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Das UK S-H als universitäres Zentrum der Medizin im Norden

Dienstag, 24. März 2009

Gemeinsam wird der Vorstand die Zukunftssicherung des UK S-H gewährleisten

"Schon heute ist das UK S-H in Forschung und Krankenversorgung fest in der Champions League etabliert," stellte Prof. Dr. Jens Scholz in einem Pressegespräch am Montag fest. Dabei verwies er auf die Exzellenzcluster, die Sonderforschungsbereiche, die BMBF-Projekte, das Nationale Genomforschungsnetz als Beispiele für überragende und auch international anerkannte Spitzenleistungen. Im Zusammenwirken beider Standorte des fusionierten Klinikums befindet sich, so Scholz, das UK S-H auf dem Wege zu dem "Universitären Zentrum der Medizin im Norden."

Der Aufsichtsratsvorsitzende des UK S-H, Wissenschafts-Staatssekretär Jost de Jager hatte zum Gespräch eingeladen, um die neuen Vorstandsmitglieder des Universitätsklinikums persönlich vorzustellen. Zum 1. April 2009 werden der Kieler Medizinprofessor Dr. Jens Scholz (49) als Vorstandsvorsitzender und Vorstand für Krankenversorgung sowie die bisherige Pflegedirektorin Frau Christa Meyer (56) als Vorstand für Krankenpflege und Patientenservice ihre Ämter antreten. "Ich freue mich," so de Jager, "dass der Aufsichtsrat unserer Empfehlung zugestimmt hat. Alle Positionen konnten wir mit äußerst kompetenten und engagierten Persönlichkeiten besetzen. Der Vorstand ist jetzt mit dem Kaufmännischen Vorstand Frau Kähning komplett und hervorragend für die kommenden Jahre aufgestellt. Ich wünsche ihm alles erdenklich Gute und danke zugleich Herrn Prof. Dr. Diedrich für seine Tätigkeit als interimistischer Vorstandsvorsitzender."

Weiter führte de Jager aus: "Nach den jetzigen Personalentscheidungen und der vorangegangenen Halbierung des Defizits haben wir eine hervorragende Ausgangsposition, um die anstehenden Herausforderungen zu meistern." Mit Blick auf die geplanten Klinik-Investitionen durch das Konjunkturpaket des Bundes zeigte er sich zudem zuversichtlich, auch die Bedingungen für die Krankenversorgung im UK S-H weiter zu verbessern. "Und nach dem Erfolg unserer Mediziner bei der Exzellenzinitiative wird auch die wissenschaftliche Expertise weiterhin höchste Priorität genießen."

Prof. Scholz nutzte die Gelegenheit, um aus seiner Sicht einige wesentliche Schwerpunkte für die künftige gemeinsame Arbeit aufzuzeigen.

Eine zentrale Voraussetzung für eine positive zukunftsorientierte Entwicklung ist die Schaffung einer perspektivischen Gebäudestruktur auf beiden Campi. "Wir brauchen," so Scholz, "moderne und vor allem wettbewerbsfähige Klinikbauten. Die Umsetzung des Baulichen Masterplanes wird die medizinischen Prozesse weiter verbessern sowie die Erwartungen von Patienten und Besuchern erfüllen. Für das Universitätsklinikum ist es allerdings von zentraler Bedeutung, dass die Gebäude und Einrichtungen sowohl der Krankenversorgung als auch der Forschung und Lehre gleichermaßen weiterentwickelt werden. Dies ist für mich zwingend notwendig, um die Zukunftsfähigkeit des Universitätsklinikums zu sichern." Scholz erwartet zur Finanzierung der unverzichtbaren Investitionen eine deutliche Unterstützung vom Land als Eigentümerin.

