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Versorgung herzkranker Patienten in Schleswig-Holstein durch innovativen Vertrag verbessert

11.06.2007

Neumünster, 8. Juni 2007: Eine breite Koalition von Partnern aus dem Gesundheitswesen in Schleswig-Holstein bildete sich jetzt, mit dem Ziel, die Versorgung herzkranker Patienten im Flächen-Bundesland zu verbessern. Hierbei setzen die Partner auf die Vorteile telemedizinischer Betreuung im Rahmen einer integrierten Versorgung. Dem bereits Ende Mai geschlossenen Vertrag der IKK Nord, der IKK-Direkt, dem Deutschen Hausärzteverband, Landesverband Schleswig-Holstein, der Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein eG und PHTS Telemedizin traten heute der 4K-Verbund der Kliniken Medizinisches Zentrum Klinikum Itzehoe, Westküstenkliniken Heide und Brunsbüttel gGmbH und FEK Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster GmbH sowie das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UK S-H) bei. Die Vertragsunterzeichnung fand vor Vertretern der Medien im Friedrich-Ebert-Krankenhaus Neumünster statt.

Der Vertragsbeitritt der 4K-Kliniken und des UK S-H ebnet den Weg, um fortan in Schleswig-Holstein die Vorteile integrierter Versorgungsstrukturen für chronisch Herzkranke optimal zu nutzen. Teilnehmende Versicherte erhalten, wenn medizinisch nötig, stationäre Behandlungen künftig in den kardiologischen Zentren der beteiligten Kliniken, die als Schwerpunktkrankenhäuser bzw. Maximalversorger fachlich in der "ersten Liga" spielen. Als Informations- und Serviceplattform bietet Telemedizin hier wesentliche Unterstützung. "Die kontinuierliche Erfassung und Dokumentation von Vitalwerten der Patienten im Telemedizinischen Zentrum von PHTS Telemedizin liefert behandelnden Ärzten umfassende Informationen für eine leitliniengerechte Therapieführung", sind sich Prof. Dr. Michael Kentsch, Chefarzt, Medizinische Klinik am Klinikum Itzehoe und Prof. Dr. Heribert Schunkert, Direktor, Klinik für Kardiologie UK S-H Lübeck einig. Im ärztlichen Betreuungsnetz von Haus- und Fachärzten sowie Kliniken sind alle an der Behandlung beteiligten medizinischen Partner zu jeder Zeit auf einem Wissensstand. Harald Stender, Geschäftführer des WKK Heide und Brunsbüttel gGmbH und Vorsitzender des 4 K-Verbundes sieht in diesem Einstieg den Anfang einer noch nicht abzusehenden Entwicklung. "Wir 4K-Kliniken machen mit, weil wir uns in diesem Punkt als strategischer Partner der UK S-H sehen und darüber hinaus daran glauben, dass sich ein solches telemedizinisches Angebot auch in anderen Bereichen des Gesundheitswesens durchsetzen wird. Mit der IKK haben wir dabei einen Partner, mit dem wir schon seit vielen Jahren gut zusammen¬arbeiten".

Die telemedizinische Betreuung chronisch herzkranker Patienten findet ausschließlich ergänzend zur Behandlung durch den Haus- und Facharzt statt. Die Patienten erhalten, abhängig vom Schweregrad ihrer Erkrankung, eine Waage, ein Blutdruckmessgerät und ggf. ein 12-Kanal-EKG mit nach Hause. Diese einfach zu bedienenden Geräte ermöglichen es, Vitalwerte regelmäßig an das Telemedizinische Zentrum zu übermitteln. "Die Patienten lernen über die Telemedizin einen bewussten Umgang mit ihrer Erkrankung und fühlen sich - wie die Erfahrung aus anderen telemedizinischen Betreuungsprogrammen zeigt - sicherer in ihrem Alltag", erklärt Dirk Russ, Arzt und Business Development Manager bei PHT Telemedizin. "Unnötige Klinikaufenthalte und Notarzteinsätze können so reduziert werden."

Wesentlich hierzu trägt bei, dass das Telemedizinische Zentrum an 365 Tagen im Jahr rund um die Uhr mit Ärzten und medizinischem Fachpersonal besetzt ist. Die Patienten haben so die Möglichkeit bei Herzbeschwerden mitten in der Nacht aufzustehen und unabhängig von Praxisöffnungszeiten, ein EKG zu übermitteln. So erhalten sie Beruhigung, wenn alles in Ordnung ist. In einem Notfall hingegen, leitet das Telemedizinische Zentrum sofort ein Notfallmanagement ein, beruhigt die Patienten am Telefon und leitet dem Notarzt relevante Informationen zu. "Gerade in einem Flächenland wie Schleswig-Holstein kann das telemedizinische Betreuungsangebot die Versorgungsqualität chronisch kranker Herzpatienten wesentlich verbessern und die hausärztliche Betreuung gut ergänzen", sagen Dr. Nicolay Breyer, Landesvorsitzender HÄV S-H und Dr. Klaus Bittmann, Vorstand Ärztegenossenschaft Schleswig-Holstein eG.

Die Vitalwerte werden in einer elektronischen Patientenakte erfasst und stehen den behandelnden Ärzten nach Einverständniserklärung des jeweiligen Patienten online zur Verfügung oder werden per Fax zugesandt. Basis für die Beurteilung der eingehenden Vitalwerte der Patienten sind die regelmäßigen Untersuchungs¬ergebnisse von Haus- und Fachärzten, die in der Akte hinterlegt sind. Die Patienten werden daran erinnert, auch bei Beschwerdefreiheit, einmal im Quartal beim Hausarzt und einmal im halben Jahr beim Facharzt vorstellig zu werden.

"Wir freuen uns, dass alle relevanten Partner im Gesundheitswesen die Vorteile eines solchen telemedizinischen Betreuungsprogramms in Schleswig-Holstein nachvollzogen haben", resümiert Dr. Frank Reibe, verantwortlich bei der IKK Nord für Integrierte Versorgung. "so steht der erfolgreichen Umsetzung nichts mehr im Weg. Die Patienten stehen dabei im Mittelpunkt!"


Verantwortlich für diese Presseinformation:

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Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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