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UK S-H und Barmer vereinbaren Rund-Um-Versorgung von Herzpatienten

Freitag, 08. April 2005

Das größte Universitätsklinikum in Norddeutschland und die mitgliederstärkste Krankenversicherung haben sich zu einem Bündnis der integrierten Versorgung für Herzpatienten und -patientinnen zusammengeschlossen.
BARMER Versicherte können bei einer Behandlung von Herzerkrankungen im Universitätsklinikum Schleswig-Holstein mit den Standorten Lübeck und Kiel künftig von den Vorteilen einer integrierten Versorgung profitieren. Durch die Vernetzung von Haus- und Fachärzten mit einer Krankenhausbehandlung und Rehabilitation gewährleistet das abgestimmte Therapie- und Behandlungskonzept eine hohe Versorgungssicherheit und -qualität. Verminderte Zuzahlungen durch das BARMER-Bonusmodell bringen den Patientinnen und Patienten zudem eine finanzielle Entlastung. Mit diesem Vertrag ist das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein als einziger Maximalversorger des Landes Schleswig-Holstein ein zentraler Partner im "Norddeutschen Herz-Netz", einem gemeinsamen Verbund von niedergelassenen Ärzten, Krankenhäusern und Reha-Kliniken für die medizinische Versorgung von Herzpatientinnen und -patienten im norddeutschen Raum.

"Wer die medizinische Versorgung von Herzpatientinnen und -patienten verbessern will, muss isoliertes sektorales Handeln auf allen Ebenen verhindern. Oberstes Ziel ist dabei, die Strukturen auf die Belange der Patientinnen und Patienten auszurichten." Damit skizzierte BARMER-Landeschef Thomas Wortmann das zentrale Anliegen seines Hauses an derartigen Vereinbarungen.

Die konkreten Ziele der integrierten Versorgung liegen in der genauen Abstimmung der medizinischen Behandlung, in klaren Qualitätsmerkmalen wie z.B. der kontinuierlichen Weiterbildung des Fachpersonals und in standardisierten Behandlungsabläufen. Damit können bei einer gleichzeitigen Verbesserung der Behandlung überflüssige Untersuchungen für den Patienten vermieden werden, was mit einer gleichzeitigen Beschleunigung des Genesungsprozesses einhergeht.
" Unser oberstes Ziel ist es, die Behandlung für den Patienten schonender und im Ergebnis besser durchzuführen. Unsere hohe Fachkompetenz im UK S-H bietet die Möglichkeit umfassend zu diagnostizieren und alle therapeutischen Optionen zeitnah umzusetzen", erklärte Barbara Schulte, Vorstand des UK S-H.

Das vorliegende Integrationsmodell hat ein einheitliches diagnostisches und therapeutisches Konzept für vom Hausarzt oder Kardiologen überwiesene Patienten mit Herz-Erkrankungen zum Ziel. Dies beinhaltet definierte Prozessabläufe und eine definierte Aufgabenteilung zwischen den Versorgungspartnern. Hierzu gehört unter anderem die Möglichkeit einer ambulanten Spezialdiagnostik inklusive Herzkatheteruntersuchung mit Erstellung eines individuellen Nachsorgeplans unserer Patienten. UK S-H und BARMER haben sich zum Ziel gesetzt eine Effizienzsteigerung und Kostenreduktion bei gleichzeitiger verbesserter Prozessqualität für den Patienten zu erreichen. Das eingebundene Rehabilitationskonzept dient zudem der langfristigen Verbesserung der Lebensqualität.

Die vereinbarte Integrierte Versorgung umfasst die
§ hausärztliche
§ kardiologische
§ interventionell kardiologische (Herzkatheter-Diagnostik/ Therapie)
§ herzchirurgische und
§ rehabilitative Versorgung.
Damit ist die gesamte kardiologische Behandlungskette abgebildet.
An der verbesserten medizinischen Versorgung sind mit der Kompass-Klinik Kiel und der Ostseeklinik Schönberg-Holm, zwei leistungsstarke Partner beteiligt, die die Rehabilitation der Patientinnen und Patienten durchführen.

Zur Kundenzufriedenheit wird für BARMER Nord-Chef Thomas Wortmann auch das Bonusmodell seiner Krankenkasse zur Integrierten Versorgung beitragen: "Den teilnehmenden BARMER-Versicherten werden 50 Prozent der anfallenden Zuzahlungen bis zu maximal 150 Euro erstattet."

Barbara Schulte, Vorstand UK S-H, betont: "Diese fortschrittliche Vernetzung der integrierten Versorgung bietet für unsere Patienten, neben den finanziellen Anreizen, eine hervorragende Grundlage für eine Behandlung auf qualitativ hohem Niveau. Für das Universitätsklinikum ist die vernetzte Versorgung eine wichtige Säule zukünftiger Gesundheitsversorgung."

Verantwortlich für diese Presseinformation:

Oliver Grieve, Pressesprecher des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein,
Mobil: 0173 4055 000, E-Mail: oliver.grieve@uksh.de

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