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Spitzenleistungen bei Herzoperationen

Freitag, 09. Juli 2010

Mit ihrer Hochleistungs-Herzchirurgie gehört die Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Campus Kiel, zu den führenden Herzzentren in Deutschland. Das Team unter Leitung von Prof. Dr. Jochen Cremer hat jetzt die 30 000. Operation an der Herz-Lungen-Maschine erfolgreich durchgeführt.

"Der betroffene Patient litt an einer Mitralklappeninsuffizienz, bei der die linke Herzklappe nicht richtig schließt und Blut in den linken Herzvorhof zurückfließt. Aufgrund der anatomisch-pathologischen Gegebenheiten wurde die Mitralklappe rekonstruiert," erklärt Prof. Dr. Cremer. Hierfür war eine vierstündige Operation notwendig, bei der das Herz vorübergehend stillgelegt wurde und die Herz-Lungen-Maschine die Aufrechterhaltung des Blutkreislaufs übernahm. Durch das minimal-invasive Verfahren blieb dem Patienten eine konventionelle Operation erspart.

Dank des Fortschritts in der Behandlung koronarer Erkrankungen, der Medizintechnik und der modernen operativen Verfahren können heute auch komplexe Herzoperationen mit überschaubaren Risiken für die Patienten durchgeführt werden. "Kardio-vaskuläre Erkrankungen gehören neben onkologischen zu den häufigsten Krankheiten in den Industrieländern und ihre Behandlung ist eine bedeutende Aufgabe," konstatiert Prof. Dr. Cremer. In der Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie sind 45 Ärzte tätig, die jährlich rund 1.700 Herz- und circa 1000 Gefäßoperationen durchführen. Das außergewöhnliche Spektrum reicht von konventionellen über minimal-invasive Eingriffe bis zu Herztransplantationen.

Es werden heute Patienten jeden Alters vom Neugeborenen bis zum sehr alten Menschen operiert. Die Sicherheit der Patienten ist im Gegensatz zu den Anfängen der Herzoperationen in Kiel deutlich gestiegen und die Rekonvaleszenzzeit gesunken. 1965, im Gründungsjahr der Kinderkardiologie in Kiel, wurde die erste offene Herzoperation mit der Herz-Lungen-Maschine zum Verschluss eines Vorhofscheidewanddefektes bei einem 17-jährigen Patienten erfolgreich durchgeführt. Nach Gründung der Abteilung für Kardiologie 1970 wurden die Verfahren zu Behandlung und Operation laufend weiterentwickelt. 1990 wurde die erste Herz-Lungen-Transplantation vorgenommen und im letzten Jahr wurde der erste Patient mit einem katheterbasierten, biologischen Herzklappenersatz behandelt. "Der 30 000. Eingriff in diesem Jahr ist uns Ansporn für weitere Operationen, aber auch für neue Forschungsergebnisse", erklärt Prof. Dr. Jochen Cremer. Das Forschungsprojekt um Prof. Dr. Georg Lutter, Leiter des Lehrstuhls für Experimentelle Herzchirurgie und Herzklappenersatz, arbeitet an weiteren Verfahren zu schonenden Operationsformen in der modernen Herzklappenchirurgie über die Kathetertechnik.


Für Rückfragen steht zur Verfügung:

Universitätsklinikum Schleswig-Holstein, Campus Kiel
Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Direktion Prof. Dr. Jochen Cremer
Tel.: 0431 597-4401, Fax: 0431 597-4402

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