of Excellence" zu bilden, kommt dem UK S-H sehr entgegen. Am Campus Kiel bestehen - getragen von den Kliniken für Urologie und Strahlentherapie - schon länger Pläne für die Bildung eines "Prostata-Zentrums", vergleichbar mit dem vorhandenen "Mamma-Zentrum".

Die Behandlungsmethode hat sich mittlerweile etabliert. Die langfristigen Erfolge der Seed-Brachytherapie sind bei den vorgesehenen Patientengruppen vergleichbar mit der sonst üblichen Total-Entfernung der Prostata oder der herkömmlichen Bestrahlung. Die schonende Behandlungsform hat für die Patienten vor allem vier Vorteile, die auf der Hand liegen. Störungen der Sexualfunktion treten weitaus weniger häufi g auf und Probleme mit der Inkontinenz sind seltener zu beobachten. Zudem ist keine längere Arbeitsunfähigkeit und keine anschließende stationäre Rehabilitation notwendig. "Entscheidend ist, dass die Behandlung insgesamt von der Vorbereitung bis zur Nachsorge unter strengen Qualitätsanforderungen stattfi ndet. Es werden hohe Anforderungen an die Organisation des Operationszentrums sowie die persönliche Qualität der Operateure gestellt", betonte Brunkhorst. Dies wird sichergestellt durch umfassende Qualitätssicherungsmaßnahmen unter Einbeziehung von Patientenbefragungen.

Langfristig plant die TK bundesweit eine Gruppe von medizinischen Hochleistungszentren in die ambulante Brachytherapie einzubinden. Diese Zentren sollen eine herausragende Qualität bieten und sich gegenseitig vergleichen und verbessern. Für Brunkhorst ist der Vertrag mit der Uniklinik in Kiel ein erster Schritt zu einem bundesweiten "Qualitätsnetz Prostatakrebs" der TK.


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
    Tel.: 0451 500-10700, Fax: 0451 500-10708