Eine Verbesserung der Gebäudestruktur bedeutet auch verbesserte Arbeitsbedingungen. Zusammen mit der Signalwirkung, die vom Engagement des Landes ausgeht, wird dies, so Scholz, die Motivation der Beschäftigten für ihr Unternehmen noch weiter stärken. Dazu zählt auch, dass das UK S-H sich als Zentrum der Hochleistungsmedizin mit zwei leistungsfähigen Standorten und mit einer nachgewiesenen Qualität der Leistungen sichtbar auf dem Gesundheitsmarkt platziert. Dies in Verbindung mit attraktiven und wettbewerbsfähigen Klinikbauten lässt die Identifikation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen noch weiter wachsen.

Die Halbierung des Vorjahresdefizits und somit das Erreichen des ersten Etappenziels bedeutet für Prof. Scholz einen Meilenstein im Sanierungsprozeß. "Mit dem Sanierungs- und Strategiemanager Dr. Schleifer bin ich mir uneingeschränkt darin einig, dass der Sanierungsprozess seine hohe Priorität behalten und konsequent fortgeführt werden muss. Ich bin zuversichtlich, dass das UK S-H ab 2010 schwarze Zahlen schreiben wird. Die eingeführten optimierten Prozesse werden die Nachhaltigkeit des Sanierungsprozesses sichern. Dies ist die Voraussetzung, um auch die maßgeblichen strategischen Ziele zu verwirklichen."

Scholz nannte in diesem Zusammenhang die deutliche Positionierung des UK S-H in der schleswig-holsteinischen Gesundheitslandschaft. Dazu soll der Weg zur Profilbildung des Universitätsklinikums als der von der universitären Medizin getragene Maximalversorger konsequent weiter verfolgt werden. Ein zentraler Baustein ist dabei der Ausbau der bereits vorhandenen Wechselwirkungen mit anderen Krankenhäusern. Für Scholz ist von besonderer Bedeutung, dass das UK S-H als fusioniertes Universitätsklinikum mit zwei Standorten dauerhaft auf dem Gesundheitsmarkt etabliert wird. "Die gezielte und perspektivische Förderung beider Standorte mit ihren spezifischen Schwerpunkten ist unverzichtbar, damit die Zusammenarbeit zwischen den beiden Standorten in dem einen Klinikum weiter wächst."

Die Besetzung der Position des Vorstandes für Krankenpflege und Patientenservice hat zugleich programmatische Bedeutung. Damit wird - so Prof. Scholz und Frau Meyer - der wichtige Beitrag der Pflege in der Krankenversorgung unterstrichen. "Die Leistungen unserer Pflegekräfte sind unverzichtbar für die Gesundung unserer Patienten. Deren Arbeit kann somit gar nicht hoch genug anerkannt werden. Dazu zählen menschliche Zuwendung in der Betreuung der Patienten und wahrnehmbare Serviceleistungen." Frau Meyer sieht eine zukunftsgerichtete Aufgabe in der Weiterentwicklung der Patientenversorgung und des Patientenservice auf höchstem Niveau.

Insgesamt sind die bisherigen Erfolge des Unternehmens in erster Linie dem engagierten Einsatz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Krankenversorgung und in der Verwaltung zu verdanken. Scholz: "Ich gehe davon aus, dass der Wille bei allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, diesen Weg auch weiterhin engagiert zu unterstützen, uneingeschränkt vorhanden ist und bedanke mich schon jetzt für die künftige Zusammenarbeit."

Das Alleinstellungsmerkmal des UK S-H ist die enge Kombination aus herausragender und exzellenter Forschung sowie Krankenversorgung. Das Universitätsklinikum hat, so Scholz, die Chance, im Gesundheitswesen des Nordens die Spitzenstellung einzunehmen. Mit seinen Vorstandskolleginnen, dem Kaufmännischen Vorstand Frau Julia Kähning und Frau Meyer, sowie dem Sanierungs- und Strategiemanager Herrn Dr. Schleifer will Scholz gemeinsam und zielgerichtet auf dieses Ziel hinarbeiten.

Prof. Dr. Jens Scholz Prof. Dr. Jens Scholz  >> Bild in druckfähiger Qualität

Christa Meyer >> Bild in druckfähiger Qualität
 

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