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20. Deutscher Hautkrebskongress stellt bahnbrechende Therapien in den Fokus

Montag, 13. September 2010

Am 23. September begrüßt Tagungspräsident Prof. Dr. Axel Hauschild, Oberarzt der Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, 400 Hautärzte und Wissenschafter aus ganz Deutschland zum 20. Deutschen Hautkrebskongress und der Jahrestagung der Arbeitsgemeinschaft Dermatologische Onkologie (ADO) der Deutschen Krebsgesellschaft und Deutschen Dermatologischen Gesellschaft. Den Hautkrebsexperten und alle mit der Behandlung von Hauttumorpatienten befassten Ärzte dieser wichtigsten wissenschaftlichen Veranstaltung auf nationaler Ebene wird ein hochkarätiges Programm geboten. Drei Tage lang stellen international renommierte Experten neueste Erkenntnisse und Ergebnisse klinischer Studien mit unmittelbarer Auswirkung auf die klinische Praxis vor. Daneben bietet die Tagung eine ideale Pattform zur Diskussion neuer Möglichkeiten der Behandlung von Hauttumoren, da die Zusammenarbeit mit Krebsspezialisten aller Fachrichtungen immer mehr an Stellenwert gewinnt.

Das Tagungsprogramm verzeichnet internationale Kapazitäten, wie Prof. Steve O`Day (Los Angeles, USA) mit einem Beitrag über die Zukunft der Melanomtherapie. Prof. Hensin Tsao (Boston, USA), Experte für die Entschlüsselung des genetischen Codes von Melanomkrebszellen, spricht über die Rolle erblicher und umweltbedingter Einflussfaktoren auf das Entstehen eines malignen Melanoms. Die hochaktuelle Frage nach den Möglichkeiten der Hautkrebsprävention, also der Vorbeugung und Vermeidung des Entstehens von Hauttumoren, wird Prof. Alexander Stratigos (Athen, Griechenland) kritisch beleuchten. Insgesamt erwarten die Kieler Dermatologen, Prof. Dr. Axel Hauschild, Prof. Dr Michael Weichenthal, Dr. Katharina C. Kähler und Dr. Friederike Egberts, mehr als 100 freie Vorträge und Posterpräsentationen zu aktuellen Forschungsergebnissen aus allen Hautkliniken Deutschlands.

Der wissenschaftliche Fokus liegt auf den neuen medikamentösen Therapien, die auch zur Bekämpfung verschiedener Hauttumoren auf dem Vormarsch sind. Hier erwartet die Fachwelt in Kürze für einen therapeutischen Durchbruch. Seit 30 Jahren konnte in Deutschland kein neues Medikament für Patienten zugelassen werden, die wegen fortgeschrittener Tochtergeschwülste des schwarzen Hautkrebses ("malignes Melanom") bislang als unheilbar galten. In diesem Jahr wurden erstmals Daten einer großen Studie zu einer neuen Immuntherapie präsentiert, die bei Patienten in einer vorangeschrittenen Erkrankungssituation erstmals einen günstigen Effekt auf die Überlebenszeit zeigen konnte. Spektakuläre Erfolge sind darüber hinaus mit neuen Therapien erzielt worden, die individuelle Veränderungen in der Erbinformation der Krebszellen des einzelnen Patienten berücksichtigen. Das Präparat "PLX4032", das derzeit in einer großen klinischen Studie eingesetzt wird, konnte zuvor bei bis zu 81 Prozent der Patienten Wirksamkeit erreichen. Zu eindrucksvollen Therapieerfolgen führt ein sogenannter "hedgehog-inhibitor" bei ausgedehnten Basalzellkarzinomen ("weißer Hautkrebs"), die für eine operative Behandlung wegen ihrer Größe oder Lage nicht mehr in Frage kommen. Auch dieses Mittel berücksichtigt eine Besonderheit in der Erbinformation der Krebszellen.

Eine Zulassung dieser Medikamente in Deutschland ist für das kommende Jahr zu erwarten. Bis dahin greifen ab dem kommenden Jahr "compassionate use"-Programme. Dies bedeutet, dass Ärzte noch nicht zugelassene Mittel denjenigen Patienten aus humanitären Erwägungen heraus verabreichen können, die mit anderen Mitteln nicht mehr therapiert werden können.

Für Rückfragen stehen zur Verfügung:
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie, Campus Kiel
Prof. Dr.med. Axel Hauschild, 0431-5971613, Fax 0431-5971853, ahauschild@dermatology.uni-kiel.de
Dr.med. Katharina C. Kähler, 0431-5971512 Email: kckaehler@yahoo.de

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