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60. Zungenschrittmacher erfolgreich am Campus Lübeck implantiert

13.01.2017

Europaweit höchste Zahl an Implantationen – weltweit Rang 4 

Seit 2012 implantiert die Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH), Campus Lübeck, erfolgreich Zungenstimulatoren. Der Hypoglossus-Stimulator (Zungenstimulator) wird bei Patienten eingesetzt, die unter einer Schlafapnoe (Schnarchen mit Atemaussetzern) leiden und bei denen insbesondere die Zunge den Atemweg im Schlaf blockiert. „Bei unbehandelter Schlafapnoe ist die Lebenserwartung wegen des stark erhöhten Schlaganfall- und Herzinfarktrisikos herabgesetzt. Aufgrund verstärkter Tagesmüdigkeit haben diese Patientinnen und Patienten oft auch ein erhöhtes Risiko für Sekundenschlaf am Steuer“, sagt PD Dr. Armin Steffen, Oberarzt an der Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde und Leiter des HNO-Schlaflabors. „Wenn die Überdrucktherapie mit der Maske (CPAP) nicht möglich ist, haben nun Patienten mit vielen Atempausen eine vielversprechende Lösung.“ Bei dem Patienten, der den 60. Zungenstimulator implantiert bekam, war aufgrund einer Hauterkrankung die klassische Überdrucktherapie nicht möglich. Deshalb fiel die Entscheidung für den Einsatz des Zungenschrittmachers. „Während der Operation zeigten sich schon sehr gute telemetrische Tests zur ersten Zungenbewegung und Atmungserkennung“, sagt PD Dr. Steffen. 

Die HNO-Klinik am Campus Lübeck ist eine der wenigen spezialisierten Kliniken in Europa, die diese Therapie der Schlafapnoe anbietet. Weltweit ist der eingesetzt Zungenschrittmacher Nummer 1.106. Das Schlaflabor Lübeck ist an der positiven Entwicklung maßgeblich beteiligt. „Die Therapie erweist sich als sehr wirksam, was wir in unserem Fachartikel zur Post Market Studie an 60 Patienten zeigen konnten“, sagt PD Dr. Steffen. „Selbst bei Patienten mit höherem Übergewicht konnten die Erkenntnisse erfolgreich vom kontrollierten Studienumfeld in die klinische Praxis übertragen werden. Jetzt kann die erprobte Technologie auf einer breiten Basis für viele geeignete Patienten zur Verfügung gestellt werden.“ Die Studie hat auch gezeigt, dass die durchschnittliche Nutzung des Stimulators mit etwa 6 bis 7 Stunden pro Nacht deutlich höher ist als bei der üblichen Therapie mit einer Überdruckmaske. Das bedeute nicht nur Abhilfe bei CPAP-Maskenunverträglichkeit oder -abneigung, sondern auch bessere therapeutische Effekte. Das Schlaflabor Lübeck gehört weltweit zu den Top Fünf Zentren bei der Implantation von Zungenstimulatoren. 

PD Dr. Armin Steffen leitet die Jahrestagung der Norddeutschen Vereinigung für Schlafmedizin am 21. Januar 2017 in Hamburg. Zentrales Thema werden die CPAP-Nutzungsprobleme sein. Auf der Tagung werden auch die neusten Forschungsergebnisse aus Lübeck mit dem Zungenstimulator präsentiert werden.

Für Rückfragen steht zu Verfügung:
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Lübeck
Klinik für Hals-, Nasen- und Ohrenheilkunde, PD. Dr. Armin Steffen
Tel.: 0451 500-42090, E-Mail: armin.steffen@uksh.de


Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

  • Campus Kiel, Arnold-Heller-Straße 3, Haus 31, 24105 Kiel,
    Tel.: 0431 500-10700, Fax: 0431 500-10704
  • Campus Lübeck, Ratzeburger Allee 160, 23538 Lübeck,
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