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Ethiktag und Palliativsymposium am UKSH

Dienstag, 18. November 2025

Am 11. November 2025 fand der gemeinsame Ethiktag und das Palliativsymposium der beiden Klinischen Ethikkomitees (KEKs) des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein (UKSH) sowie des Universitären Cancer Centers Schleswig-Holstein (UCCSH) statt.

Die Veranstaltung stand in diesem Jahr unter dem Titel „Sterbekultur im Krankenhaus“ und brachte Teilnehmende aus mehreren Bundesländern – darunter Hamburg, Schleswig-Holstein, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern – zum fachlichen Austausch zusammen.

Begrüßt wurden die Teilnehmenden durch Prof. Dr. Maria Deja (KEK Lübeck) und Dr. Kolja Becker (KEK Kiel) sowie Prof. Dr. Cyrus Khandanpour und Prof. Dr. Nikolas von Bubnoff (UCCSH). Die Moderation übernahm Dr. Kati Dageförde (KEK Lübeck).

Ein Schwerpunkt des Programms war der Workshop „Sterbehilfe im Krankenhaus“, der von Vertreterinnen der KEKs aus Kiel und Lübeck durchgeführt wurde. Dr. Merwe Carstens, Chefärztin der Medizinischen Klinik III der Sana-Kliniken Lübeck, gestaltete den Workshop maßgeblich mit und brachte einen fachlichen Impuls zum Thema Suizidassistenz im Krankenhaus ein. Gemeinsam wurden grundlegende Begriffe geklärt und Handreichungen des KEKs zum professionellen Umgang mit Sterbewünschen im klinischen Umfeld besprochen.

Im öffentlichen Teil des Symposiums sprachen mit Susanne Haller und Prof. Dr. Dr. Ralf Jox ebenfalls zwei ausgewiesene Expert:innen. Haller, Leitung des Hospizes der Elisabeth-Kübler-Ross-Akademie Stuttgart, widmete ihren Vortrag dem Empowerment in der Palliative Care und der Frage, wie ein selbstbestärkender Ansatz helfen kann, Übertherapie am Lebensende zu vermeiden. Jox, Leiter der Medizinethik und Ethikberatung an der Universität Lausanne, beleuchtete in seinem Vortrag das zentrale Thema des Tages: Sterbekultur im Krankenhaus. Er gab Einblicke in die Entwicklung des ärztlichen Ethos und die Entwicklung des Spannungsverhältnisses von Fürsorgeverpflichtungen und Förderung der Patientenautonomie.

Die Veranstaltung zeigte deutlich, wie wichtig eine reflektierte, multiprofessionelle Auseinandersetzung mit Sterbekultur und Palliativethik im Krankenhaus ist – sowohl für die Weiterentwicklung klinisch-ethischer Standards als auch für eine patientenzentrierte Versorgung am Lebensende.